Libellen und fliegende Teppiche *CROSSOVER* WHUMP* Thread 22 - 32.2 *voll*

      Libellen und fliegende Teppiche *CROSSOVER* WHUMP* Thread 22 - 32.2 *voll*

      Name der Story: Libellen und fliegende Teppiche
      Autor: CaptainCalvinCat
      Beta-Reader: gibt beta-Hearer, also Leute denen ich das vorlese, aber gebetat als solches wurde nicht. Ist glaub ich ein ziemlicher Fehler, hm? ^^
      Rating: ab 16
      Spoiler: Man sollte eventuell die von mir geschriebene FF “Schweinehunde unter sich“ – hier Thread Nummer 1 und die Story „Spiegelungen“ kennen. Ansonsten wären Kenntnisse in den Star Trek Inkarnationen „Das nächste Jahrhundert“, „Deep Space Nine“ und „Voyager“, sowie „Battlestar Galactica“, „Stargate – Kommando SG-1“ und „Disneys Aladdin“, von Vorteil
      Pairing: Agatha / Cal, Jasmin/Aladdin
      Disclaimer: Written just for fun, no harm done..


      Historische Anmerkung
      Der Prolog und das erste Kapitel der hier dargelegten Geschehnisse finden im Jahr 2379 statt und damit zwischen den Kapitel 31 und 32 der Geschichte „Spiegelungen“, sowie vor den Ereignissen, die im ersten Star Trek : Titan-Buch „Taking Wing“ beschrieben wurden. Das zweite Kapitel ereignet sich nach dem Start der U.S.S. Titan . Die Kapitelteile, die ausschließlich in Agrabah spielen, ereignen sich in der relativen Disney-Zeit, die durch den Autoren aus dramaturgischen Gründen ins Jahr 2995 v. Chr. gerückt werden.


      Kapitel 30.2

      Sich aus der Dunkelheit wieder ins Licht, die Helligkeit des Bewusstseins zu kämpfen, stellte sich für Timothy McGee als im Ersten aller Momente nicht unbedingt sonderlich praktikabel heraus. Wann immer er das Augenwerk aufzustemmen versuchte, merkte er, wie unendlich müde er eigentlich war und wie sehr sein eigener Körper ihm die Behandlung, die er gerade eben erhalten hatte, verübeln wollte.
      Sicher - er schien eine Kugel in den Rücken bekommen zu haben.
      Natürlich, sowas war mit Schmerzen verbunden.
      Aber - er war immer noch lebendig, selbst wenn sein Körper ihn deswegen jeden Atemzug schmerzhaft spüren lies.
      "Kommen … raus!" hörte er die bellende, befehlende Stimme Leroy Jethro Gibbs, "Kommen … aus… o… i … schieße!"
      Mit wem auch immer Gibbs dort kommunizierte, er war nicht willens, seine Position zu verlassen. Eher schien das Gegenteil der Fall zu sein.
      Und dann antwortete eine Stimme, die McGee verdammt bekannt vorkam: "…cht schießen… ir sinds."
      Abby?
      Wieso war Abby hier? Das war doch garantiert wieder irgendeine Falle. Man hatte sie alle wieder betäubt und an diese komischen Gerätschaften angeschlossen - oder sie waren gar nicht wirklich frei gewesen.
      Wie konnte er so dämlich sein? Natürlich war nichts hiervon echt. Zwar war dieses Realitätskonstrukt eine Spur realistischer als das, was man ihm am Anfang aufgetischt hatte, komplett mit der Hochzeit seiner Person mit Jessica - die Jahre in der Zukunft stattfand und in der er keinen Job beim NCIS mehr hatte und Gibbs gestorben war - aber auch diese Realität hatte zwei, drei kleine Knackpunkte, die ihn stutzig machten.
      Einerseits seine komplette Orientierungslosigkeit in diesem Gebäude. Er war doch eigentlich ein guter Fährtenleser, da müsste es doch möglich sein, sich in einem Haus zu orientieren.
      Zweitens: Der alte Cal. Sicherlich - McGee hatte akzeptiert, dass er in einer Star Trek Story war, hatte akzeptiert, dass Starfleetoffiziere gerne mal in der Zeit umherreisten und das Cal, nach dem was Sam Carter ihm erzählt hatte, ein regelrechter Doctor Who war, wenn es darum ging, im zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert aufzutauchen. Aber ein SO alter Cal?
      Das stimmte doch hinten und vorne nicht.
      Drittens: Kurz bevor Felicity Cat ihn ausgeknocked hatte, sah sie aus wie Mirage/Morgana aus Disneys Aladdin.
      Erneut etwas, das vorne und hinten nicht stimmte. Hier hatte - wer auch immer sie gekidnapped hatte - vor, sie generell und in großem Stil zu foppen.
      Aber nicht mit ihm - nisch mi’m Command… äh … nicht mit Timothy McGee.
      Endlich schaffte er es, sich ins Land der Wachen zurückzukämpfen, blinzelte gegen die unendliche Müdigkeit an und sah eine über ihn gebeugte Jessica, die ihn beunruhigt anblickte. Und dann schob sich Abby Sciuto ins Sichtfeld.
      SO! Jetzt war klar, dass hier was nicht Stimmte. Abigail Sciuto weilte in Washington, sicher und vor allem beschützt durch den NCIS. Niemals würde sich die Chefforensikerin nach Dubai begeben um…

      "Direktor Vance ist getroffen worden.", meldete sich die rauchige Stimme der hübschen Laborgoth und Tim musste erneut den Kopf schütteln. Das alles stimmte nicht, das alles war eine Lüge. Warum sollte sich denn ausgerechnet Director Vance nach Dubai begeben?
      Welchen Sinn, welchen Zweck hatte dies?
      Tim wusste es nicht - er wusste nur, dass er der Sachlage jetzt nicht unbedingt traute (und das war noch ein krasser Euphemismus).
      Und folgerichtig sprachen Tonnen von Zweifeln aus ihm, als er es doch geschafft hatte, Luft zu holen und anzufangen zu sprechen: "A…bb…y, was macht Ihr hier?"

      "Das würde mich auch mal interessieren"
      Mit diesen Worten schaltete sich Gibbs in die Unterhaltung ein. Er blickte zur Labor-Goth, ließ die Waffe sinken und warf dann einen Blick in die Richtung, in die Abby gedeutet hatte. Dann rannte er los.

      Warum waren sowohl Abby als auch Vance hier? Vor allem Vance?
      Seine alten Navy-Sinne begannen, zu erwachen.
      Vance war sein Kommandant. Als solcher hatte er im Hauptquartier zu sitzen, die Berichte im Beamtendekathlon - also lesen, verstehen, kopieren, tackern, lochen, abheften, Kopien dem Büroboten zukommen lassen, Kaffee trinken und entspannen - zu besiegen, sich aufzuregen, dass seine Untergebenen eine Quote nicht erfüllten, oder diese loben, wenn sie einen besonders kniffligen Fall gelöst hatten. Was NICHT zu seinem Aufgabenfeld zählte, war einem x-beliebigen Team hinterherzureisen, wenn dieses auf einer eher semi-offiziellen Mission verschütt gegangen ist.
      Allerdings - und das hatte Gibbs schon sehr zeitig mitbekommen - war Vance nicht unbedingt die Sorte Direktor, die sich sklavisch an die Dienstvorschriften hielt. Er war schon mal selber vor Ort, ging Risiken ein, was man von Jenny Shephard jetzt so nicht hatte behaupten können.
      Von daher erschien es auch dem Marine in ihm durchaus als logisch an, dass Vance diese Mission machte.
      Und dennoch wusste er auf elementarer Ebene, dass es eine große Dummheit von Leon gewesen war, die ihn leicht das Leben kosten konnte.
      Und während er diesen Gedanken nachhing, hatte er den leblos-wirkenden Körper des NCIS-Direktors erreicht, ging neben ihm in die Knie und tastete nach seinem Puls.
      "Uff", konnte sich Gibbs ein erleichtertes Aufatmen nicht verkneifen, "Sie leben noch, Leon."
      Sprachs und tat etwas, das er vermutlich in der wirklichen Fernsehserie nie machen würde, weil man sich damit über die Kommandokette hinwegsetzte - er verpasste Leon einen Headslap.
      Der Direktor öffnete die Augen, blickte seinen Untergebenen an und erhob sich: "Ich nehme an, Sie haben einen Grund für diese Handlung, Special Agent Gibbs?"
      "Nur den, dass ich es bei meinen Untergebenen auch getan hätte, wenn sie sich auf eine derart dumme Aktion eingelassen hätten."
      Vance blickte sein Gegenüber aus braunen Augen an, in denen Gibbs nicht direkt sehen konnte, wie es um seinen emotionalen Zustand bestellt war: "Ich bin keiner Ihrer Untergebenen."
      "Das stimmt. Und dennoch war diese Aktion nicht unbedingt militärisch einwandfrei."

      "Tim, bist Du in Ordnung?"
      Die Sorge, die dieser Frage innewohnte, fiel McGee gleich als Erstes auf und er blickte zu Abby herüber: "Ich bin… verblüfft."
      Japp, er war gerade in den Rücken geschossen worden und - lebte immer noch.

      TBC

      Kapitel 30.3


      Es klopfte.
      Die Rothaarige öffnete die Tür und verfluchte sich innerhalb einer Millisekunde selbst. Der Mann, der dort vor ihr stand, hätte nicht hier sein dürfen - hätte sie gar nicht erst kennen dürfen. Er trug einen Strohhut auf dem Kopf, ein Hawaiihemd, eine Khaki-Hose und eine Kamera - so, als wolle er Urlaubsfotos schießen. Damit korrespondierten jedoch weder die beiden Schlägertypen, die ihn links und rechts flankierten, noch die Pistole, die auf sie gerichtet war.
      Verdammt, sie hatte ihren Vater zu Besuch, hatte der Mann mit dem Strohhut etwa vor…

      Und dann ging der Schuss los.
      Sie spürte nichts - "Hat er mich tatsächlich verfehlt?", schoss es ihr durch den Kopf - dann kehrte mit der Gewalt eines Tsunamis der Schmerz in ihren Körper ein. Die linke Hüfte brannte wie Feuer, sie sah, wie durch eine rote Sonnenbrille, wie dort eine Blutfontäne eruptierte, wie die Kaffeetasse, die sie in der Hand hatte, in Zeitlupe zu Boden fiel und fühlte dann den harten Aufschlag auf den Glastisch. Dann - nichts mehr.


      Tim musste den Kopf schütteln. Richtig, so - oder so ähnlich - stellte er sich die sieben Bilder vor, die Comicgeschichte geschrieben hatten. Der Anschlag des Jokers auf Barbara Gordon in "The Killing Joke" - der dazu führte, dass Barbara Gordon von der Hüfte abwärts gelähmt war und bis vor kurzem als Oracle die Position der Chefin einer Gruppe innehatte, die "Birds of Prey" - Raubvögel - genannt war.
      Doch das vor einem Monat geendete Event Comic "Flashpoint" hatte alles verändert, eine neue Realität geschaffen - oder, wie es klarer genannt werden müsste: einen Reboot. Seitdem sind einige Charaktere der Batfamily verschwunden, andere haben ihre alte Position wiedererhalten - zu ihnen zählt auch Barbara Gordon, die inzwischen nicht mehr gelähmt ist.

      Wieso musste der Computergeek an genau diese Situation denken? Mochte es daran liegen,dass auch er mit einem Schuss niedergestreckt worden war - wenn auch nicht in die Hüfte, sondern in den Rücken? Vermutlich, aber - das Verblüffende war, dass er sich zwar fühlte, als habe man ihn durch sämtliche Heiß-, Trocken- und sonstigen Mangeln gedreht, die man auf der Welt finden konnte - aber er dennoch seine Beine spüren konnte.
      Sollte ein Schuss in den Rücken nicht irgendwelche Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben?
      Irgendwie doch - schon - oder?
      Zumindest mehr als nur Rückenschmerzen.
      "W… wieso kann ich meine Beine noch fühlen?", murmelte er die unvermeidliche Frage und nun konnte er sehen, wie Tränen in Abbys Augen traten.
      "Hab ich auf dich geschossen?", fragte sie mit einer Stimme, in der sich Traurigkeit, Sorge und Panik Bahn brachen, "Hab ich… Oh Gott, McGee, das tut mir so leid."
      Erneut merkte der Computerfreund, wie die Schwerkraft deutlich mehr sein Freund wurde, als normalerweise, hatte er doch das Gefühl, irgendwie den Boden unter den Füßen zu verlieren.
      Abby hatte auf ihn geschossen. Warum? Weswegen?
      Doch als sie ihn ansah, mit diesen großen Augen, aus denen immer mehr Tränen flossen, konnte er nicht anders, er musste sie in den Arm nehmen, ihr sanft den Kopf streicheln und zuflüstern "Es wird alles wieder in Ordnung."
      Damit erhob er sich, Jessica und Abby reichten ihm je eine Hand und er richtete sich vorsichtig auf.
      Und - nein… kein Kribbeln in den Beinen, kein Gefühl, gleich wieder nach vorne zu sacken - ihm ging es gut.
      Wie war das möglich?

