Wie ein Vater [NCIS]

      Wie ein Vater [NCIS]

      Titel: Wie ein Vater

      Autorin: Franziska

      Art: Oneshot

      Thema: Vater/Tochterbeziehung

      Umfang: 1450 Wörter

      Charaktere: Ziva, Gibbs

      Inhalt: Ziva ruft Gibbs von Israel aus an, nachdem ihr Tony am Flughafen ins Gewissen geredet hat (Ende von S11E02). Sie will mit ihm über die letzten Jahre sprechen...

      Disclaimer: Alle kursiv geschriebenen Textzeilen sind aus der Serie übernommen. An diesen habe ich keine Rechte.

      Anmerkung: Vermutlich nicht eins meiner besten Werke, aber ich will es hier, sowie auch auf keiner der anderen Sites, auf denen ich vertreten bin, niemandem vorenthalten.



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      ,,Was soll ich bloß unsern Freunden sagen?"

      ,,Dass du völlig recht hattest. Dass ich neu anfangen muss."

      ,,Ja schon. Aber wir beide wissen, das ist nicht genug für Abby!"

      ,,Dann sag' ihr, dass ich Gibbs alle Ehre mache."

      ,,Gibbs?"

      ,,Ich werde es für ihn beenden."

      ,,Natürlich. Gibbs."

      ,,Er soll stolz auf mich sein. Er hat mir beigebracht auf mein Herz zu hören. Und ich weiß ich muss, egal was es ist, ich werde es allein tun müssen. Ich muss alles loslassen. Sonst wird es mich wieder dorthin ziehen wo's angefangen hat. Richte Abby das von mir aus. Sie wird es verstehen."

      ,,Das mach ich. Und was ist mit Gibbs? Willst du ihn anrufen?"

      ,,Ich weiß es nicht."

      ,,Wenigstens anrufen!"

      ,,Ich weiß nicht, ob ich das kann!"

      ,,Du wirst es schon schaffen. Du weißt, wie er am Telefon ist: krankhaft schweigsam! Du wirst kaum merken, dass er dran ist. Er kann zuhören!"

      ,,Tony, ...du wirst..."

      ,,Immer witziger? Gutaussehender? Was?"

      ,,So geliebt."

      ***

      Er nahm sich eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank heraus und hielt sie sich an die Backe, die nach der Schlägerei in einer dunklen Seitengasse, noch immer schmerzte. Sein Handy begann zu klingeln und er setzte sich an den Küchentisch. Er holte das Mobiltelefon hervor und blickte auf die angezeigte Nummer. Vorher noch einen großen Schluck aus der Flasche trinkend, hob er ab.

      ,,Hey Ziva."

      <><><><><>

      ,,Hi Gibbs!" Es war schön ihn, selbst durch das rauschende Telefon, zu hören und ihm antworten zu können.

      ,,Wo bist du?" Der Grauhaarige klang durch meinen Anruf leicht aufgewühlt. Ich glaubte, einen gewissen Unterton zu erkennen. Sorgte er sich um mich?

      ,,In Tel Aviv", antwortete ich bereitwillig.

      ,,Und wo in Tel Aviv?"

      ,,Ich wohne zur Zeit in einem wohnlichen Zimmer einer kleinen Pension. Ich habe hier alles was ich brauche: ein Bett, einen Schrank, ein Bad mit fließend Wasser, sogar ein Sofa und einen kleinen Fernseher. Eben ein Dach über dem Kopf. Es ist sehr gemütlich hier."

      ,,Schön. Aber du hast mich doch nicht angerufen, um mir das zu sagen, oder? Wieso hast du mich wirklich angerufen?"

      Ich schwieg und fragte mich in Gedanken, ob es womöglich doch keine gute Idee von Tony und Entscheidung von mir gewesen war, Gibbs anzurufen.

      ,,Ziva?"

      ,,Weil.. ich.. naja, ich wollte einfach mal hören, was du machst und wie es dir geht. Ein kurze Unterhaltung..", versuchte ich mich nun herauszureden und damit dem sonst folgenden Gespräch auszuweichen.

