[RPG] Semper fi (Fsk 16)

      Neu

      Master Sergeant Gibbs

      Ich blickte ihm sprachlos nach. Warum zum Teufel behandelten mich alle wie einen Schwerverbrecher?
      Meine Hand blutete noch immer und ich presste sie gegen meine Brust. Ich wusste nicht einmal wo meine Sachen waren, verdammt.
      Doch ich hatte es satt. Ich stürmte aus dem Gebäude und eilte zu meinem Wagen.
      Das Corps war immer mein Zuhause gewesen. ich fühlte mich verraten und verkauft.
      Ich setzte mich in meinen Wagen und fuhr los. Doch ich fuhr nicht in Richtung Alexandria, sondern in nördlicher Richtung.
      Bevor ich mit meiner Familie nach Pendleton gegangen war, hatten wir einen letzten wunderbaren Sommer verbracht. Wir waren mit einem Trailer nach Norden gefahren. Wir waren an der Küste von Maine entlanggefahren, immer weiter. Wir hatten dort angehalten, wo es uns gefallen hat und sind schließlich beinahe eine Woche am Potts Point geblieben. Der letzte Ort, an dem ich glücklich gewesen war ...
      Es würden über 12 Stunden Fahrtzeit sein, doch ich hatte Zeit. Nichts und niemand wartete auf mich.

      Neu

      Gibbs

      Bevor ich die Stadt entgültig verlassen hatte, war ich zu einer Filliale meiner Bank gefahren und hatte mir alles Geld von meinem Konto auszahlen lassen. Ich hatte beinahe 15 Stunden im Auto gesessen und nur wenige Pausen gemacht. Ich war vollkommen erledigt, als ich in Potts Point angekommen war. Eiskalter Nordwind trieb einzelne Schneeflocken über den kargen Landstrich und das Meer brandete wild und unbändig gegen die Felsen. Ich kam in einem kleinen Ferienhaus unter und bezahlte es direkt für eine Woche. Dann schlief ich zum ersten Mal seit einer gefühlten Ewigkeit mehr als 8 Stunden am Stück traumlosen erholsamen Schlaf.

      Neu

      Captain Alexandra Benson

      Ich hatte alles mit dem SecNav besprochen und landete wieder auf dem Stützpunkt. Colonel Ryan wartete schon auf mich und ich hörte mir an was hier passiert war. Ich seufzte und fuhr dann nach Hause meine Sachen auspacken und fuhr dann zu Gibbs seinen Haus. Ich klingelte und klopfte, doch niemand öffnete die Tür. Ich klinkte, doch es war abgeschlossen. Ich sah mich um, das Auto war auch weg, ich würde heute Abend noch mal nach ihm sehen .


      SIG und AVA by Me!

      Neu

      Colonel Will Ryan

      Nachdem Captain Benson mir mitgeteilt hatte, dass Gibbs nicht zu Hause war, wuchs in mir die Sorge. Ich hätte ihn nicht einfach so stehen lassen sollen. Er war ein Freund und ich verstand, dass er sich im Stich gelassen fühlte. Ich hatte es mir leicht machen wollen. Benson war eine fähige Person, doch im Grunde wußte ich, dass Gibbs einen Freund an seiner Seite brauchte, der Verständnis zeigte. Er war wirklich kein Unhold. Er hatte getrunken und mit Frauen Sex gehabt - so wie es jeder x-beliebige Mann machte - und auch viele Frauen. Mein Problem war es jedoch, dass Hill mich in der Hand hatte. Ich war nicht besser gewesen als Gibbs. Viel schlechter im GRunde, schließlich war ich verheiratet und glaubte sogar meine Frau zu lieben. Ich hatte Hill gehabt, bis sie die Lust an mir verloren hatte und Gibbs schöne Augen machte - und das war es auch, was mich so verstimmte! An Hills Seite hatte ich mich wie ein junger Heißsporn gefühlt.
      Doch Audrey hatte es natürlich geahnt und mich vor die Tür gesetzt.
      Ich wollte meine Frau zurück, keine Frage. Doch Hill drohte mich genauso tief in die Scheiße zu reiten, wie sie es gerade bei Gibbs tat. Ich musste meinen Arsch retten.

      Neu

      Captain Alexandra Benson

      Als er Abends immer noch nicht da war, begann ich mir sorgen zu machen. Ich forderte ein paar Informationen an, sein Konto wurde leer geräumt. Ich ließ ihn dann über das Handy Orten und seufzte . Verdammt, wie ist er so schnell dort hin gekommen. Ich informierte Ryan, aber der hatte wenig Interesse etwas zu unternehmen. Ich seufzte und buchte einen Flug und ein Mietwagen, morgen früh würde ich dort sein. Ich ging packen, das würde auch mein letzter Versuch sein.