      Leon Vances Rücken tat weh. Er wusste nicht genau, wieso oder weswegen, - wobei, das traf nicht zu. Er wusste es. Der Rücken schien eine unheimliche Begegnung der dritten Art mit einer Waffe gehabt zu haben, die General Hank Landry vom SGC einen Intar genannt hatte und die anscheinend ein Vorläufer der EM-33 war, die noch während der ersten Mission von Jonathan Archer Verwendung fand. Noch wie heute erinnerte er sich daran, wie er damals erfahren hatte, dass die Abenteuer von Kirk im Fernsehen ausgestrahlt worden waren - er selbst war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht in der Vergangenheit aktiv, aber nach seiner Biografie - seiner Legende - wurde er am 09. Juli 1963 geboren und damit ungefähr 3 Jahre alt, als die Serie, die Trekkies als "Classic" bezeichneten, also die Abenteuer von Kirk und Co. im Fernsehsender NBC Prämiere feierte.
      Sollte dem Autoren übrigens die Serie NCIS nicht durch irgendwelche Rückblenden aus Vances Kindheit dazwischengrätschen, wissen wir natürlich nichts über dieselbe - und wenn dann doch mal: Naja, dieser gesamte Storybogen ist ja sowieso als Alternate Universe anzusehen.
      In diesem alternate Universe - nein, nicht jenem Mirror-Universe, in denen die Damen in sexy Bauchfrei-Varianten der Starfleet-Uniform rumlaufen, sondern in dem, das ich mir gerade ausdenke, hatte sich Vance in der Mitte der 80er in die Vergangenheit gebeamt, damit er im Jahr 1991 von Special Agent Whitney Sharp für den NCIS angeworben werden konnte. Im Jahr '91 war "Star Trek: The Next Generation" - also Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert, was auch ein Beweis dafür ist, wie man einen Serientitel so komplett verhunzen kann - in der vierten, respektive fünften Staffel, was bedeutet, dass sich Vance dieses mal mit dem Phänomen Star Trek beschäftigen musste und sich fragte, wer - zum Teufel - da die undichte Stelle war, welche die beinahe komplett-korrekte Zeitlinienentwicklung an Paramount weitergab.
      Der Mann, der mit beiden Sendungen und den entsprechenden Filmen in Verbindung gebracht wurde - Gene Roddenberry - war Vance nicht bekannt. Und an Zufälle wollte er nicht glauben.
      Das alles hatte ihn damals genau so unvorbereitet getroffen, wie der Headslap, den Gibbs ihm verpasste und seine Entscheidungen "militärisch nicht unbedingt einwandfrei" nannte.

      Zugegeben, Gibbs hatte recht. Er - Vance - hatte sich hereinlegenlassen wie es ein Frischling so zu tun pflegt und im Nachhinein könnte er sich für diese Dummheit ohrfeigen.
      Aber… gut, es war passiert.
      Seufzend folgte er Leroy Jethro Gibbs, erreichte Tim McGee und ging neben ihm in die Knie.
      "Special Agent", lächelte er und hob seine linke Hand: "Wieviel Finger?"
      "Drei."
      Vance konnte sich ein befriedigtes Nicken nicht verkneifen, ehe er dem gefallenen McGee die Hand reichte: "Kommen Sie hoch. Sie sind nicht tödlich getroffen worden und auch nicht gelähmt. Man hat sie mit einem Intar angeschossen."
      McGee, der die Hand Vances ergriff, zog sich in die Stehende: "Diese Waffe, mit der man mich und den Boss schon einmal ausgeschaltet hatte?"
      "Korrekt", nickte der Chef des NCIS, blickte sich dann um und deutete in Richtung Tür: "Also, dort geht es raus, ich würde vorschlagen, wir gehen, bevor uns das gebäude auf den Kopf fällt."
      "Gute Idee", lächelte Abby, griff nach Tims und nach Gibbs Hand und eilte los, versuchend, sie mitzuziehen.
      Verblüfft zuckte der eben noch angeschossene Special Agent McGee mit den Schultern, griff nach Jessicas Hand und bewegte sich dann in Zugrichtung.
      Auch Gibbs folgte - um stehenzubleiben.
      "Moment", sagte er, sah sich ebenfalls um und legte den Kopf schief: "Wir können noch nicht gehen."
      Director Vance blieb stehen, blickte seinen Untergebenen - der gar nicht sein Untergebener war - verblüfft an: "Und… wieso nicht, Senior Special Agent Gibbs?"
      "Jemand hat Agenten des NCIS entführt und mich würde interessieren wieso und weswegen."

      In einem Brennenden Gebäude eine Gruppensitzung abzuhalten, ist vielleicht nicht die Klügste aller Möglichkeiten, ein Verbrechen aufzulösen oder eine Frage zu klären. Hier, jetzt, in diesem Moment erschien es Leroy Jethro Gibbs jedoch als einzig gangbare Lösung.
      Das schien auch McGee so zu sehen, denn er hielt inne, machte sich von Abby los und nickte seinem Chef zu: "Wenn ich ehrlich bin, frage ich mich auch, wieso wir entführt wurden."
      "Vielleicht weil wir zu nahe an einer wichtigen Entdeckung dran waren?"
      Gibbs und McGee drehten sich verblüfft zu der Quelle der gesprochenen Frage um, der Special Agent - nicht der Senior Special Agent - trat auf sie zu und schaute ihr in die Augen: "Was genau meinst Du damit, Jessi?"
      Jessica Hanson zuckte die Schultern, lächelte zu Abby herüber, als diese ihren Namen - beziehungsweise die Verniedlichungsform - echote und wandte sich dann zu McGee herüber: "Nun, ich weiß auch nicht… könnte es nicht sein, dass wir hier über etwas gestolpert sind, über das wir nicht hätten stolpern sollen?"
      McGee runzelte die Stirn: "Wer sollte etwas dagegen haben, dass wir die Dragonfly finden? Ich meine, wir sind hierher geflogen, weil wir von Cal persönlich darauf hingewiesen wurden, dass sein Schiff hier ist."
      "Demselben Cal, das uns hier eingesperrt hatte.", merkte er nach ein paar Sekunden der Überlegung an, "Aber… das alles ergibt keinen Sinn."

      TBC


      Kapitel 30.4

      Es war wie in einem dieser schlechten - oder vielleicht auch besseren - Filme. Plötzlich schien die Zeit still zu stehen, die Luft sich nicht mehr zu bewegen und die Lautstärke signifikant verringert zu werden. Kein Laut, kein Sound, kein Geräusch dran an Daniels Ohren, abgesehen von einem plötzlichen Keuchen des Mannes, der eine ältere Version Captain Calvin Cats zu sein schien. Das Aufprallen der Kniescheiben Cals auf dem Boden war objektiv nicht zu hören, subjektiv für Daniel aber laut wie Donner. Und als der Starfleetoffizier dann mit dem Gesicht nach vorne auf den Boden knallte, glaubte er das Brechen einer Nase zu hören.
      ' Ruf den Notarzt, ruf den Notarzt. ', schoss es Daniel durch den Kopf.
      Dann stieß ihn jemand zur Seite und der Anthropologe musste gar nicht lang überlegen, wer es war. Als er die wehenden dunkelbraunen Haare sah, wusste er, dass Felicity Cat an ihm vorbeistürmte und als sie den Mann, der ihr Vorfahre war, auf den Rücken drehte, ihn schüttelte und entsetzt seinen Namen keuchte, konnte er sehen, wie sich a) das Gesicht Cals entspannte und Leere in seine Augen trat und b) konnte er hören, dass sich Felicity tatsächlich um den Gefallenen sorgte.
      ' Ruf den Notarzt, ruf den Notarzt. ', wiederholte die Stimme in des Anthopologen Ohr, ' Ruf den Notarzt, ruf den verdammten Notarzt. '
      Und während Daniel nach seinem Handy fingerte - und seufzend festellte, dass man es ihm abgenommen hatte, was nicht so großartig verwundert, bedenkt man, dass dies eigentlich eine geheime Operation war, von der er dort entführt worden war, keuchte der noch einmal Captain auf, deutete gen Himmel, keuchte etwas - Daniel vermutete, dass es sich dabei um das eine Wort handelte, dass sein Herz bis jetzt hatte schlagen lassen - und erschlaffte.
      Nun war es an ihm, in die Knie zu sinken, nach Cals Puls zu tasten - er war nicht mehr vorhanden - und zu seufzen.
      Der Wissenschaftler blickte zu seiner Entführerin, die ihn mehrfach betäubt hatte, verschleppt und mit einem Intar angeschossen und tat etwas, das vielleicht die Meisten verwirren mochte, Daniel aber aus tiefstem Herzensgrunde tun wollte. Er umarmte sie, legte ihr tröstend eine Hand auf den Hinterkopf und murmelte beruhigende Worte.

      Felicity hatte den Notarzt gerufen, dieser war nach einer gefühlten Ewigkeit eingetroffen, man hatte noch versucht, den Offizier zu reanimieren, aber es stellte sich als fruchtloses Unterfangen heraus. Den Leichnam des Captains auf die Trage verbracht, hoben die beiden Sanitäter selbige an, verstauten sie im Rettungswagen und machten sich auf den Weg. Daniel und seine Entführerin folgten im Auto.
      Vielleicht war es, weil er sich selbst nicht nach Konversation fühlte, aber - er blickte zu Felicity und stellte fest, dass diese nun sehr höllisch konzentriert fuhr. Kurz holte er Luft, wollte etwas sagen - Worte des Beileids - Im Rückspiegel flackerten Scheinwerfer auf. Waren sie tatsächlich schon so lange unterwegs gewesen, dass es notwendig war, die Scheinwerfer anzuschalten? Offenbar, denn nun griff - wenn auch wie automatisch - Felicity nach dem Schalter für die Scheinwerfer und ließ sie aufflammen, während vor ihnen der Krankenwagen Blaulicht und Sirene einschaltete und schneller fuhr.
      Daniel runzelte die Stirn, warf einen Blick in den Rückspiegel - mehrere Autos folgten ihnen, alle das selbe Fabrikat, wie er gerade feststellte. Und dann fiel ihm auf, dass diese Wagen, bis auf den Krankentransporter, nicht nur alle das Fabrikat teilten - es waren Autos, die dem Gefährt, in dem er unterwegs war, aufs Haar glichen - auch wenn Autos keine Haare haben.

      Konvoi.
      Der Anthropologe seufzte, wandte sich an Felicity: "Was habt ihr vor?"
      "Den Captain retten."
      "Retten?"
      Daniel hob eine Augenbraue, "Er ist tot. Ich habe es genau gespürt. Und du - du hast…"
      Er stockte, als sie eine Pistole zog.
      "Wo hast Du die wieder her?"
      Dann schoss grelles Licht in seine Augen…

      und er richtete sich auf.
      Calvin Nathan Cat wurde in einem Rollstuhl hereingeführt, sah sein Gegenüber an und seufzte: "Sorry, ich glaube, wir beide sind nicht totzukriegen, kann das sein?"
      Daniel runzelte die Stirn, erhob sich aus dem Krankenbett, in das man ihn gelegt hatte und schüttelte den Kopf: "Weißt du eigentlich, dass unsere Leser inzwischen vermutlich kaum noch mitkommen, was echt ist und was falsch? Was ist wahr? Was ist gelogen?"
      "Was wahr ist, Doktor? Alles ist wahr."
      Der Anthropologe seufzte: "Komm mir nicht mit der Garak-Nummer und sag jetzt nicht 'besonders die Lügen' denn ansonsten werde ich dir, ob alter Mann oder nicht, in den Hintern treten."
      "Kann es sein, dass Du ein bisschen angesäuert bist?"
      "Wie kommst Du darauf, Cal? Ich hab nur gedacht, ich sehe wie ein alter Freund von mir stirbt und würde von seiner Nachfahrin ins Gesicht geschossen, aber ansonsten gehts mir gold."
      Cal grinste: "Gut."
      Damit drehte er sich um und rollte los, ein "Folg mir" sagend.
      Weswegen Daniel dies tat, weswegen er tat, wie ihm geheißen, verstand der Anthropologe selbst nicht - aber er tat es. Er folgte dem Rollstuhlfahrenden Captain wie ein braves Hündchen.
      Vielleicht würde er es ihm ja irgendwann auch verraten. oder nicht.