      ,,Und worüber? Du hast sicher einen bestimmten Grund. Du rufst nicht ,einfach mal so' an. Was ist los?"

      Ich atmete durch, sammelte meinen Mut und begann das zu sagen, weshalb ich eigentlich in der Leitung war. ,,Ich.. ich wollte mich bei dir bedanken."

      Gespannt wartete ich auf seine Reaktion und hoffte, er würde nicht gleich wieder auflegen.

      ,,Wofür denn bedanken?" Anscheinend hatte er Zeit, sein Ohr meiner Stimme zu widmen und ich begann zu erklären.

      ,,Für alles. Einfach für alles. Dafür, dass ich vor acht Jahren in dein Team kommen durfte.

      ..Dass du mich gedeckt hast, als ich Ari in deinem Keller erschossen habe und du damit sogar deinen Job gefährdet hast. Es war ein Risiko für dich und trotzdem hast du mich aufgenommen."

      ,,Das war eigentlich eher Jennys Entscheidung", warf Gibbs ein.

      Doch ich hielt dagegen: ,,Aber du hättest es auch verweigern können. Du hast mich, trotz der Tatsache, dass mein Bruder Kate, ein Mitglied deines Teams, erschossen hat, nicht verstoßen. Du hast mich ein Teil deines Teams werden lassen und mir auch geholfen, meine Gefühle zum Eindruck zu bringen."

      Gibbs lachte, jedoch fiel mir zunächst nicht auf, warum. ,,Zum Ausdruck, Ziva."

      Seine Verbesserung ließ mich schmunzeln, aber machte mich trotzdem gleichzeitig traurig. Das hatte ich vermisst. Die ständigen Sprachfehler, die ich machte und die immer wieder von anderen, hauptsächlich meinen ehemaligen Teamkollegen, verbessert wurden. Das würde jetzt leider aufhören, auch wenn es mich manchmal genervt hat. Denn nun war ich in Israel und hier sprach man meine Muttersprache: Hebräisch.

      ,,Wie auch immer es heißt. Durch dich war ich bald nicht mehr die gefühlskalte Mossad-Agentin. Du hast mir beigebracht auf mein Herz zu hören." Mir standen die Tränen in den Augen, als ich das sagte. Er fehlte mir wirklich sehr, genauso wie Tony und das ganze Team. ,,Du hast mich einen guten Verbindungsoffizier werden lassen. Du hast mich, nachdem ich gegangen war, wieder zurückgenommen. Ich konnte durch dich eine richtige NCIS-Agentin werden."

      ,,Du hast aber dafür gekämpft, Ziva. Das warst du, nicht ich."

      ,,Schon, aber.." Ich machte eine kurze Pause. Es bedeutete mir sehr viel mit ihm zu sprechen. Und es fiel mir schwer, ihm das zu sagen.

      ,, ..Du warst immer für mich da. Du hast mich, meine Gefühle und Ansichten geachtet und dich um mich gekümmert. Und du hast dich auch manchmal gesorgt, selbst wenn du es jetzt nicht zugeben willst, ich habe es bemerkt." Ich stockte und überlegte, ob ich fortfahren sollte und entschied mich dafür. ,,..Du warst mir ein besserer Vater, als Eli es jemals hätte sein können. Nach seinem Tod hast du mich dabei unterstützt, Bodnar zu finden. Ich bin dir so unendlich dankbar! Du bist für mich wie ein Vater und du sollst stolz auf mich sein." Froh darüber, dass es endlich raus war, atmete ich einmal tief aus und redete weiter. ,,Aber ich brauche einen Neuanfang, Gibbs. Ich bin nach Elis Tod an die Orte zurückgekehrt, an denen ich mit meiner Familie war. Mit Ari, meiner Schwester Tali. Ich war am Grab meiner Großeltern und meiner Mutter. Es war mir wichtig. Aber als ich Deena getroffen habe.." Ich seufzte. Ich war verzweifelt und traurig, wusste aber auch, dass ich das Richtige getan hatte. Für mich. ,,Ich wusste, dass sie recht hatte. Ich kann nicht mehr mit dieser Schuld leben. Ich musste gehen. Gibbs, ..bitte verzeih mir. Es tut mir leid, dass ich einfach ohne Vorwarnung gegangen bin."

