Rosen für Caitlin

      Rosen für Caitlin

      Titel: Rosen für Caitlin

      Autor: Franziska (SWAK)

      Art: Oneshot

      Umfang: ca. 2500 Wörter

      Fandom: NCIS

      Inhalt:
      24. Mai 2005, 24. Mai 2015.
      15 Jahre, eine Geschichte und ein Agent, der verzweifelt
      versucht, mit der Vergangenheit abzuschließen.

      ~ Zum 10. Todestag von Special Agent Caitlin Todd ~

      Charaktere / Pairing: Kibbs (Kate/Gibbs) feat. Ziva

      Anmerkung: Ich bedauere noch immer Kates Tod, da ich sie sehr gemocht habe; deshalb dieser Oneshot zu ihrem zehnten Todestag.
      Diese kleine Story wurde außerdem bereits zum richtigen Datum auf diversen anderen Websites gepostet.



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      24. Mai 2015

      Prolog

      Das Papier war verblichen, die Blumen schon lange vor Trockenheit zu Pulver gewandelt. Trotzdem lagen die Überreste davon noch immer unter dem Scharfschützengewehr in seinem Keller. Er hatte es nicht über sich gebracht, die Erinnerungen, die damit verbunden waren, fortzuwerfen. Die Rosen, die einst von dem heute nur noch blassroten und dem zusätzlich darum geschlungenen, durchsichtigen Plastikpapier umgeben waren, hatte die Zeit längst eingeholt und waren zu Staub zerfallen.

      Als er am Morgen erwacht war, wusste er genau, welcher schwere Tag ihm bevorstand. Seine Unsicherheit dazu, ob seine Teamkollegen sich daran erinnerten oder diese Tatsache mittlerweile verdrängt hatten, war so präsent, wie nie zuvor.

      Heute waren es zehn Jahre, trotzdem es fühlte sich so an, als ob er bis gerade eben neben ihr gestanden hätte.

      Aber sie war tot, nicht wiederzubringen. Und doch sahen alle die Schatten, die sie mit ihrem vorangegangenen Leben hinterlassen hatte.

      Ihre Augen waren leer, starrten in das Nichts des Himmels bei ihrer letzten realen Begegnung, die nur noch einer der beiden wahrnehmen konnte. Er wurde bei ihrem quälenden Anblick von Wut und Trauer erfasst und seine Machtlosigkeit brachte ihn um den Verstand.

      ––––––––––––––––––––


      Rote Rosen

      Das Klingeln seines Handys riss ihn aus den unruhig verlaufenen Träumen. ,,Ja, Gibbs?“

      ,,Morgen, Boss. Wir haben einen Mehrfachmord in Norfolk. Das hiesige Policedepartment hat es auf deinem Anschluss versucht, aber weil du noch nicht da warst, bin ich rangegangen“, erklang DiNozzos Stimme. Welche Ironie, dass es uns ausgerechnet heute nach Norfolk verschlägt, schoss es durch den Kopf des Grauhaarigen, doch er versuchte, seine trüben Gedanken weitestgehend fortzuschieben, in die hinterste Ecke seines Hirns und überspielte den Vorgang mit einer abfällig klingenden Bemerkung: ,,Du bist schon auf dem Navy Yard?“ Die Ungläubigkeit, die in seinen Worten mitschwang, war unüberhörbar.

      ,,Ich-ich… nicht so wichtig“, gab Tony knapp zurück und seufzte leise am anderen Ende der Leitung.

      ,,Sind McGee und… Bishop schon da?“ Der Silberfuchs hatte sich selbst dabei ertappt, wie er beinahe erst Kate und dann Ziva aussprechen wollte, bis er schließlich den richtigen Namen erwischt hatte.

      ,,Sie sind auf dem Weg.“

      ,,In Ordnung, gib mir die Adresse und wir treffen uns am Tatort.“

      Jene Stelle befand sich in einer kleinen, abgelegenen Seitengasse. Doch der Teamleiter war nicht richtig bei der Sache, genauso wenig wie der sonst so fröhliche Italiener.

      ,,Was ist los, Tony? Ist dir eine Laus über die Leber gelaufen?“ Ellie sah ihn verwundert von der Seite an.

      ,,Nein, es ist nur… Was geht dich das eigentlich an?!“, endete er schließlich patzig und blickte mit einem leicht verwirrten Blick zu seiner blonden Kollegin. Diese hatte solch eine Antwort nicht erwartet: ,,Ich wollte ja nur wissen, ob alles okay ist! Du bist schon die ganze Zeit so abwesend.“

      ,,Sorry, Bish, aber… einer meiner Goldfische ist letzte Nacht gestorben.“

      ,,Oh, das tut mir leid für dich.“ Mitfühlend legte Ellie eine Hand auf seine Schulter.