      TBC


      Kapitel 30.5

      "Was meinen Sie, Doktor Mallard?", erhob Jimmy Palmer die Stimme, als er seinem Lehrmeister gegenüber Platz genommen hatte und die Stimme gesenkt. In der Kantine des NCIS war zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwar kaum jemand - wenn man von Lewis, dem Kantinenwirt und Doug, dem Kellner absah - aber dennoch war das, was dem jungen Coroner gerade durch den Kopf schoss, nichts, was man in normaler Zimmerlautstärke diskutieren sollte.
      Donald Mallard hob den Kopf, schaute sich um und lächelte dann ein sehnsüchtiges, erinnerungsgetränktes Pathologenlächeln: "Ich glaube, ich werde die Pathologie hier vermissen."
      Gut, das war nicht ganz die Antwort, die sich Palmer erhofft hatte, aber - es war schon mal ein guter Start. Sicher, sie hatten die neue Pathologie schon einmal besichtigen dürfen - und sie war wirklich ein Meilenstein architektonischer Baukunst. Die Laufwege wurden extra-kurz gehalten, das Equipment war auf dem aller-aller-neuesten Stand und man hatte aus dem Stromausfall-Debakel vor einigen Jahren gelernt und sogar einen Kühlschrank eingebaut, der im Falle eines Falles von den Mitarbeitern verwendet werden konnte, verderbliche Ware zu kühlen. Natürlich würde dieser erst im wichtigen Fall in Aktion gesetzt werden. Das hatte man den Erbsenzählern versprechen müssen, die den gesamten Umzug abgesegnet hatten.

      Und dann verzog Donald Mallard das Gesicht.
      "Wir müssten uns für das neue Hauptquartier auch einen neuen Chefkoch leisten können", murmelte er, schnitt in seine Malzeit (Hühnchen mit Erdnusssoße), spießte eine Probe auf und hielt sie Jimmy zur Verkostung hin. Der Coroner nahm den Happen vorsichtig mit seiner Gabel von Duckys und führte die Probe dann zum Mund.
      Auf seinem Gaumen explodierte eine Bombe schlechten Geschmacks. Das Hühnchen war zu trocken, die Soße war definitiv zu Sauer und die Konsistenz beider ließ einen auf gar keinen Fall einen Nachschlag holen wollen.
      "Japp, ein neuer Chefkoch würde der Stimmung hier auf die Beine helfen.", stellte der junge Mann fest, schnitt dann in seine Pizza, probierte und legte den Kopf schief: "Meines geht."
      Dann hob er den Blick und schaute zu Mallard: "Was ich eigentlich wissen wollte… was denken Sie über… naja… Sie wissen schon."
      Der Angesprochene blickte zurück und Jimmy konnte sehen, dass in seinen Augen der Schalk funkelte: "Nein, erläutern Sie es."
      "Doktor Mallard.", entfuhr es dem Coroner - vielleicht eine Spur zu genervt -, was Ducky dazu brachte, Luft zu holen. Nun konnten Geübte sehen, dass in seinen Augen der Schalk eine Spur zurückgegangen war, dafür sowas wie Mißbilligung erschien. Doch diese war schnell wieder verschwunden.
      "Ich denke, dass sie die Dragonfly gefunden haben werden - ansonsten wären sie nicht angegriffen worden und man hätte sie nicht für tot gehalten."
      "Das glaube ich auch", nickte Jimmy, "Nur - was meinen Sie in welchem Zustand das Schiff ist?"
      "Hm"

      Ducky lehnte sich zurück, legte nachdenklich den Kopf schief und überlegte.
      Im Jahr 1933 - also im Jahr seiner Geburt - fand man im Hamble, einem Fluss in Hampshire, das Wrack der Grace Dieu. Nein, das ist so nicht ganz richtig - man hatte das Schiff schon vorher (im Jahr 1847) gefunden, allerdings konnte man es 1933 erst richtig zuordnen. Leider hatte er nie herausgefunden, in welchem Zustand das Schiff damals war, als man es bergen konnte und heute ärgerte es ihn. Schließlich hätte man so Parameter gehabt, nach denen man die Kondition der Dragonfly einigermaßen hätte vorhersagen können. Andererseits hatte man sicherlich gerade in der Zukunft vollkommen neuartige Technologien zur Verfügung, weshalb die Vorhersagen doch recht fehlerhaft gewesen wären.
      Daher musste der alte Mediziner mit den Schultern zucken: "Ich weiß es nicht, Mister Palmer. Aber erwarten Sie lieber nicht allzu viel - sie könnten enttäuscht werden."

      TBC

      Kapitel 31 - Ra thought he was a god-

      Kapitel 31.1.



      "Das kann verdammt noch mal nicht sein Ernst sein.", murmelte der Mann und die junge, hübsche Prinzessin neben ihm legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter: "Beruhige dich bitte."
      "Beruhigen? BERUHIGEN?", schoss es aus Calvin Cats Mund und er wirbelte herum: "Jasmin - überleg mal. Die ganze Nummer, in der wir uns befinden, wird die Zeitlinie dermaßen von durcheinander bringen, das ist nicht mehr komisch."
      Die angesprochene Frau seufzte, legte sich ins Bett und ihren Kopf aufs dafür vorgesehene Kopfkissen, während der Sternenflottencaptain wie ein aufgescheuchter, ruhe- und rastloser Tiger im Raum umherlief.
      "Vermutlich sind wir auch noch schuld dran.", seufzte er, ließ sich dann auf einen Stuhl nieder und blickte Jasmin an, die seinen Blick verwundert erwiderte: "Bitte?"
      "Naja - wir hätten gar nicht hier sein sollen. Vielleicht ist das so ein Schmetterlings-Effekt-Ding. Kleine Ursache, große Wirkung. Wir sind hier, dadurch ändert sich die Vergangenheit und die Zukunft gleich sowieso."
      Die arabische Prinzessin seufzte: "Ist es Dir schon einmal in den Sinn gekommen, dass Ihr damit nichts zu tun haben könntet? Ich meine - Ra ist nicht hinter euch her. Er möchte 'das, was ihm gehört', also Papyrus und Theti. Und die beiden wären auch ohne euer Zutun nach Agrabah gekommen."
      Dies schien Wirkung zu zeitigen - Cal stoppte, öffnete den Mund etwas zu sagen, stockte erneut, legte den Kopf schief und trat auf den Balkon zu.

      Vielleicht hatte die Prinzessin ja auch recht? Zwar fanden sich in den ganzen historischen Aufzeichnungen keine Berichte darüber, dass Jasmin, Aladdin und Agrabah real waren - andererseits hatte man das auch eine zeitlang über die Götter der anderen Kulturkreise gedacht, bis zumindest Ra, Apophis, Sokar und wie sie alle hießen, sich dazu entschlossen, mal "Tach" zu sagen. Von daher… was WUSSTE man überhaupt? Bis die Vulkanier im Jahr 2063 für alle sichtbar auf der Erde landeten, waren Kontakte zwischen Menschen und Außerirdischen eher auf der Theorie der "Alien Abduction" - oder "Entführung durch Ausserirdische"- basierend. Die Entführten wurden in der Regel als Spinner und Verrückte abgetan, aber nach dem Jahr 2063 fand ein relativ großes Umdenken statt und man bewertete so manches neu. Dass sich daraus nicht eine Welt entwickelt hatte, die sich vor lauter Furcht ans große Aufrüsten und danach auslöschen begab, war etwas, das selbst den Captain erstaunte und gleichzeitig beruhigte. Egal wie sehr man die Menschen auch gerne als Barbaren angesehen hatte - und die Menschen hatten im Laufe der Geschichte ziemlich barbarische Sachen getan - der Fakt, dass nach der Offenbarung, dass ausserirdisches Leben existierte, die gesamte Menschheit nicht wie ein Mann zur nächsten Waffenkammer schritt und sich bewaffnete, zeigte, dass der Doktor - wenn auch nur eine Fernsehfigur - recht hatte, wenn er das Potential dieser Rasse sah.

      Cal seufzte - einerseits wohlig, als die Wärme des Abends ihn umfing wie eine Bettdecke, andererseits genervt, weil diese Pyramide über ihnen war und er einfach keine Ahnung hatte. Das war das große Problem. Er hatte keine Ahnung, was zu tun wäre. Aber… andererseits stellte sich die Frage, wie sich dies von der normalen Situation unterschied. Und als Cal kurz darüber nachdachte, kam er zu dem wenig schmeichelhaften Schluss, dass da keine große Differenz war - normalerweise war es Agathas Hirnschmalz, der die Situation löste. Jene Agatha, die jetzt auf der anderen Seite dieses verdammten Kraftfeldes war, das die Goa'Uld aufgebaut hatten. Jene Agatha, die vermutlich wieder eine brilliante Idee hatte, während er nicht mehr tun konnte, als den Job zu erledigen, der ihm damals vom Schicksal gegeben wurde: Plucky comic relief - also der Sidekick zu sein.
      Und dann spürte er hinter sich Jasmin, die ihm wieder die Hand auf die Schulter legte, neben ihn trat und ihm beruhigend zulächelte: "Ich bin sicher - es wird sich alles zum Besten wenden."
      'Klar - richtig -sagt die Traumgestalt.', schoss es Cal durch den Kopf und obwohl er selbigen danach schütteln musste, stellte er fest, dass ihn die Konstellation nicht großartig überraschte. Jasmin war die Kompetente. Selbst gezeichnete Figuren waren kompetenter als er.
      Das könnte in einem schon eine tiefe, emotionale Krise auslösen - wenn man nicht der Captain der Dragonfly wäre, der für sich beschlossen hat, dass sein Mottolied irgendwann der klassische Chancon von Udo Lindenberg wäre: "Das geht mir alles so am Arsch vorbei."
      Er wusste, dass er nicht der große Held war, er wusste, dass, wenn diese Story nicht komplett ausgedacht wäre, sondern auf harten Fakten beruhen würde, er vermutlich in der Ecke liegen und seine Wut ausschreien würde, weil ihm nichts einfiel und Jasmin einfach nur noch lauter schreien würde, dass er doch gefälligst ruhig sein sollte.
      Er wusste, dass Agatha ihn garantiert nicht retten würde - vermutlich würde eine realistischere Episode auf der Dragonfly doch eher nach dem Raumschiff Highlander Motto laufen, die Crew würde also ihre Arbeit machen und den Volltrottel, der da den Captains Chair mit Beschlag belegt hatte, ignorieren oder gar denken "Schau doch einfach auf den Bildschirm und atme - aber halt die Klappe."
      Das wäre in der Tat die realistischere Fassung - aber, um mal den großen Philosophen Michael Mittermeier zu zitieren: "Hier geht es nicht um Realismus."
      Also blickte er in die braunen Augen Jasmins, nickte ihr zu und schenkte ihr ein Lächeln: "Danke, Prinzessin. Ich danke Dir vielmals. "
      Er räusperte sich, wandte seinen Blick wieder dem goldenen Kraftfeld zu und überlegte: Es musste doch eine Möglichkeit geben…
      "Mein Geliebter, es wird kalt.", hauchte neben ihm Jasmin und Cal wäre fast vor Schreck auf die Ballustrade gesprungen, ehe ihm einfiel "Depp, über dir ist das große Mutterschiff der Goa'Uld und die könnten ein bisschen mißtrauisch werden, wenn der Prinz von Agrabah plötzlich mit Captain angesprochen wird."
      Also atmete er tief durch, legte ihr beide Hände auf die Schulter, lächelte und sagte: "Dann lass uns rein gehen, meine Geliebte."
      Und er war sowas von froh, dass diese Worte nicht ganz so vor Schmalz troffen, wie er befürchtet hatte.