      ,,Ziva..." Er setzte schon dazu an, mich zu korrigieren, doch ich kam ihm zuvor.

      ,,Und ich weiß, dass es gegen Regel sechs verstößt, das zu sagen, aber ich muss es tun. Ich mache mir noch immer Vorwürfe, euch zurückgelassen zu haben. Und deshalb muss ich mich entschuldigen. Es tut mir leid, Gibbs. Es tut mir unendlich leid,

      ...Vater."

      <><><><><>

      Ich konnte im ersten Moment nicht wirklich glauben, was Ziva gesagt hatte. Doch dann realisierte ich: sie hatte mich Vater genannt! Ziva war in den letzten Jahren wie eine Tochter für mich geworden und mir sehr ans Herz gewachsen. Und jetzt zu hören, dass sie mich als ihr Vater und nicht mehr als strengen Boss ansah, überraschte mich.

      ,,Ziva, ich..." Ich fand zuerst nicht die richtigen Worte, aber fasste mich wieder und begann zu reden. ,,Ziva, du bist für mich wie eine Tochter! Und von dir zu erfahren, dass du mich als Vater siehst, macht mich unglaublich stolz! Genauso stolz wie ich damals auf Kelly war und immer noch bin! Und du brauchst dich nicht zu entschuldigen, ich weiß, dass es dir schwer gefallen ist, diese Entscheidung zu treffen. Aber ich respektiere sie und kann es auch verstehen, warum du so entscheiden musstest. Eigentlich müsste ich dir danken. Für die schönen Jahre mit dir im Team. Sicher, nachdem Kate gestorben war, waren wir alle nicht sonderlich gut auf dich zu sprechen, aber du hast es geschafft, alle auf deine Seite zu ziehen und wieder Leben in unser Team zu bringen, nachdem Ari Kates genommen hatte." Ich seufzte. Kate. Sie war damals wie eine Schwester für DiNozzo gewesen. Aber für mich war sie leider nie mehr als eine sehr gute Agentin und Freundin geworden. Anders als bei Ziva, die die Tochterrolle in meinem Leben nach so vielen Jahren wieder besetzt hatte und die Leere füllen konnte.

      ,,Sitzt schon jemand wieder an meinem Platz?"

      ,,Nein. Tony hofft immer noch, dass du zurückkommst. Abby hat deine israelische Flagge in ihrem Labor aufgestellt, als Erinnerung an dich und klammert sich genauso wie Tony an das letzte Fünkchen Hoffnung, dass du mit deinen kleinen Geschenken zurückgelassen hast. Und das tue ich auch." Ich musste an eine traurig weinende und schluchzende Abby zurückdenken, die mir in den Armen lag. Sie war unglaublich verzweifelt und wusste nicht, mit Zivas Abschied umzugehen. ,,Aber ich weiß, nach diesem Gespräch wird es zumindest bei mir keine Hoffnung mehr geben", sagte ich.

      Ich musste mich sehr zusammenreißen, um nicht der Trauer in mir zu verfallen und Ziva anzubetteln, zurück nach D.C. zu kommen. ,,Ich bin froh, dass du mich angerufen hast, Ziva. Es ist sehr schön gewesen, deine Stimme noch einmal zu hören und mit dir zu sprechen", wollte ich das Telefonat beenden.

      ,,Gibbs, warte!"

      ,,Ja?"

      ,, ...Ich vermisse dich. Und ich-" Sie zögerte. ,,Ich hab dich lieb."

      ,,Ich dich auch, Töchterchen."

      Und dann war nur noch das erbitterte Tuten in der Leitung zu hören, nachdem Ziva aufgelegt hatte.
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      He is definitely not making cappuccino! :D
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