      ,,DiNozzo!“

      Augenblicklich schnellte sein Kopf wieder in die Höhe und er versuchte, die derzeitige Situation zu überspielen.

      ,,Ich werde lieber weiter Fotos machen.“

      ,,Gute Idee!“

      Zornig verschwand der Grauhaarige noch einmal hinter dem Truck.

      ,,Wie hieß er denn? Und wieso eigentlich Fische? Ich dachte, du hast nur einen“, wunderte sich McGee.

      ,,Nein, ich habe noch einen in das Glas gesetzt, Ziva. Aber sie ist jetzt so ganz allein. Kate trieb letzte Nacht reglos an der Wasseroberfläche.“ Bekümmert schüttelte er den Kopf und setzte zu einem weiteren Tatortfoto an, als er von hinten an der Schulter gepackt und grob umgedreht wurde.

      ,,DINOZZO, WAS HABE ICH GERADE EBEN NOCH GESAGT?!“ So sauer war Gibbs schon lange nicht mehr gewesen, denn er kochte förmlich vor Wut und seine Gesichtsfarbe stieg beim Schreien ins Rötliche.

      ,,Boss, ich-“

      ,,Nichts ‛Boss’! Nimm dein Zeug und fahr zum Navy Yard! Mach da wenigstens irgendetwas produktives!!“

      Tony griff eingeschüchtert nach seinem Rucksack und lief zur Straße, um sich ein Taxi aus dem dichten Verkehr herauszuwinken. Jethro fuhr sich mit der Hand übers Gesicht. Wie konnte ihm nur so ein Gefühlsausbruch unterlaufen? Normalerweise hatte er sich doch sonst auch immer im Zaun.

      ,,Jethro!“ Ducky kam von hinten an ihn heran. ,,Bist du sicher, dass es dir gut geht?“

      ,,Ja, wieso denn auch nicht? Oder haben Sie an mir etwas auszusetzen, Dr. Mallard?!“

      ,,Naja, also wenn ich ehrlich sein soll, siehst du meinen Freunden aus der Pathologie farblich sehr ähnlich…“

      ,,Ach was! So ein Unsinn. Wann sind sie gestorben?“ Er deutete mit dem Kopf in Richtung der Leichen.

      ,,Hm, die Leichenstarre ist bereits eingetreten. Daher würde ich sagen, mindestens vor zwölf Stunden“, erklärte der Rechtsmediziner.

      ,,Okay, danke, Duck.“ Gibbs notierte es sich auf seinem Notizblock und wandte dem Tatort wieder den Rücken zu. Der heutige Tag konnte nur noch in einem einzigen Chaos enden, da war er sich wirklich sicher.

      ,,Was hast du für mich, Abs?“ Mit dem altbekannten Caf-Pow! in der Hand betrat er das Labor der Goth, blieb jedoch abrupt stehen und stellte den Becher auf dem Beweismitteltisch ab. ,,Abby?“

      ,,Ja?“ Sie wandte sich von ihrem Computer ab zu Gibbs.

      ,,Was ist mit deiner Musik?“ Es herrschte beängstigende Stille in dem Kellerraum und der Ausdruck der jungen Frau verriet, dass sie etwas bedrückte. ,,Ich bin heute nicht dazu in Stimmung. Was möchtest du wissen?“, sagte sie in einem eintönigen Klang ihrer normalerweise lebensfrohen Stimme.

      ,,Alles okay?“ Betretenes Schweigen schlug ihm entgegen. Abby drehte sich mit dem Gesicht von dem Grauhaarigen weg.

      ,,Abs?“ Er umrundete sie schleichend und sah sie besorgt an.

      ,,Ach Gibbs!“ Mit einem Mal fiel sie ihm um den Hals und brach in nicht aufhörende Tränen aus.