      Nachdem der Vorhang gefallen war, hatte sich Jasmin umgedreht, betrachtete den Mann vor ihr lange und lächelte: "Das macht tatsächlich Spaß."
      Und sie konnte in seinen Augen sehen, dass er nicht den Hauch einer Ahnung davon hatte, was sie gerade meinte. Also trat sie auf ihn zu, glich die Höhendifferenz dadurch auf, dass sie zu ihm aufblickte und sprach mit Amüsement in der Stimme: "Oh mein Geliebter."
      Und erneut sah sie in den braunen Augen des Captains pures Unverständnis, gekrönt von der Frage, ob sie nun wirklich den Verstand verloren hatte.
      Wenn sie so darüber nachdachte, war dies eine Erklärung der Situation, in der sie sich befanden - aber wie oft landet schon einmal eine fliegende Pyramide auf dem Dach des Palastes?
      Dann -ENDLICH - sah sie, dass ihr Gegenüber verstanden hatte und bemerkte, wie er erleichtert ausatmete.
      Und mit einem Hauch von Ironie in der Stimme fragte er: "Kann es sein, dass Du mich gerade ein wenig vernatzt?"
      "Nur ein Wenig.", lächelte sie und deutete dann nach draußen: "Aber da unter dem Mutterschiff hätten wir definitiv keinen so netten Plausch haben können."
      "Da staunt der vordere Orient.", grinste Cal, griff er nach der Tischdecke, zog sie mit einem Ruck von selbigem und legte sie auf den Boden.
      Anschließend griff er nach einem Apfel, betrachtete die Frucht und positionierte sie dann in der Mitte der Tischdecke, griff sich ein paar Weintrauben, legte diese vor den Apfel zog dann um das Ensemble einen Kreis aus Bananen.
      Jasmin nickte.
      Der Captain hob den Kopf, lächelte - sagte etwas, das sie nicht ganz verstand, aber sie vermutete, es war das, was Cal, als er noch Prinz Doktor von Fiktivistien war, als fiktivistisch ausgegeben hätte. "Könntest Du das nochmal wiederholen?"
      "Please excuse the crudity of this model, I didn't have time to build it, to scale or to paint it.", zuckte der Mann mit den Schultern.
      Jetzt nur nicht mit den Augen rollen, Jasmin. , schoss es ihr durch den Kopf, also räusperte sie sich, schaute ihn an und legte fragend den Kopf schief: "Bitte?"
      "Entschuldige bitte, dass das Modell ein bisschen krude ist", übersetzte ihr Gegenüber, drehte den Apfel nochmal um die eigene Achse, so lange, bis er recht zufrieden mit der Positionierung wirkte, verteilte die Weintrauben noch mal anders und blickte dann zu Jasmin auf: "Naja, es ist nicht ganz maßstabsgetreu."
      Ein Lächeln zeigte sich auf den Lippen der Prinzessin und ein Kichern entfuhr ihrer Kehle: "Cal - wann solltest Du das denn bitte machen?
      "Stimmt auch wieder", schnippte der Captain mit den Fingern und betrachtete sein Werk: "Und ausserdem bin ich nie der große Künstler gewesen. Kann man erkennen, was das sein soll?"
      Die Prinzessin ging vor dem Obstsalat in die Hocke, betrachtete die Positionierung der Früchte und blickte dann hoch: "Agrabah - und zwar inklusive des merkwürdigen goldenen Lichtes, das uns umgibt."
      "Kraftfeld.", nickte Cal, ging seinerseits in die Hocke und deutete auf den Apfel.
      Jasmin folgte seinem Fingerzeig: "Das ist der Palast, die Weintrauben stellen die Stadt vor uns dar und die Bananen sind das 'Kraftfeld'."
      "Da staunt der hintere Orient.", machte der Sternenflottenoffizier und blickte sich um - als ob er was suchen würde.
      Jasmin hob den Kopf: "Alles klar?"
      Und der Captain - antwortete nicht, schaute sich weiter im Zimmer um, schritt auf die Tür zu, dann wieder auf die Obstschale, dann wieder auf…
      Die Prinzessin seufzte, griff nach dem Apfel, zielte…
      "AU!", machte der Kommandant der Dragonfly , griff nach dem Flugobst: "Hättest Du was dagegen, mir nicht den Apfel auf die Birne zu werfen?"
      "Was suchst du eigentlich?"
      "Etwas, mit dem ich die Pyramide symbolisieren kann."
      Jasmin rollte nun doch mit den Augen: "Cal - es braucht kein stimmiges Modell zu sein… leg den Palast wieder hin und lass uns planen."
      "Da staunt einjeder der sie kennt", grinste der Captain, warf einen Blick auf die Frucht in seiner Hand - "Wenn wir Schatten euch beleidigt" - und positionierte den Apfel dann wieder als Palast von Agrabah.
      Anschließend legte er sich vor die Tischdecke, betrachtete das krude Modell - Jasmin tat es ihm gleich und deutete auf den Blütenstil: "Wenn das die Pyramide ist, müssten wir doch einfach nur dorthingehen, das Kraftfeld abschalten- damit wäre der Weg frei."
      Sprachs, griff sich eine der Bananen und wollte sie gerade schälen, ehe sie überlegte: "Aber… das wäre viel zu einfach, oder?"
      Der Captain nickte, nahm ihr die Banane ab und legte sie dort ab, wo Jasmin sie hergenommen hatte. Er lächelte: "Sicherheitslücke geschlossen."
      Dann rollte er sich auf den Rücken, blickte gen Himmel - also gen Decke - und zuckte mit den Schultern: "Ein Goa'Uld Hatak besitzt zwar einen zentralen Schildgenerator - aber dies ist Ra's Flaggschiff und nicht der Hatak-Klasse zugehörig. "
      "Cheops-Klasse", nickte Jasmin, "Das hattest Du vorhin schon erwähnt. Und das heißt im Klartext, dass wir über Ras Schutzschilde nichts wissen?"
      Der Captain zuckte mit den Schultern - ein stummes Eingeständnis, wie die Prinzessin wusste.
      Sie blickte kurz zum Apfel, konnte sich nicht verkneifen, dass ihre Gesichtsmuskeln die Arbeit aufnahmen und ihre Lippen zu einem Lächeln verzogen. Mit einem Apfel hatte damals alles angefangen - mit einem Apfel und einem Lied.
      Und sie würde verdammt sein, wenn sie sich jetzt in die Rolle der Frau, die gerettet werden muss, zurückzog.
      "Captain", setzte Jasmin an, warf ihm einen Blick zu und zwinkerte dann: "Wie sieht es aus - können Sie sich vorstellen, uns auszubilden?"

      TBC

      Kapitel 31.2

      Xena, die Kriegerprinzessin, stand vor ihr. Keine holografische Simulation, sondern das, was anglophone Personen gerne als "the real deal" bezeichneten - irgendwann im frühen 21. Jahrhundert musste ein Werbefachmann, der seine Reklame an die Warenhauskette "Real" verkaufte, auch festgestellt haben, dass "real" und "deal" sich schriftlich und (englisch-)sprachig reimten und musste wohl auf die Idee gekommen sein, ein besonders günstiges oder gutes Angebot als "Real Deal des Tages" zu bezeichnen - leider schien er dann vergessen zu haben, den Gag, dass man "Real Deal" englisch aussprechen sollte, weiterzukommunizieren, was zu der gemischten Aussprache "Real Diehl des Tages" führte. Oder vielleicht war genau das der ganze Gag an der Kiste.

      Xena, die Kriegerprinzessin, stand also direkt vor ihr und Agatha Silverbird konnte sich ein Lächeln kaum verkneifen. So wie andere eventuell Jeanne D'Arc als Vorbild haben mochten, Louis Pasteur oder James T. Kirk, so war Xena eines ihrer Vorbilder gewesen. Sie erinnerte sich noch daran, wie sie das erste Mal eine Episode gesehen hatte und es auf Anraten einer guten Freundin aus Baden-Baden (Ursula ' Uschi' Nietnagel) geschehen war, als die Silverbirds dort wohnten.
      Und was hatte sie gleich den ersten Auftritt der Kriegerprinzessin cool gefunden - dieses "Ich habe gerade die Blutzufuhr zu deinem Gehirn unterbrochen" und so weiter… es hatte einfach etwas, stellte einfach eine Welt dar, in die sie sich flüchten konnte, wenn ihre Eltern mal wieder darauf hinwiesen, dass sie doch gefälligst lernen sollte.

      Prinzipiell war lernen ja kein großes Problem - im Gegenteil, es machte ihr Spaß - das Nervende war jedoch, dass immer höhere Erwartungen an sie gestellt wurden. "Du willst doch irgendwann einmal zur Starfleet-Academy?", hieß es dann meistens, wenn sie sich beschwerte, "Die akzeptieren nur die Besten und die Klügsten."
      Und ihre Eltern mussten es wissen - Agathas Mutter kommandierte die U.S.S. Rosas , ihr Vater war auf diesem Schiff als Kommunikationsoffizier tätig. Beide hatten sehr hart gearbeitet, um die jeweilige Position zu erreichen - und sie erwarteten das Gleiche von ihrer Tochter. Nun war Agatha harte Arbeit nicht fremd - wie ausgeführt, lernte sie gerne und je komplizierter der Zusammenhang war, der da erschlossen werden musste, desto besser. Andererseits möchte man hier und dann auch mal ein bisschen entspannen - besonders, dann, wenn um ihren Geburtstag herum, der Großteil der Region beschloss, gemeinsam durchzudrehen, sich zu verkleiden und Spaß zu haben. Als sie auf der Academy einmal über Aufzeichnungen der ersten Kirk-Mission gestolpert war und die Geschichte auf Beta II aufs Tableau kam, konnte sie sich ein Grinsen nicht verkneifen. Wer die Fassenacht in Hessen, den Karneval in Köln und Düsseldorf oder den Fasching in München überlebt hatte, den konnte auch die rote Stunde auf Beta II nicht schrecken. Und auch Agathas Eltern hatten mal ähnliche Kommentare abgegeben - dennoch hinderte es die Silverbirds nicht daran, kostümiert auf diversen Veranstaltungen aufzutauchen.

      Natürlich hatte Agathas Leben keine großartigen Härten - zu musste sie nicht unter einer Treppe wohnen, wie Kollege Harry Potter, war nicht mit einem Paket ausgeliefert worden, wie Jim Knopf und überhaupt konnte sie sich nicht allzusehr beklagen - wie gesagt: Wenn man davon absah, dass sich Agathas Freizeit damals tatsächlich etwas spärlich ausnahm.
      Aus dem Grund konnte sie den Jungen aus der Parallelklasse schon mal gleich gar nicht leiden. Dessen Eltern, ein Künstler-Ehepaar, schienen ihren Sproß machen zu lassen, was er wollte - oder sagen wir mal so - zumindest schien er einige mehr Freiheiten zu haben, als sie. Und irgendwie fuchste sie das, da er auch noch diese lockere, unbekümmerte Attitüde hatte, die ihr so auf die Nerven ging - und während sie sich auf die Bücher warf (oder eben eine Episode von Xena schaute)… gut, hatte er auch ein PADD in der Hand, in dem er las, aber im Gegensatz zur Literatur, die Agatha konsumierte, handelte es sich bei der Lektüre des Jungen aus der Parallelklasse um so genannte Mangas.

      Ihre Eltern hatten ihr den Konsum von Mangas jetzt nicht unbedingt verboten, aber als sie ihren Eltern von "Sailor Moon" erzählte, war die Reaktion darauf relativ verhalten - ein "Aha" und die Frage, wie weit sie mit ihren Hausaufgaben sei.
      Wie wichtig war da die Freundschaft zu Uschi Nietnagel - die sie, ganz in der Tradition ihres Vorfahren, zu einigen Späßen und Streichen animierte und dazu brachte, der Serie "Xena - Warrior Princess" eine Chance zu geben.

      Und nun stand Xena vor ihr, die blauen Augen strahlten kampfbereit und sie, Agatha, wollte am Liebsten einfach nur noch einen Kampfschrei ausstoßen, wie es Xena immer tat, um in die Schlacht zu ziehen. Aber sie konnte sich im letzten Moment beherrschen, holte stattdessen tief Luft und deutete auf den Palast hinter sich: "Prinzessin Jasmin und Prinz Doktor von Fiktivistien sind hinter den feindlichen Linien gefangen. Wir müssen sie herausholen und den Feind besiegen."
      Ein Blitzen in Xenas Augen, sie schien die Situation in sich aufzunehmen, dann blickte sie zu Hercules, der nickte: "Dieses goldene Licht - worum handelt es sich genau?"
      "Magie - im weitesten Sinne.", meldete sich Aladdin zu Worte.
      Sicher - aus seiner Sicht war diese fortschrittliche Technik von Magie nicht zu unterscheiden.
      Gabriella räusperte sich: "Und wie wollen wir dagegen angehen? Wir wissen nicht, wer diese Magie einsetzt."
      "Ra", schaute Theti zu ihr herüber, trat auf sie zu und reichte ihr die Hand: "Ich bin Prinzessin Theti, Tochter des Pharaos Mehren-Re, dem Herrscher der beiden Länder."
      "Sehr erfreut", lächelte die Bardin und beste Freundin Xenas, ehe sie zu eben jener Kriegerprinzessin herübersah, die immer noch nachdenklich dreinblickte, was Iolaus dazu brachte, laut los zu lachen: "Und die beiden haben einen Plan."
      Tatsächlich - auch Hercules hatte diese grübelnde Haltung eingenommen, einen Arm vor der Brust verschränkt, und die Hand des anderen Armes zum Kinn führend. Dann schaute er zu Theti: "Ra, sagst Du, ja?"
      Die angesprochene Prinzessin des Landes, das später Ägypten benannt werden sollte, nickte.
      "Dann kann ich vielleicht…", setzte Hercules an - doch stoppte, als Agatha Silverbird dazwischen ging.
      "Ja - und doch nicht. Sehen Sie, das dort", sagte sie und deutete auf die Pyramide, die auf dem Palast thronte, "ist kein Zeichen des Ras, wie Papyrus und Theti diesen kennen. Dieser 'Ra' ist ein Parasit, der den Körper eines jungen Mannes übernommen hat und dessen moderne Technologien uns allen wie Magie vorkommen."