      SIG und AVA by Me!

      Neu

      (Ryan und Benson sind schon ziemlich empathiebefreit :D )

      Gibbs

      Am Morgen fühlte ich mich beinahe ausgeruht. Ich wusch mich - auf eine Rasur konnte ich verzichten - ich hatte hier oben im Norden noch keinen glattrasierten Mann gesehen. Vermutlich war es ohne Bart zu kalt. Ich hatte wie immer eine gepackte Tasche im Wagen gehabt. Eine alte Angewohnheit, die ich nie abgelegt hatte. So konnte ich die Kleidung wechseln.
      Der Ort war wie ausgestorben, nur eine kleine Hafenkneipe war erleuchtet und schien mir einladend genug.
      Seemaänner und Arbeiter saßen hier zusammen, tranken Kaffee und frühstückten, bevor sie ihr Tagewerk beginnen würden. Ich wurde mit einem monotonen Gemurmel begrüßt, nickte nur kanpp und setzte mich an einen freien Tisch. Bei einer freundlichen Brünetten bestellte ich Pancakes und Kaffee. Das war Kellys liebstes Frühstück gewesen - Pancake. Ich hoffte, dass mein Magen heute mitspielen würde. Feste Nahrung hatte er zuletzt rigoros verweigert.
      Ich hörte, wie die Kellnerin mit einem der Männer sprach und sich darüber beklagte, dass ihr Haus immer maroder wurde und es in dem ganzen gottverdammten Nest keinen Handwerker gab, der Zeit hatte sich damit zu befassen.
      In mir wuchs eine Idee. Als sie meine Bestellung brachte, bot ich an ihr in ihrem Haus zur Hand zu gehen. Sie erzählte mir, dass die Veranda so in Mitleidenschaft gezogen war, dass sie bei jedem Gang zur Haustür befürchtete einzubrechen. Ich versprach ihr es mir nach dem Frühstück anzusehen.
      Es war wie ein Befreiungsschlag weg zu sein aus DC. Aus Quantico. Die Arbeit würde mir guttun. Später würde ich dem Colonel eine Postkarte schicken mit meiner Anschrift hier oben. Es sollte nicht so aussehen, als wäre ich abgehauen.

      Neu

      Captain Alexandra Benson

      Ich war in Zivil und kam bei der Hütte an. Ich klopfte, doch er schien nicht da zu sein. Ich seufzte leise und sah mich in dem kleinen Ort um. Hier sollte es nicht schwer sein ihn zu finden, außer er hätte sich im Wald versteckt. Ich schlenderte durch die Stadt und fand ihm in einem kleinen Diner. Ich setzte mich neben ihn an die Theke und bestellte mir einen Kaffee. Ich fragte mich, wie lange er brauchte um mich zu bemerken. Ich nahm heute keinen Geruch von Alkohol wahr....Das war ein gutes Zeichen.


      SIG und AVA by Me!

      Neu

      Gibbs

      Den Großteil der Pancakes ließ ich unangerührt. Mein Magen hatte sich schon mit den ersten Bissen unangenehm bemerkbar gemacht. Doch den Kaffee zwang hinunter - von irgendetwas musste ich schließlich leben.
      Ich lauschte der Kellnerin, die mir beschrieb wo ich den nächsten Baumarkt finden würde. Ich versicherte ihr, dass ich ihr da wirklich zur Hand gehen wollte und dass ich in meinem Pickup alles benötigte unterbringen konnte.
      Sie schenkte mir Kaffee nach und fragte mich was zum Henker ich hier im Norden eigentlich trieb.
      Ich zögerte die Antwort hinaus, in dem ich einen großen Schluck Kaffee trank.

      Neu

      Alexandra Benson

      Als er so an mir vorbei ging, hatte ich endgültig die Nase voll. Sollte er doch im Knast versauern, ich hatte es satt ihm nach zu rennen. Warum auch....Ich ass auf, trank meinen Kaffee und machte mich auf den Rückweg. Er kümmerte sich ja eh um nichts um aus der Scheiße wieder raus zu kommen. Ich lief zurück zu meinem Mietwagen und stieg ein.


      SIG und AVA by Me!

      Neu

      Captain Alexandra Benson

      "Wissen Sie was....Ich habe darauf wirklich keine Lust mehr. Es ist nicht das klügste vor einem anstehenden Prozess die Stadt zu verlassen. Ich wollte sie zurückholen, bevor es der NCIS das tut. Aber Hey....Ich bin es leid Ihnen hinterher zu laufen. Machen Sie was Sie wollen....dann sind sie wenigstens selbst für Ihre Lage verantwortlich. Ich weiß gar nicht warum ich mir überhaupt um sie Sorgen gemacht habe.....Da sie ja immer alles besser wissen, wissen Sie sicher auch was das Beste jetzt in der Situation ist. Ich fahr jetzt wieder."