      ,,Ssshh. Alles wird gut. Was ist los?“

      ,,Heute ist einfach nur ein schrecklicher Tag! Heute ist der 24. Mai… Die letzten Jahre habe ich mich jedes Mal krank schreiben lassen, aber ich konnte das nicht wieder machen. Ich renne andauernd vor den Dingen davon und traue mich nicht, mich ihnen zu stellen, weil… weil ich zu feige bin!“

      ,,Abs. Vor was läufst du davon?“

      ,,Wie gesagt, heute ist… Ach, du müsstest doch wissen, was heute für ein Tag ist! Oder hast du sie etwa schon vergessen?! Heute ist… Heute sind es auf den Tag genau 10 Jahre. Und es macht mich total fertig, weil ich weiß, dass ich auch jetzt noch nicht damit klar komme, weil sie eine so unglaublich gute Freundin war und ich… Ich vermisse sie so sehr!“ Weitere Tränen traten in ihre geröteten Augen und liefen durch ihre Schminke schwarz gefärbt ihre Wangen hinunter.

      ,,Nein. Ich hab es nicht vergessen. Ich habe sie nicht vergessen. Und für mich ist heute wahrscheinlich ein genauso schlimmer Tag, wie für dich und alle anderen auch.“

      ***

      ,,Was habt ihr?“

      ,,Abdul Hamid, Junis Kamal, Majid Hanifa. Alle aus dem Osten in die USA eingewandert. Bis vor kurzem haben sie gemeinsam in einem kleinen Mechanikbetrieb gearbeitet, als sie nach einer Schlägerei mit mehreren Kunden gefeuert wurden“, begann Bishop.

      ,,Weiter?“

      ,,Nun ja, Boss, viel mehr haben wir jetzt noch nicht rausgefunden. McGee telefoniert gerade mit den hiesigen Polizeibehörden, vielleicht haben die was mitbekommen.“

      In diesem Moment knallte Timothy den Hörer zurück auf die Station.

      ,,Boss, also…“

      ,,Ja, McGee?“

      ,,Naja, die vom PD haben mir gesagt, dass… Also, gestern gerieten zwei Polizisten mit drei Männern in eine Schießerei, nachdem die zwischen ihnen eine Übergabe von Extasy beobachtet hatten. Die Polizisten haben sich danach schwerverletzt zum nächsten Haus geschleppt, wo eine junge Frau den Krankenwagen verständigte. Beide liegen mittlerweile in Aufwachräumen nach mehrstündigen Not-OPs. Das war kein Mord, das war Notwehr.“

      ,,Und da die Cops aus Norfolk in die Sache verwickelt waren, nehme ich an, dass die die Ermittlungen übernehmen möchten“, schloss Ellie aus Tims Erklärung.

      ,,So ist es. Der Officer am Telefon bat mich um alle bisherigen Ergebnisse, sowie um das sichergestellt Beweismaterial.“

      ,,Und übergeben wir den Fall jetzt einfach?“ Skeptisch zog die Blondine eine Braue nach oben und beobachtete den ehemaligen Gunny von der Seite.

      ,,Ich… ich denke schon. Ja, schickt denen alles rüber, was wir haben. Wir können auch mal eine Pause gebrauchen.“

      ,,In Ordnung.“ Nickend lief Bishop zu ihrem Schreibtisch hinüber. ,,Ich denke, ich sammle dann die Akten zusammen, ich muss nur noch kurz die Protokolle abstempeln. Der wievielte ist heute?“

      ,,Der 24.“, kam es von Tony, der bis dahin nichts von sich gegeben hatte, McGee und Gibbs gleichzeitig.

      ,,Okay - oh…“ Bishop begriff nach nur wenigen Sekunden, warum alle dieses Datum auf dem Kieker hatten. Sie vergaß ja schließlich nichts und verband Special Agent Todds Akte mit einer Packung Cracker am Abend allein im Büro. Heute war der 24. Mai 2015. Und vor genau zehn Jahren war Caitlin von dem Terroristen Ari Haswari erschossen worden.

      ***

      Auf der Fahrt zu seinem Haus, schweiften seine Gedanken immer wieder zu seiner toten Agentin ab. Aufs Neue sah er vor seinem inneren Auge in Zeitlupe, wie die Kugel in Kates Stirn eindrang und das Blut auf DiNozzos Gesicht spritzte. Als wäre es nur wenige Stunde her gewesen, so erinnerte er sich an jedes Detail. Am Abend des verhängnisvollen Tages hatte er Blumen gekauft und sie auf jenem Dach abgelegt, auf dem sie ermordet worden war. Ruckartig trat er auf die Bremse. Das war es. Vielleicht konnte er so ein wenig besser damit abschließen - und eventuell sogar aufhören, sich selbst für ihren Tod verantwortlich zu machen, auch wenn es scheinbar doch seinem Konto zuzurechnen war. Er wendete den Wagen mit einer scharfen Kurve auf der Mitte der Straße und fuhr in die entgegengesetzte Richtung zu vorher geradewegs zu einem Blumenladen, demselben wie damals.