      "Interessant"
      Hercules fixierte die hübsche Rothaarige kurz, betrachtete sie und lächelte: "Und darf ich fragen, woher Sie das wissen?"
      Ja, wie sollte man das jetzt erklären, ohne sich großartig verdächtig zu machen, mit Ra zu paktieren? Und gerade, als sie etwas sagen wollte, meldete sich die klare Stimme Thetis: "Sie ist auf unserer Seite, das sollte eigentlich reichen."
      "Sollte es", nickte Hercules.
      Und wenn man genau hingehört hätte, wäre einem aufgefallen, wie Agatha Silverbird ein ganz leiser Stoßseufzer entfleuchte.

      TBC

      Kapitel 31.3

      Razul war wenig erbaut darüber, als Nebencharakter behandelt zu werden - respektive: Am Nf'y-Gebirge stehen gelassen und dann vergessen worden zu sein. Daher kann man sich vorstellen, dass ihm irgendwann die Lust fehlte und er sich mit seinen Mannen aufmachte, die Wüste gen Heimat zu durchqueren - wobei da es da nun nicht SO viel zu durchqueren gab. Und gerade, als sie auf halber Strecke waren füllte unter einem unglaublichen Gedröhn eine fliegende Pyramide den Himmel über ihnen aus - so tief, dass sich die 40 Räuber und Razuls Mannen auf den Boden warfen. Einzig Cassim und Razul selbst blieben aufrecht sitzen und warfen einander einen wissenden Blick zu.
      "Würde mich auch wundern, wenn es bei einer Baustelle geblieben wäre", lächelte Aladdins Vater und gab seinem Pferd die Sporen.
      "Würde mich auch wundern, wenn es bei einer Baustelle geblieben wäre", äffte Razul Aladdins Vater nach und - tat dasselbe wie Cassim, er gab seinem Pferd die Sporen.

      Aladdins Vater hatte seinen "Blitz" in einen schnellen Galopp gelenkt - sein Pferd eilte mit rasendem Tempo auf die Stadt Agrabah zu und er selbst fragte sich, was dort wohl gerade vorgehen mochte. Dann sah er aus den Augenwinkeln eine Bewegung, drehte den Kopf. Neben ihm tauchte plötzlich "Wind" auf, schien für einige Sekunden noch schneller zu werden und den Hauptmann der Wachen an ihm vorbei zu tragen. Doch nicht mit ihm. Schnell tätschelte er seinem Hengst die Seite, murmelte ein "Wir wollen uns doch nicht von Razul und "Wind" schlagen lassen, oder?" in das Ohr des Pferdes und hielt sich fest, als dieses sich plötzlich aufbäumte und noch schneller wurde. Kopf an Kopf - Nüstern an Nüstern - schossen Rösser und Reiter dahin. Ihr Ziel - Agrabah - schien in greifbarer Nähe zu sein, als plötzlich zwei Dinge zeitgleich geschahen. Erst blieben die beiden Rösser - "Wind" und "Blitz" - auf der Stelle stehen, während ein goldener Lichtschein Agrabah einzuhüllen schien. Cassim konnte die Aufregung der beiden Rösser spüren und vollkommen nachvollziehen. Kurz wieherten die Tiere, tänzelten unruhig von links nach rechts und dann wieder zurück. Aladdins Vater tätschelte beruhigend die Flanke seines Pferdes, murmelte leise, milde Worte und konnte sehen, dass Razul es ihm gleichtat. Erneut blickten die Beiden einander an.

      Beinahe wären sie aus ihren Sätteln geflogen, als beide Pferde urplötzlich, wie aus dem Nichts, begannen, laut zu wiehern, sich aufzubäumen und wie wild zu gebähren - aber beide hielten sich krampfhaft im Sattel fest und konnten ihren Pferden keinen Vorwurf machen, als sie die unmenschlich-laute Stimme vernahmen, die über die weite Ebene hallte: "Volk von Agrabah! Ihr habt genommen, was mir gehört. Ich will die Abgesandten haben - ansonsten werdet Ihr vernichtet. "
      Und so schnell wie der Lärm gekommen war, war er auch wieder gegangen.
      Verblüffung ergriff Besitz von Cassim. Was konnte diese Stimme wohl meinen?
      "Die Prinzessinnen Theti und Song, sowie die Prinzen Papyrus und Doktor", erklang die Stimme Razuls - Cassim wandte sich ihm zu: "Bitte?"
      "Sie haben sich gerade gefragt, was die Stimme meinen könnte, hm? So gern ich ihren Sohn auch aus dem Palast werfen wollen würde…"
      "Sehr freundlich, Razul, sehr freundlich. Ich hoffe, Sie vergessen nicht, dass er der nächste Sultan wird."
      "Erinnern Sie mich nicht dran, Cassim.", schnitt der Hauptmann der Wachen eine Grimasse, seufzte, fuhr fort: "Es gibt eine Menge Schwierigkeiten, die direkt oder indirekt mit ihrem Sohn zu tun haben und für die ich ihn mit der größten Härte des Gesetzes bestrafen wollen würde - aber das da " - Razul deutete auf die Pyramide, die auf der Kuppel des Sultanenpalastes gelandet war - "hat mit Ihrem Sohn nichts zu tun."
      "Was bin ich froh, dass wir uns da einig sind", sprach Cassim, klopfte "Wind" nocheinmal auf die Seite, spürte, dass er sich beruhigt hatte und gab ihm erneut die Sporen.

      Beide Pferde flogen förmlich über den brennend heißen Wüstensand, rasten einem bestimmten Zielpunkt entgegen - dem Tor von Agrabah - das sie in dem Moment erreichten, in dem sie sahen, wie ein Pegasus landete und vier neue Personen abstiegen.
      "Definitiv zu viele neue Gesichter hier.", murmelte Razul leise, sah dann mit Mißtrauen im Blick, wie Aladdin auf den groß gewachsenen Dunkelhaarigen zuging und mit ihm sprach.
      In den langsameren Trab und nun in den noch langsameren Schritt gewechselt kamen "Wind" und "Blitz" mit ihren Reitern auf die Versammlung zu.
      Der Hauptmann der Wachen gab ein "Hooo" von sich und stieg ab.
      Er beäugte den großgewachsenen Dunkelhaarigen, seinen blondgelockten Begleiter, sowie zwei Personen, die ihm ein bisschen wie die geschlechtergetauschten Spiegelbilder der beiden Männer vorkamen. Eine großgewachsene Dunkelhaarige und eine Blonde, deren Haare jedoch nicht gelockt, sondern glatt waren.
      Dann blickte er sich um und fokussierte anschließend den 'Prinzen von Agrabah': "Straßenköter, wo ist Prinzessin Jasmin? Und was sind das für Figuren?"
      Keine Zeit für Höflichkeiten und Formalitäten - das war sowieso nicht seine Welt - lieber direkt zum Punkt kommen. Und als er sah, wie Aladdin sich kurz hilfesuchend in Richtung Agrabah umwandte, trat er auf ihn zu - doch da hatte ihm die attraktive Dunkelhaarige den Weg versperrt.
      "Die Prinzessin ist im Palast", sagte sie mit einer rauchigen, dunklen Stimme die mit ihrem Aussehen korrespondierte, "Und ich bin sicher, der jetzige, als auch der künftige Sultan würden es nicht gutheißen, wenn Sie Aladdin auch nur ein Haar krümmen würden."

      Also das war ja wohl die Höhe. Was bildete sich diese Frau eigentlich ein?
      Er war nicht irgendjemand, er war Razul und die einzige Frau, die es wagen konnte, ihn aufzuhalten, war Prinzessin Jasmin - aber auch nur, weil er ihr, ihrem Vater und ihrem Land gegenüber zu Loyalität verpflichtet war. Dieser Frau, die ihn gerade blockiert hatte, verdiente diese Art der Loyalität nicht, daher griff er nach seinem Schwert und hielt es an ihre Kehle: "Wag es dich noch einmal, Weib, und ich…"
      Weiter sollte er nicht kommen.
      Schmerz explodierte in seinem Körper, als die Dunkelhaarige mit schnellen Fingerschlägen, einige Druckpunkte berührte.
      "Ich habe die Blutzufuhr zu deinem Gehirn unterbrochen…", setzte sie an, "in 30 Sekunden wirst Du tot sein …"
      Und Razul merkte, wie sein Herz zwar pumpte, wie nicht gescheit, er jedoch den großen Schwindel spürte, von dem man sagte, dass er den Tod brächte.
      Dann hörte er die Stimme des hochgewachsenen Mannes: "Xena, lass das. Du hast nachher noch genug Zeit zum Spielen."
      Die Antwort - ein "Nur, wenn sich dieser Schleimbeutel entschuldigt" - klang nicht so, als hätte man jemanden zur Ordnung gerufen und dieser wüsste, was er falsch gemacht hätte, mehr so, als sähe die Frau ihn als eine Art "Spielzeug" an.
      Dann presste sie ihre Finger mit erhöhtem Druck in eine bestimmte Stelle seines Körpers - welche, war egal, denn die Schmerzen, die nun in seinem Körper detonierten, waren definitiv schlimmer, als die, die er vorhin ausgehalten hatte.
      Dunkelheit wogte heran, verschwand aber schnell wieder, als er in die grünen Augen Prinzessin Songs blickte.
      "Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen - wir wollen nur helfen, Agrabah zu befreien."
      TBC
      Kapitel 31.4

      Xena hob den Kopf.
      Der dicke Fleischkloß vor ihr hatte sich diese Behandlung ihrerseits ja mehr oder weniger selbst zuzuschreiben. Niemand stellt sich gegen diejenigen, die unter dem Schutz der Kriegerprinzessin stehen - und der Prinz von Agrabah, Aladdin, stand unter ihrem Schutz. Nicht, das er es nötig gehabt hätte - nach dem, was Hercules ihr so erzählt hatte, war der junge Prinz ein listenreicher Kämpfer, blitzgescheit und dennoch nicht von sich eingenommen, wie es gerne mal bei einigen der Kriegsherren der Fall war, die ihr zu ihren Lebzeiten untergekommen waren.
      Der blaue Flaschengeist, der offenbar ein Freund Aladdins war, hatte sie auf ihrem Weg nach Athen getroffen und gebeten, zu helfen. Und da sich Xena die Rettung derer, die Hilfe bedürftig waren, auf die Fahnen geschrieben hatte, sagte sie genauso zu, wie es Hercules tat, wenn auch aus weniger sentimentalen Gründen, als es ihr alter Freund getan hatte.
      Zumindest sagte sie sich das, seit sie auf dem Rücken des Pegasus's saß, jede Minute, die sie unterwegs gewesen waren.
      Das wissende, freche Lächeln von Gabriella versuchte sie von Stund an zu ignorieren.
      Aber wenn sie so ganz ehrlich mit sich selbst ins Gericht ging, dann traf es zum Teil natürlich schon zu, dass sie sentimentale Beweggründe hatte. Ein anderer Teil entfiel auf die Tatsache, dass es ihr einfach nicht schmeckte, wenn guten Leuten unrecht wiederfährt. Und nachdem, was sie so von Flaschengeist und Hercules über diesen Aladdin gehört hatte, war er ein guter Mann - und die Invasion einer fremden Macht definitiv Unrecht.

      Die Kriegerprinzessin ging neben dem Mann in die Knie, blickte zu der rothaarigen Frau, die sich vorher zu ihm heruntergebeugt hatte und tastete nach seinem Puls - was dieser durch ein leichtes Zusammenzucken quittierte.
      Da hatte jemand Angst - und irgendwie wunderte es sie absolut nicht.
      Erneut dieses freche Grinsen auf Gabriellas Gesicht, das sie förmlich in ihrem Rücken hören konnte.
      "Agrabah befreien", lächelte sie die Rothaarige an, "Gutes Ziel. Und wie wollen wir das anstellen?"
      Nun richtete sich die Frau auf, legte überlegend den Kopf schief und betrachtete wieder die goldene Lichtglocke, die sich über die Stadt gespannt hatte.
      "Wir wollten eigentlich dieses Gefährt dahinten als ein Pferd tarnen und es gut sichtbar abstellen", sagte nun Aladdin, "Dann würde Ra es reinholen…"
      Xena grinste: "Ich verstehe - hüte dich vor Agrabahnern, wenn sie Geschenke bringen."
      "Sie sind nun schon die Zweite, die diesen Satz sagt", blickte der Prinz von Agrabah sie mit Unverständnis und Frage an.
      "Oh?", hob die Kriegerprinzessin beide Augenbrauen, "Wer war die Erste?"
      Die hübsche Rothaarige neben ihr räusperte sich: "Erm… das dürfte ich gewesen sein - aber das ist auch eigentlich vollkommen unerheblich."
      "Nein, eigentlich nicht.", meldete sich nun Hercules zu Worte und deutete auf das Ding, das Aladdin als ein "Gefährt" bezeichnet hatte - und stellte natürlich die richtige Frage zum richtigen Zeitpunkt, nämlich "Was für ein Gefährt soll dies sein? Ich sehe keine Möglichkeiten, Pferde davor zu spannen."