      Und würde auch nicht mehr nach ihm Fragen, er hatte ja sein Desinteresse an meiner Person und meinem Job deutlich klar gemacht.


      SIG und AVA by Me!

      Neu

      Gibbs

      Mir entgleisten sämtliche Gesichtszüge. "Sie haben keine Lust mehr ... Auf was verdammt? Benson! Hören Sie sich eigentlich selbst zu? Sie saßen in meinem gottverdammten Keller und ich habe gefragt wie es weitergeht. Was ich zu tun habe. Ihre Antwort darauf war es gewesen nichts zu tun, bis ich von offizieller Stelle Nachricht erhalte! Von offizieller Stelle ist bisher gar nichts bei mir eingegangen. Nichts! Es gibt nur ihre Aussage und die des Colonel, dass Hill und zwei weitere Frauen etwas gegen mich planen! Das einzige was hier dauernd passiert, ist, dass sie ständig in meiner Nähe auftauchen und mich mit Vorwürfen überhäufen, die vollkommen an den Haaren herbeigezogen sind." Ich raufte mir die Haare. Benson hatte echt einen an der Waffel! "Ich bin in einer Woche wieder zurück. Wenn der NCIS etwas von mir will, dann sollen die Agents sich bei MIR melden! nicht beim Colonel oder bei sonst wem. Gute Heimreise!"

      Ich wandte mich um und stapfte davon! Die waren doch alle nicht ganz richtig im Kopf!

      Neu

      Captain Alexandra Benson

      Ich zuckte mit den Schultern, mir war es mittlerweile wirklich egal. Die Vorladung lag eh schon in seinem Briefkasten....aber wenn es ihm egal war. Mir erst recht, ich wusste das er so wie er sich benahm wohl kaum eine Chance hatte frei zu kommen. Aber ehrlich......er war der letzte Arsch...Und es war nicht ich, die kurz davor war einzuwandern. Ich fuhr zurück zum Flughafen. Ich würde den Fall auch abgeben, für was sollte ich mich einsetzten und wenn ich aufgab....konnte ich ahnen was die Richterin mit ihm machte. Tja....Wer nicht will. Ich buchte am Schalter einen Flug der in zwei Stunden ging.


      SIG und AVA by Me!

      Neu

      Gibbs

      Während ich den Schaden an der Veranda begutachtete, dachte ich eine Weile nach.
      Es lag mir nicht sonderlich einfach abzuwarten, dass mir der Himmel auf den Kopf fiel. Ich hatte mich schonv iel zulange gehen lassen.
      Der Colonel und diese alberne Benson waren keine Option auf die ich mich würde verlassen können.
      Angriff war möglicherweise die beste Art der Verteidigung.
      Ich notierte rasch alles auf einem Zettel und fuhr zurück zum Diner. Zunächst besprach ich mit Betty, der Kellnerin, was ich an ihrer Veranda zu machen hätte, dann holte ich mein kleines Adressbüchlein hervor und verzog mich an den Münzsprecher.
      Die Ermittlungen um den Tod meiner Mädchen waren von einem Agent Mike Franks und dessen Probie Dwayne Pride durchgeführt worden. Immer wenn ich in Pendleton stationiert gewesen war, hatten wir uns getroffen und gemeinsame Stunden beim Angeln oder in Prides Lieblingskneipe verbracht. Vor einer Weile war Pride nach DC versetzt worden. Franks hatte sich nach MExiko abgesetzt. Dwayne Pride würde mir sicher sagen können was genau da in DC lief.
      Ich wählte die Numemr seines Mobiltelefons und erreichte ihn prompt. Ich erzählte ihm haarklein was vorfallen war. Berichtete von meiner Affäre mit Hill, ihrer Schwangerschaft, von den Nächten mit den anderen beiden Frauen. Ich erzählte von Bensons Merkwürdigkeiten und davon, dass der Colonel mich zu meiden schien. Und teilte ihm mit wo ich mich derzeit aufhielt.
      Er versprach sich nach dem Verlauf des Falles zu erkundigen und gab mir schließlich die Telefonnummer einer Anwältin. "Allison Hart ist ein echtes Miststück! Die Frau hat nicht nur Haare auf den Zähnen sondern auch Eier in der Hose. Ich rufe sie an und warne sie vor - geben Sie mir zehn Minuten Vorsprung, Gibbs. Wir hören von einander!"
      Ich brummte einen knappen Gruß und legte auf, einen Blick auf die Uhr werfend.