      Als er durch die Tür trat, kam eine ergraute Frau auf ihn zu.

      ,,Wie kann ich Ihnen helfen?“ Sie erblickte seine Züge und eine Erinnerung zog an ihr vorbei: Derselbe Mann mit komplett roten Augen, der einige Minuten vor Feierabend in ihren Laden tritt und um einen Strauß Rosen bittet.

      ,,Habe ich Sie nicht schon einmal gesehen?“

      ,,Ich wundere mich, dass Sie sich noch daran erinnern, das ist ewig her.“

      ,,Ich weiß es auch nicht, aber Sie sind mir einfach im Gedächtnis geblieben. Sie kamen das erste Mal so… aufgelöst herüber.“

      ,,Eine einmalige Sache.“

      ,,Und das hatte ich mir gedacht. Wahrscheinlich erinnere ich mich deshalb.“

      Erstes Schweigen macht sich in dem kleinen Raum breit, bis die Verkäuferin es mit abgehackten Worten auflöst: ,,Das… Dasselbe..?“

      ,,Ja.“

      Rasch holte sie einige Rosen aus einem Wasserständer und band sie zu einem Strauß zusammen mit ein bisschen Grünem in rotes Papier. Nachdenklich beobachtete er sie. Ihre Handbewegungen waren geschickt, bewusst und ihre Gestik kam ihm vertraut vor, als sie fertig war und ihm die Blumen reichte.

      ,,Bitte sehr.“ Mit aufeinander gepressten Lippen nahm er sie entgegen und spielte daraufhin an einer Ecke durchweichtem Papier.

      ,,Was macht das?“, fragte er leise.

      ,,Nichts.“ Das hatte er keineswegs erwartet und so schaut er schließlich auf, um mit einem durchdringenden, fast stechenden Blick zu antworten: ,,Ich will nicht bevorzugt werden, nur weil ich vor etlichen Jahren mal hier gewesen bin.“

      ,,Nein, ich möchte es so. Überbringen Sie ihn. Ich bin mir sicher, Sie haben einen guten Verwendungszweck dafür.“ In ihren Augen lag eine unglaublich sanftmütige Milde und die solche Spur von trauerndem Mitleid, die ihn nachgeben ließ.

      ,,Danke.“

      Mit einem Nicken und dem Strauß in einer Hand verließ er einen Seufzer nachziehend den Laden. Jethro stieg in seinen gelben Dodge, der von Regentropfen, die nun vom Himmel herabfielen, gesprenkelt war, und startete mit einem mulmigen Gefühl den Motor.

      Andächtig trat er in das hallende Lagerhaus und schloss die schwere Eisentür hinter sich. Hier hatte die Schießerei begonnen, die sie zu jener Zeit vorerst erfolgreich auf das Dach des Hauses verlegt hatten. Holzbretter und Palettenstapel türmten sich auf und seine Gedanken drehten sich, als er daran vorbeilief, um den 24.05.2005. Noch einmal spielte sich alles erlebte im Geiste ab, bevor er mit schleppendem Schritt die knarrenden Holztreppen hinaufstieg.

      Oben herrschte ein frischer Wind von durchregneten Böen durchzogen und zielstrebig ging er auf die eine Stelle zu. Er wusste genau, wo sie einst gefallen war; wie konnte man so etwas auch vergessen? Gibbs kniete langsam nieder und platzierte die Rosen in der imaginären sich für ihn noch warm anfühlenden Blutlache. Ein weiteres Flashback durchfuhr ihn. Wie er in die Richtung des Schützen gezielt hatte Aris Namen gefährlich flüsternd und wie er danach erst richtig realisiert hatte, Kate war getroffen worden.

      ,,Kate? Kate?! Caitlin!“ Flehend und hilflos hatte er ihren noch nicht kalten Körper in den Armen gehalten, ihr Gesicht gegen seine Brust gedrückt. DiNozzo war längst zur Treppe geflüchtet, um erfolglos zu verbergen, dass er seinen durcheinander geratenen Gefühlen erlag. Aber Jethro erging es nicht anders, auch seine Augen hatten sich mit schmerzerfüllten Tränen gefüllt, die er leise auf ihre Schutzweste niedergeweint hatte.

      Der starke Marine brach mitsamt seiner Scheinfassade in sich zusammen.

      Ob es Liebe gewesen war? Er wusste es nicht.