      Neben ihr blickte die Rothaarige auf den Boden, schien ihn sehr eingehend zu betrachten und dann konnte man ein Seufzen hören. Der Kopf der Frau ruckte hoch, sie blickte zuerst zu Xena, dann Hercules, Gabriella und Iolaus an: "Das würdet Ihr mir vermutlich eh nicht glauben."
      "Wir haben es dir geglaubt."
      Dieser Satz - gesprochen mit ehrlicher Überzeugung - hatte seinen Ursprung in der Kehle der Frau, oder besser: des jungen Mädchens, das sich ihr als "Prinzessin Theti" vorgestellt hatte.
      Die Rothaarige räusperte sich: "Ja, aber auch nur, weil ihr vorher schon gesehen habt, was wir können - wenn man es einfach so jemandem sagt, wird man vermutlich für verrückt gehalten."
      "Probier es doch aus", lächelte nun Gabriella, trat auf sie zu und hielt ihr die Hand hin.
      Das rothaarige Mädchen - besser: die rothaarige Frau - nickte, griff die Hand der Bardin und lächelte: "Gute Idee, Gabriella."

      Xena war sich nicht sicher, ob man nicht für den Bruchteil einer Millisekunde sehen könnte, das sie verwirrt wäre.
      Woher kannte die Frau, die sich gerade noch als "Prinzessin Song" vorgestellt hatte, den Namen ihrer Bardenfreundin?
      Und dann sagte sie einen Satz, den die Kriegerprinzessin nie gedacht hatte zu hören: "Darf ich mich vorstellen? Ich bin Commander Agatha Silverbird - vom Föderationsraumschiff USS Dragonfly."
      TBC

      Kapitel 31.5

      Ein neuer Tag, derselbe Planet. Eigentlich konnte er sich nicht beklagen, hatte er doch in der Hierarchie seines Volkes eine Position eingenommen, die es ihm ermöglichte, größtenteils zu tun und zu lassen, was ihm beliebte. Sicher - es gab Usurpatoren, die ihm den Platz streitig machen wollten, aber es er war es gewesen, der diesen Planeten einst gefunden und die hier lebende Rasse bereit für die Ausbeutung befunden hatte.
      Er war Ra.
      Und das Schönste war, dass sein Leben weiterging - was er eigentlich nicht mehr als realistisch angesehen hatte. Damals, vor ca. 5000 Jahren, hatte er sich mit seinem Schicksal abgefunden. Ihre Welt lag im Sterben, die Bewohner ebenfalls - und Ra wollte noch einmal einen Erkundungsflug machen. Warum auch nicht? Was wäre das Schlimmste, das passieren könnte? Dass er auf seinem Flug verloren ging und irgendwo auf einem Hinterwältlerplaneten starb?
      Er war sowieso ein Todgeweihter - also machte es ihm auch nichts aus.
      Und dann erreichte er - mehr durch Zufall, aber wer fragt schon - den Planeten, den wir später Erde nennen würden und als er sah, wie einer der primitiven, wilden Bewohner des Planeten auf sein Raumschiff zukam, während alle anderen in Panik flohen, wusste er, dass dieser der Richtige war, sein eigenes Leben zu verlängern.
      Es waren nur einige Minuten, die der Wilde Widerstand zu leisten vermochte, dann - hatte Ra seinen Körper gefunden.

      In diesem neuen Gefäß die Umgebung zu erkunden war eine Sache - sich den Primitiven als ihr Gott vorzustellen, eine ganz Andere. Und so lebte er seit etlichen Millenien und erfuhr nicht nur von den Bewohnern dieser Welt, sondern auch von den Goa'uld, die er gerettet hatte, den Dank, der ihm gebührte. Immerhin war er derjenige, der es mithilfe eines armseligen Bauernsohnes geschafft hatte, seinen eigenen Tod zu besiegen.

      Die diesjährige Reise zur Erde stellte eine Inspektion dar, die er alle paar Jahrhunderte abhielt. Hinfliegen, sehen, wie sich die Menschen unter ihm entwickelt hatten, die Bewohner loben, wenn sie sich angemessen entwickelten und die Bewohner bestrafen, wenn sie sich zu schnell entwickelten und ihm und seiner Rasse somit gefährlich werden konnten.
      Ein gewisses Mindestmaß an technologischem Fortschritt war allein schon deshalb notwendig, um Naquadah abzubauen - jenes Mineral, aus dem under anderem das Chaapa'ai bestand. Wenn sich die "Menschen" allerdings zu schnell entwickelten, bestand Gefahr, dass sie die Goa'Uld durchschauten, also mussten sie immer mal wieder daran erinnert werden, dass sie lediglich Menschen und die Goa'Uld - allen voran Ra - über allen Zweifel erhaben waren.
      Doch als dann einer seiner menschlichen Untergebenen Kontakt aufnahm und ihm erklärte, was los war - Ra hatte keine andere Möglichkeit als so zu handeln, wie er handelte.

      Nun hatte er seine Pyramide auf der Spitze des Sultanpalastes landen lassen und nach ein paar Stunden gingen die ersten Berichte darüber ein, dass man sich auf den Straßen ergab und das die Tochter des Sultans - Prinzessin Jasmin von Agrabah - wünschte, mit ihm zu reden.
      Und als er sie das erstemal sah, in ihrem blauen Nichts, da wusste er, dass sie die perfekte Wirtin für seine Frau abgeben würde - ein Fakt, über den er sie einige Minuten, nachdem die Prinzessin und ihr vorlautes Nichts von Mann den Thronsaal verlassen hatte, über Subraumfunk informierte. Oh, wie sich Hathor gefreut hatte.
      Und sie hatte sich schon für den kommenden Tag als Besuch angekündigt.


      "Gebieter", riss ihn die Stimme eines seiner Untergebenen aus den Gedanken. Er wandte sich um, betrachtete den großgewachsenen Mann mit dem goldenen Emblem auf der Stirn kurz und nickte: "Vi'vet'al, mein ergebener Jaffa, sprich."
      "Welche Befehle habt Ihr bezüglich des Sultans?"
      Der Goa'Uld legte kurz den Kopf schief, nickte dann: "Fahrt nach Plan 9 vor."
      "Verstanden."
      Der Jaffa nickte, verließ dann den Thronsaal und ließ Ra mit seinen Gedanken zurück.
      Bald würden die ehemalige Prinzessin und ihr Freund vor ihm knien und sich ergeben.
      Vielleicht gedachten sie aber auch, in der Menge unterschlupf zu suchen?
      Gerade deshalb war Plan Nummer 9 so wichtig für das weitere Voranschreiten der Situation - er würde, er müsste ihm helfen.

      Es dauerte auch nicht lange, bis der wichtigste Teil des Planes 9 in den Thronsaal gebracht wurde.
      Den Kopf schiefgelegt trat Ra auf ihn zu, betrachtete ihn und nickte dann.
      Shi'kon hatte ihm erzählt, was geschehen war und er - Ra - konnte nicht anders, er musste seinem Jaffa zustimmen. Während zwei seiner Soldaten die nächsten Schritte seines Planes in die Tat umsetzten und den Tel'chak bereitmachten, konnte sich der Sonnengott ein Lächeln nicht verkneifen - das Gerät nach Telchak, dem Goa'Uld, der die unglaublichen Kräfte zuerst bemerkt hatte - zu benennen, erschien ihm sogar fair zu sein, wenngleich er sich aus dem resultierenden Kampf zwischen Anubis und Telchak heraushielt.

      Mit einem Geräusch, als würde Stein auf Stein mahlen, öffnete der Kasten seine mächtigen Flügel und einer seiner Soldaten legte den Körper in das Gerät.
      Es würde nicht lange dauern und keine großen Ressourcen benötigen - bald würde Ra einen neuen, treuen Gefolgsmann haben.
      "Ich mag eure Körper", sagte er - an die Person im Telchak gewandt, die ihn noch nicht hören würde können, "Sie sind so einfach zu reparieren."
      Und tatsächlich, nach einigen Minuten öffnete sich die Kiste wieder und der Mann, der ihr inngewohnt hatte, richtete sich verblüfft auf.
      "Wo… wo… wo… wo bin ich?", stammelte er - nur um zu verstummen.
      'Ja', dachte sich Ra, 'Jetzt fängt der Spaß erst wirklich an.'


      To be continued


      Kapitel 32 - Von Innen und von Aussen

      Kapitel 32.1



      Calvin Nathan Cat war mit etwas beschäftigt, das der anglophone und - phile Mensch als "to gawk" bezeichnet. Zu Deutsch: Er glotzte. Er hielt Maulaffen feil. Hatte die Prinzessin ihn gerade aufgefordert, die Bevölkerung Agrabahs zu trainieren? Sie auszubilden?
      Sicher - er hatte Jasmin, Aladdin, Theti und Papyrus ein schnelles Starfleettraining angedeihen lassen… allerdings war dies unter beinahe realistischen Bedingungen geschehen und durch die hypnotischen Augen seiner XO.
      Näher kam man in dieser Situation an ein Holodeck - und ein solches hätte man durchaus benötigen können - nicht heran. besonders nicht, wenn man berücksichtigte, das das einzige Holodeck in einem Umkreis von etlichen Lichtjahren im N'FY-Gebirge lag und sowieso nicht funktionierte.
      Natürlich wäre es auch möglich, Interessierten die Wege der Sternenflotte näherzubringen, die Möglichkeiten der Verteidigung, ohne High-Tech-Schnick-Schnack und Stobokopes Trickgedröhn, wie Jochen Malmsheimer sagen würde. Dazu wäre allerdings ein guter Ausbilder von Nöten - und Cal war nun mal nicht Captain Peter Herbix. Dazu kam auch der Fakt, dass …

      "Cal?"
      Die Stimme Jasmins riss ihn aus seinen Gedanken.
      Er blickte auf und stellte fest, dass sie ihn auf diese Art und Weise ansah, die er schon ein paar Mal bei ihr beobachtet hatte - Abenteuerlust, Unternehmungsfreude glitzterte in einem Auge auf, vorsichtiges Abwarten im Anderen. Und er konnte sich denken, was in ihrem Kopf vorging.

      Würde der Mann endlich mal etwas tun, statt nur Maulaffen feilzuhalten?
      Ja, sie hatte ihn gebeten, sie zu trainieren, aber - wenn sie sich das Mimenspiel des Kommandanten der Dragonfly so ansah… vielleicht war es doch eine blöde Idee?
      "Cal?", rief sie sich bei ihm in Erinnerung und als die braunen Augen sie anschauten, stellte sie fest, dass er sich vermutlich genau die selbe Frage gestellt hatte.
      Jasmin seufzte: "Hilfst Du uns?"
      "Würde ich gern.", setzte der Kommandant an, zuckte dann mit den Schultern, "Aber - die Frage die sich stellt ist: Wie."
      "Wie - wie ?", echote Agrabahs Prinzessin, "Was meinst du mit 'wie'?"
      "Na, WIE kann ich euch helfen?"
      "So, wie Du mir, Theti und Papyrus geholfen hast? Fiktivistische Verteidigungstechniken - oder - wie auch immer die Gegend heißt, aus der Du wirklich kommst?"
      Ihr Gegenüber runzelte die Stirn: "Erm… come again?"
      Wieder ein Ausbruch in diese Sprache, die er früher 'fiktivistisch' genannt hatte, nun aber nicht mehr so betitelt wurde - logischerweise blieb der agrabahnischen Prinzessin der Wortinhalt, die genaue Übersetzung, verborgen, nicht jedoch der Sinn, der sich hinter dieser Sprache verbarg. Es war ein mit Verblüffung vorgetragener Wunsch, diesen Satz noch einmal zu hören.
      Also räusperte sich die royale Schönheit, blickte ihr Gegenüber - Sternenflottencaptain - lang und ernst an: "Vielleicht könntest Du uns ein paar Verteidigungstechniken beibringen, die deiner Zeitebene entstammen. Du hast dem Prinzenpaar aus Theben, sowie Aladdin und mir Entsprechendes beigebracht, da könntest Du es auch mein Volk lehren."
      Und kaum, dass sie dies ausgesprochen hatte, konnte sie sehen, dass sie damit den Auftakt zu einem Kampf geliefert hatte, der in des Captains Seele stattfand.
      Sie kannte - und verstand - die Beweggründe.
      Einerseits waren die beiden Offiziere - Agatha Silverbird und Calvin Cat - aus der Zukunft und daher vermutlich sogar an irgendwelche Regularien gebunden, die es ihnen verboten, sich in Ereignisse anderer Zeitebenen einzumischen. Und wenn sie so über die Erlebnisse nachdachte, sich daran erinnerte, die Agatha sie, die Prinzessin, ihren Freund Aladdin, sowie das Prinzenpaar aus Theben, beinahe hypnotisiert hätte - und das alles nur um ihre Identität zu schützen, lag dieser Gedanke in nicht ganz so weiter Ferne.
      Auf der anderen Seite waren Cal und Agatha über die Tage, die sie hier in Agrabah verbracht hatten - und die von den Lesern dieser Story, je nach Forum zwischen 2 Jahren und knapp einem Monat verfolgt werden - zu guten Freunden geworden. Und nicht nur der Song gilt - also "gute Freunde kann niemand trennen" - sondern es gilt auch eine weitere Feststellung und Ergänzung zum Lied: "Gute Freunde lassen sich nicht hängen."
      Und welche der beiden Seiten würde jetzt in Cals Seele gewinnen?
      Der Offizier? Oder gar der junge Abenteurer?

      Oder galten diese Spielregeln hier nicht mehr, weil Cal mit seinen Überlegungen doch recht gehabt hatte und sich die Zeitline wandelte?
      Im Captainshirn, das durch die Hitze gewillt war, durch beide Ohren herauszutropfen - was, wenn wir fair sein wollen, für Cal jetzt kein essentieller Verlust wäre - ratterte es. Welcher Schritt war der Richtige?
      "Nun", setzte er an, blickte zur Prinzessin herüber, "sicherlich könnte ich versuchen, einige der Techniken, die ich gelernt habe, ein wenig der Situation gemäß anzupassen - also weitaus weniger Starfleet-Technik und mehr Agrabah-Tech zum Einsatz bringen… aber, denkst Du nicht, dass die Jaffa ein wenig mißtrauisch werden könnten, wenn wir plötzlich vor ihren Nasen anfangen, mit Schwertern rumzufuchteln?"
      Sie hob den Kopf, zwinkerte ihm zu: "Nicht mehr, als wenn wir, kaum, dass wir vor den Soldaten Ras stehen, die große Liebesarie anstimmen."
      "Das is richtig", nickte der Captain, "irgendwann fällt es auf. "
      Er griff nach dem Apfel, der den Sultanspalast darstellte, schaute zur Prinzessin und warf ihr die Frucht zu, die sie routiniert auffing.
      "Selbst wenn wir jeden vierten Bewohner erreichen würden - selbst dann hätten wir mit massivem Widerstand seitens der Jaffa zu kämpfen.", erläuterte der Kommandant, richtete sich auf und ging erneut zum Balkon: "Ganz zu schweigen von dieser Monstrosität."
      Damit deutete er knapp über das Dach, wandte sich wieder zur Prinzessin: "Also - wenn wir jetzt in einem Jump & Run Spiel wären - nicht fragen, was das ist Prinzessin, einfach nicken, ich überlege gerade laut - dann würde ich von diesem Balkon auf den des Sultans springen oder mich einfach in den Garten abseilen. Was auch nicht so einfach ist, weil dort sicherlich genau so viele Jaffa rumturnen. Selbst, wenn ich es schaffen würde, diese auszutricksen und mich in die Stadt schmuggeln könnte, selbst wenn es gelänge, ein Viertel der Bevölkerung zu aktivieren - was bei einer geschätzten Anzahl von knapp " - Cal schluss die Augen, ging im Geiste die Häuser durch, kalkulierte die Zimmeranzahl so gut er konnte - "zwei- bis fünftausend Personen 500 bis 1250 Leute bedeuten würde und nicht sonderlich viel wäre, müssten wir bei einem geschätzten Jaffa-Kontingent von knapp 2000 Soldaten damit rechnen, dass sich jeder unserer Leute im schlimmsten Fall Vier zu Eins, im Besten Fall 1,6 zu Eins unterlegen sieht."
      Der Captain seufzte, ließ sich wieder zu Boden sinken: "Es würde ein Schlachtfest werden - selbst… selbst wenn wir es schaffen, dass nur die Hälfte unserer eigenen Leute draufgeht und wir dafür alle Jaffa eliminieren, stehen wir immer noch gegen Ra da - und da kommt ein weiteres Problem."
      "Noch eines?"
      Die Stimme der Prinzessin verriet gleichzeitig Sorge, Unruhe, Genervtheit - und als Cal nickte, konnte sie sich ein lautes Seufzen nicht verkneifen.
      "Ja - ein weiteres, ein letztes, ein finales Problem sozusagen. Ra darf nicht sterben."
      "Bitte?"
      Jasmin hatte die Augenbrauen hochgezogen und blickte den Captain verwundert an, der sich räusperte und erneut erhob um, mit hinter dem Rücken verschränkten Armen, im Raum auf und abzugehen: "In meiner Zeitlinie wird Ra erst in knapp 5000 Jahren oder so sterben. Dies wird eine Reaktion in Gang setzen, die darin endet, dass die Erde und Abydos zunächst Ziel eines weiteren Systemlords namens Apophis werden. Er wird durch einen Gegenstand, der "Stargate" genannt wird eindringen und jeweils von der Erde und von Abydos eine Frau entführen und eine von ihnen Senior Airman Carol Weterings töten. Die Frau von Abydos - Sha're - stirbt auch, wenn man die Übernahme eines Parasiten, der fortan das Leben der eigenen Person bestimmt - als Sterben bezeichnen kann. Dennoch geht alles relativ gut aus, nach 8 Jahren sind die Goa'Uld - die Rasse zu der Ra gehört - so gut wie besiegt. Das alles kann allerdings erst in knapp 5000 Jahren passieren - da Ras Tod jedoch der ausschlaggebende Punkt ist…"
      Der Captain stockte, blinzelte - Jasmin konnte sehen, dass er entweder an akuter Verwirrung litt, oder eine Idee in seinem Kopf gegen die Stirnlappen klopfte.
      "… sollten … wir… Ra… OHHHH Ich bin ein IDIOT!"
      Sprachs und grinste zu Jasmin herüber: "Ich bin SO ein Depp."
      "Ist nichts neues.", grinste die Prinzessin, was Cal dazu brachte, noch breiter zu grinsen: "Okay, ich trainier deine Leute."
      "Wo kommt dieser Gedankenwechsel her?"
      Der Captain grinste NOCH breiter: "Shhhhh - spoilers."

      To be continued



      Kapitel 32.2

      Es war wie Agatha Silverbird es vorausgeahnt hatte. Sie konnte die mißrauischen Blicke förmlich spüren, die Xena, Hercules, Gabriella und Iolaus ihr zuwarfen, respektive, mit der sie sie musterten.
      Und - wer könnte es den Heroen aus der Vergangenheit schon verüblen?
      Selbst in der Zukunft sorgte man mit der Aussprache, dass man dies alles entweder schon einmal erlebt hätte, respektive aus der Zukunft käme, für die eine oder auch andere hochgezogene Augenbraue, die nicht daher ihren Ursprung hat, dass die Augenbrauen-Hebenden der vulkanischen Spezies zuzuordnen wären.
      Nein, selbst in einer Zeit, in der die hektisch vorgetragene Äußerung "heute nacht wurde ich von Außerirdischen entführt" dazu führte, dass sich diverse Personen mit der wichtigen Aktion des "Tricorder-Ziehens-und-die-betreffende-Person-scannen" beschäftigten, mussten etwaige Zeitreisende schon gute Begründungen vorbringen können.
      Wie mochte es dann erst in einer Zeit, als die alten Götter herrschten, einer Zeit der Mythen, Märchen und Sagen, als eben diese alten Götter grausam und rachsüchtig waren und die Menschen mit Schrecken verfolgt und mit Leid heimgesucht haben, und gerade dieses Land, das Kriegsherren und Könige in Aufruhr versetzten, geradezu nach einer Heldin schrie , die für das Gute kämpfte und ein Mann da war, der sich der Macht der Götter widersetzte - kurz, in einer Zeit, als Hercules und Xena aktiv waren - aussehen?

      Sicherlich - Theti, Papyrus, Aladdin und Jasmin glaubten ihr und eigentlich kam es auch nur auf dieses Quartett an. Doch wenn man erklären musste, woher man Sachen wusste, die sich so erst in einigen Jahren ereignen würden - der Fakt, dass Hercules älter als Aladdin war, erlaubte einen deutlichen Rückschluss - und man sich nicht einfach mit der Legende der edelen Xena und des mächtigen Hercules herausreden konnte und man DANN wirklich nur noch die Wahrheit von sich geben konnte - dann konnte man sehr schnell feststellen, wie einfach die Wahrheit zu einer Lüge werden konnte.

      Agatha wandte sich Xena zu, die sie immer noch aus blauen Augen abmessend anstarrte.
      'Vermutlich überlegt sie gerade, ob sie mir die Blutzufuhr abklemmen sollte.', konnte die XO sich nicht verkneifen zu denken, ehe sie zu Razul blickte, der ihr einen weniger freundlichen Blick schenkte. Verständlich, hatte sie sich doch aus seinen Augen als unbefugte Zutritt zum Palast verschafft - und das während seiner Wache.
      Doch als sie dann bemerkte, wie Razul schüchtern zur Kriegerprinzessin herüberschaute, war ihr klar, dass sie sicher war - momentan jedenfalls.

      Und erneut sah sie in die blauen, nachdenklich-funkelnden Augen Xenas, die sich inzwischen zu Schlitzen verengt hatten.
      "Und Du kommst aus einer weit-entfernten Zukunft, ja?", fragte nun Gabriella. Wieso überraschte Agatha dies jetzt nicht? Lag es daran, dass die Bardin sowieso die Offenre der beiden war?
      Die XO des Föderationsraumschiffes nickte ihr lächelnd zu: "Ich weiß - das wird alles nicht ganz so einfach zu schlucken sein, aber…"
      "Du gehörst nicht rein zufällig zu den Kadern des Captain Robert T. Norad, oder?", lächelte Xena dünnlippig und Agatha Silverbird konnte sich einen Laut der Überraschung nicht verkneifen.
      Und erneut lächelte die Griechin.
      "Er ist uns einmal begegnet. Hat versucht, einen Gott zu spielen, damit wir seine neumodische Technologie nicht erlernen wollen."
      Gabriella nickte: "Ja, hat leider nicht funktioniert. Er musste uns am Schluss reinen Wein einschenken."
      "Faszinierend", konnte sich Agatha ein Lächeln nicht verkneifen, ehe sie sich wieder an Aladdin wandte: "Ich wusste auch gar nicht, dass Du Hercules kennst."
      Der Angesprochene zuckte mit den Schultern: "Nun - wir waren erst vor ein paar Tagen in Griechenland, nachdem Herc uns eingeladen hatte."
      "Herc?", hob nun Xena die Augenbrauen und blickte zum griechischen Halbgott herüber, der sie ansah und tatsächlich eine leicht rötliche Färbung annahm. Und dann mit der Weltmännischkeit eines großen Heroen trat der Mann, von dem Agatha das Gefühl hatte, ihn schon mal irgendwoanders gesehen zu haben, an Xena und Aladdin vorbei und baute sich direkt vor ihr auf.
      Die XO legte den Kopf in den Nacken und konnte sich den Gedanken "Der Kerl ist ja riesig" nicht verkneifen.
      "Es ist mir eigentlich egal, ob du aus der Zukunft, der Vergangenheit, vom Olymp, aus dem Tartarus oder einfach nur aus Agrabah kommst", eröffnete der Halbgott und deutete dann auf das Kraftfeld: "Die Frage ist einfach nur: Können wir Dir vertrauen?"
      "Ich würde es wohl kaum sagen, wenn es anders wäre", grinste die hübsche Rothaarige.
      In Hercules's Augen funkelte Amüsement: "Das stimmt"
      Damit wandte er sich an Xena, auf die XO deutend: "Ich mag sie jetzt schon."
      "Geht mir auch so.", grinste die Kriegerprinzessin und wandte sich dann der Rothaarigen zu: "Dann verrate mir mal, wie hast Du dir das vorgestellt."

      Ja - wie hatte sie sich das eigentlich gedacht? Im Zweifelsfalle konnte man das Shuttle entweder durch die eigene Technik oder durch Holz tarnen aus der Hornet - oder war es doch nur eine Wasp? - eine eigene Variante des Trojanischen Pferdes machen. Dann wäre es wohl das Beste, wenn man sich im Shuttle versteckte - aber im Gegensatz zur Homer'schen Sage, würden sich eben nicht alle in das Versteck begeben.