      Aber warum hatte er ausgerechnet rote Rosen gekauft, damals wie heute? Trotzdem war er sich in keinem Punkt zu diesem Thema sicher. Vermutlich war es auch nur ein verzweifelter Versuch, das Erlebte zu verarbeiten.

      ***

      Seine Kleidung war nach Stunden im Regen völlig durchnässt und eine Erkältung war nicht nur absehbar sondern sicher, denn schon jetzt musste er von Zeit zu Zeit niesen. Endlich richtete er sich auf und erhob sich von dem rauen, kalten Stein. Die größtenteils von Wolken verdeckte Sonne war bereits dabei, das Tageslicht verschwinden zu lassen und das rote Papier, welches um die Blumen gewickelt war, war durch die Nässe dunkelrot geworden. Er ließ sie dort liegen und begab sich auf den Rückweg, als er aus dem Augenwinkel eine Person auf dem gegenüberliegenden Dach wahrnahm. Leichtfüßig rannte er die Stufen hinab, über die Straße zu dem Gebäude, von dem aus Haswari sich als Scharfschütze versucht hatte.

      Angespannt betrat er den primitiven Aufzug. Dieser hatte keinen Notfall Schalter, um ihn zwischenzeitlich auszuschalten und stehen bleiben zu lassen, aber den brauchte Jethro auch zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Oben angekommen hievte er das Schutzgitter in die Höhe und schritt eilig weiter zu der Tür nach draußen. Fest drückte er die Klinge nach unten und stemmte sich dagegen, sodass jene mit gewaltigem Bogen aufschwang. Eine dunkelhaarige Frau stand mit in den Manteltaschen vergrabenen Händen nahe dem Rand zum Abgrund und starrte auf die Bodenfläche vor sich.

      ,,Ziva?“

      Sie zuckte zusammen und wandte sich erschrocken zu ihm.

      ,,Gibbs, was machst du hier?“

      ,,Genaus dasselbe könnte ich dich fragen“, erwiderte er unberührt. Ihr Gesichtsausdruck verweilte in verwirrter Starre, bis sie zu einer Antwort ansetzte: ,,Du weißt, was heute für ein Tag ist. Und ich kam her zu der Stelle, wo Ari den Abzug gedrückt hat. Um Kate zu gedenken.“

      Stille.

      Ihr Kopf neigte sich und die Fäuste gruben sich tiefer in die Taschen des grauen Mantels.

      ,,Ich… Ich kannte sie nicht, aber… Irgendwie habe ich mich dazu verpflichtet gefühlt, wenigstens heute, nach zehn Jahren, herzukommen, um mich… um mich zu entschuldigen.“

      Gibbs wollte bereits anfangen, sie zu kritisieren, doch Ziva kam ihm zuvor: ,,Ich weiß, ich weiß, da gibt es eine Regel. Aber mein Bruder hat Schuld an Caitlins Tod …und ich habe ihn umgebracht.“

      ,,Das heißt aber nicht, dass du all seine Schulden damit auf dich nimmst. Du löst sie dadurch eher auf.“


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      He is definitely not making cappuccino! :D
      Slap the face would be humiliating. Back of the head is a wake-up call ^^
      It's dolphins in moonlight! 8o
      You made a choice. ;(
      Puuuh, ich muss mich erstmal sammeln!

      Zunächst finde ich es sehr schön, dass du die Geschichte auch mit uns geteilt hast. Kate am zehnten Jahrestag zu gedenken ist wirklich eine tolle Idee - sind es wirklich schon zehn Jahre?! Mein Gott, wie die Zeit vergeht.

      Der Prolog hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen. Man kam so richtig in die Stimmung rein und wurde von der Situation ergriffen. Deine Wortwahl und die Sätze waren sehr schön, hat mir richtig gut gefallen.
      Man hat auch richtig gemerkt, wie - vor allem Tony, Gibbs und Abby - mit diesem Tag umgeht und wie es auch die anderen betrifft. Zwischendurch war mir ein wenig viel Dialog und zu wenig von dieser Atmosphäre, die du im Prolog geschaffen hast, aber das wurde nach dem einen Kapitel auch wieder besser :)
      Schön, dass Ziva auch noch aufgetaucht ist, wobei ich mir am Ende, glaube ich, lieber eine Szene mit Gibbs allein gewünscht hätte. Also einen Epilog ähnlich des Prologs.

      Insgesamt hat mir der Oneshot aber wirklich gut gefallen, du hast einen tollen Schreibstil und es lies sich alles sehr flüssig lesen.

      LG
      Kerstin

      I'm with you until the wheels come off.