      Xena nickte verstehend: "Natürlich - der Großteil zieht sich ins Pferd zurück und zwei werden sich als die das Geschenk überreichenden ausgeben."
      "Das werden ich und Aladdin übernehmen", schoss es aus der XO der Dragonfly heraus, die dann zum Helden aus 1001 Nach herüberlächelte: "Stimmt's, Prinz Doktor."
      "Vollkommen richtig, Prinzessin Song.", grinste der Heroe zurück und wandte sich dann an den Rest der Runde.
      "Gabriella", räusperte sich nun die Kriegerprinzessin, " Du und ich, wir werden uns ebenfalls in Verkleidung einschleichen, Hercules, Du und Iolaus bildet…"
      "Das Überraschungsmoment", konkludierte der griechische Held.
      Dann räusperte sich Theti: "Und was ist mit uns?"
      "Ihr", setzte Agatha an, seufzte und blickte zu Razul herüber, der verstehend nickte und dem "Selbstverständlich, Prinzessin Song" einen leicht ironischen Touch verlieh.
      Und plötzlich war nichts mehr wie zuvor. Die Stimmung, die wie ein Lagerfeuer hochgelodert war, sank, kühlte rapide ab. Kriegerprinzessin und Halbgott atmeten tief durch, starrten vor sich hin.
      Theti blinzelte ins Rund: "Was… was ist denn?"
      "Wir können euch leider nicht mitnehmen.", sagte Agatha.

      To be continued

      Kapitel 32.3

      Razul wusste sofort, was zu tun war.
      Allein die Idee, dass sich die Prinzessin ihrer Befreiungsaktion der Stadt gegenüber anschloss, war absurd - in diesem Zusammenhang erinnerte er sich zwar daran, dass Prinzessin Jasmin ebenfalls einmal mit den Wachen des Palastes losgeritten war, um ihren Straßenköter zu beschützen… allerdings war dies Prinzessin Jasmin und konnte sich ihrer Haut erwehren. Dabei war sie sogar so gut, dass sie es selbst mit ihm aufnehmen konnte, selbst, wenn er sich nicht zurückhielt.
      Es würde ihn auch nicht überraschen, wenn sich herausstellte, dass sie im Palast an einer Lösung des Problems arbeitete.

      Theti jedoch war ein Anderding - oder besser gesagt: eine andere Person, ein Fall für sich.
      So, wie Jasmin ihm gezeigt hatte, dass nicht alle Frauen Schutz durch einen muskelstarrenden Typen brauchen, so hatte sie ihm auch beigebracht, dass nicht alle Frauen so waren, wie sie. Das hieß: Es würde sicherlich Frauen geben, die seines Schutzes bedurften. Und über Thetis Kämpferqualitäten wusste er nur, dass sie, wenn sie durch Morgana in mörderische Wut versetzt wurde und ihre Augen rot leuchteten, eine ernstzunehmende Kämpferin war - wie sie sich in einem normalen Kampf halten würde, wusste er nicht.

      Und so ehrenhaft Thetis Wunsch zu helfen auch war - er konnte ihre Gesundheit nicht aufs Spiel setzen. Wer auch immer die Frau in den roten Kleidungsstücken, die eigentlich Jasmin gehörten, auch war, ob sie nun tatsächlich eine Prinzessin aus einem Land namens "Fiktivistien" war oder doch einer weit entfernten Zukunft entstammte - oder eventuell sogar aus einem Spital entkommen - sie zeigte, dass sie zusammen mit den vier Neuankömmlingen in der Lage war, eine formidable Schlacht zu liefern. Und als sie dann zu Theti herüberblickte und erklärte, dass man sie nicht mitnehmen könnte, wusste Razul, dass auch die fremde/falsche Prinzessin so dachte, wie er.

      Auch die vier Neuankömmlinge schienen es so zu sehen, denn sie machten keinerlei Anstalten, sich in irgendeiner Art und Weise andersartig zu äußern und selbst Aladdin, von dem er am ehesten irgendeinen Widerspruch erwartet hätte, blieb still.

      Die Frau in Rot holte tief Luft, blickte dann zu Theti und begann, zu erzählen.


      „In Theben muss es einen Staatsstreich gegeben haben.“, wisperte die erste Offizierin Agatha Silverbird Prinzessin Jasmin von Agrabah zu. Das war mal wieder typisch – so typisch für dieses vermaledeite Schiff, auf dem sie ihren Dienst tat.
      Der Soldat vom Typen Kleiderschrank Edelfichte in Massivholzoptik stemmte seine Hände in die Hüften und verlieh seinem Oberkörper damit ein gewisses Aussehen, nämlich das eines muskelbepackten, auf den Kopf gestellten, gleichschenkligen Dreieicks – oder, wie man auch sagen könnte, eines Halsbonbos einer gewissen Firma, die hier ob unterschiedlicher Faktoren nicht genannt werden darf und vermutlich auch nicht möchte. Womit man ihn ebenfalls vergleichen könnte, wäre, wie er da so stand, das rote Cape wehend im Durchzug des Palastes – die Architektur war nicht sonderlich gesundheitsfreundlich, aber andererseits sind wir hier in Agrabah, da ist selbst der Durchzug noch warm – das Kinn entschlossen nach vorne gestreckt, die kurzen, dunklen Haare leicht lockig… man hätte ihm einen hautengen blauen Leotard anziehen können, das auf den Kopf gestellte Dreieck (naja, eigentlich eher ein Mehreck) auf die Brust des Leotards drucken und mit einem roten S versehen und er wäre – wie schon Gaius Bonus in „Asterix, der Gallier“ sagte: „Supermann römisch Vier.“
      Die ägyptische Variante des Aliens vom Planeten Krypton blickte in die Runde, erst zum Sultan, dann zu Agatha und trat schließlich auf Prinzessin Jasmin zu.
      Diese holte einmal Luft, stemmte ihrerseits die Hände in die Hüften und bohrte ihren Blick in den ihres Gegenübers: „Geben Sie mir nocheinmal die Optionen.“
      „Ein durchschaubares Manöver, Zeit zu gewinnen.“, sagte Superman ägyptisch-fünf, zuckte dann mit den Schultern und trat einen Schritt zurück: „Aber wie Sie wollen.“
      Kurz blickte er sich um und sagte dann: „Ich wurde, auf das Dekret von Pharao Aknemkanon hin nach Agrabah entsandt, um die Tochter des Verräters Mehren-Ré, sowie deren Verlobten, den Fischer Papyrus, unter Arrest zu stellen und mit in das Reich Theben zu nehmen. Ihre Optionen sind daher entweder Kooperation – was Ihnen die ewige Dankbarkeit meines Pharaos zusichern würde – oder sie weigern sich, das dazu führen würde, dass Theben sämtliche Handelsbeziehungen mit Ihnen einstellen würde.“
      „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind wir in Verhandlungen , was Handelsbeziehungen angeht. Daher wäre es für uns kein großer Verlust, sollten wir die Beziehungen zu diesem Land verlieren und dem Paar Exil anbieten.“
      Agatha merkte, wie sich ihr Atem beschleunigte. Entweder war Jasmin wirklich eine verdammt gute Pokerspielerin – oder wäre, wenn es das Spiel jetzt schon gäbe – oder aber sie wusste, dass Agrabah auch ohne Handelsbeziehungen mit Theben überleben konnte.
      Ägyptisch-Clark Kent schien kurz zu grübeln und es würde sie nicht wundern, würden ihm nicht dieselben Gedanken durchs Gehirn spuken. Ihr selbst schwelte ja auch dieselbe Frage im Gebeiss, wie es in der Serie „Die Zwei“ mal gesagt wurde, vermutlich von Danny Wilde.
      Doch auch der ägyptische Sohn des Planeten Krypton schien nicht unbedingt sicher zu sein, ob Jasmin bluffte oder nicht – also entschied er sich für die Klügste, der möglichen Optionen: Er verneigte sich und ging. Vermutlich ritt er nach Hause, beriet sich, was zu machen wäre, denn – sie sah, dass der stählerne Blitz wusste, dass er im Fall eines Kampfes, als einzelner Soldat, allein gegen Alle kämpfen musste, und wer wollte das schon? Schließlich wäre dann die Welt am Abgrund – zwar nur die eigene, persönliche Welt, aber wenn die nicht zählte, welche tat es dann?

      Sie atmete aus und stellte fest, dass sie die Luft angehalten hatte. Kurz wandte sie sich an die Prinzessin und schüttelte ungläubig den Kopf. Sie trat näher: „Du hast geblufft, oder?“
      „Vielleicht“, zuckte Jasmin die Schultern und zwinkerte ihr lächelnd zu, „Vielleicht auch nicht? Schließlich ist dies Agrabah und wir wollen ein sicherer Hafen für die sein, die ohne eigenes Verschulden aus ihrer Heimat getrieben wurden oder sie verlassen mussten.“
      Agatha schluckte und es tat ihr unendlich leid, dass sie wusste, dass Agrabah im Wüstensand der Geschichte der Vergessenheit anheim fallen würde.
      „Ich bin mir sicher, dass dein Freund die Lage voll im Griff hat.“, lächelte Prinzessin Jasmin von Agrabah ihre „Amtskollegin“ Prinzessin River Song / Commander Agatha Silverbird mit einem ehrlichen Lächeln an und zwinkerte ihr zu. Die schöne Rothaarige atmete tief ein und dann aus: „Ich hoffe, das Du recht hast.“
      Das war zwar nicht der Grund für ihre eher dunkle Laune, aber es trug sicherlich dazu bei. Und sie hoffte tatsächlich, dass Jasmin recht hatte.


      Papyrus konnte sehen, wie Thetis Stimmung kippte und - wenn er ehrlich zu sich selbst war - ihm war ebenfalls nach Weinen zu mute. Ein Staatsstreich in Theben, Pharaoh Mehren-Re war nicht mehr im Amt… wer konnte dahinter stecken? Eigentlich brauchte er nicht darüber nachzudenken - es war klar, dass dies erneut das Werk des teuflischen Aker, des Diener Seths war.
      "Es tut mir leid, Theti" hauchend, hörte er die Stimme von Agatha, die "Razul, kümmere dich um die Beiden und bring sie in Sicherheit" sagte, wandte sich an seine Freundin.und wollte sie gerade in den Arm nehmen, als er einen harten Schlag gegen den Hinterkopf spürte, vor seinem inneren Auge Sterne tanzten und er nach vorne sank. Er hörte ein erschrockenes "Papyrus", merkte, wie er von Thetis Armen umfangen wurde - wie auch von der Dunkelheit, die das Vergessen brachte.

      "RAZUL", hörte der Hauptmann der Wache das empörte Zischen von Prinzessin Theti, die den erschlaffenden Ägypter gerade auffing und in ihren Schoß bettete, "Was sollte das?"
      Der Angesprochene ließ das Schwert sinken, dessen schwerer Messinggriff gerade eine unheimliche Begegnung der dritten Art mit dem Hinterkopf Papyrus's gehabt hatte.
      Kurz blickte er die Prinzessin an: "Ich erledige meine Aufgabe. Ich beschütze Sie."
      "Indem Sie meinen Freund niederschlagen?"
      "Wenn es notwendig ist.", hob er wieder sein Schwert an, doch da sauste etwas gegen die Waffe - Funken sprühten - und er blickte auf. Die Frau in Leder hatte ein kreisrundes Objekt nach ihm geworfen, das an seinem Schwert abgeprallt war und nun zu ihr zurückkehrte.
      "Ich glaube, du hast deine Aufgabe erfüllt.", sagte sie mit schneidender Stimme. Razul rollte mit den Augen - das durfte doch nicht wahr sein - warum meinte eigentlich jeder, ihm irgendwie dazwischen reden zu müssen, wie er seine Aufgabe erledigte?

      Prinzessin - wie auch immer sie nun wirklich hieß, was sie auch wirklich war - hatte einen Befehl gegeben, dem er zustimmen konnte und er brauchte nicht einmal die Erlaubnis des Straßenköters hierzu.
      Doch wenn ihm jetzt die Lederdame dazwischen fuhr, fragte er sich, wieso er sich überhaupt in die Dienste der falschen/richtigen/was auch immer Prinzessin stellte.
      Vielleicht, weil seine innere Stimme ihm riet, genau dies zu tun? Vielleicht, weil er WUSSTE, dass es das Richtige war, dass er die Hochwohlgeborene und ihren Freund nicht einfach so in die nächstbeste Gefahr rennen lassen durfte.

      Razul seufzte. Gut, dann würde er also auf die offensichtlichste und einfachste Methode - das Prinzenpaar bewusstlos schlagen, sie sich über die Schulter werfen und in Sicherheit bringen - zu Gunsten einer weitaus langwierigeren Methode verzichten.
      "Wenn Sie mich also begleiten würden.", sprach er, wuchtete sich den bewusstlosen Ägypter dennoch über die Schulter, der vermutlich für die nächsten Stunden ausser Gefecht gesetzt sein würde und wandte sich an die Prinzessin.

      Diese blickte zu Prinzessin Song herüber: "Wir könnten euch helfen. Das wisst ihr."
      "Ja", nickte die Angesprochene, seufzte und trat näher, "Aber dieser Staatsstreich hat euch zu Zielscheiben gemacht, die durch die ägyptische Armee und durch die Jaffa jederzeit gefangen oder gar getötet werden können."
      Damit umarmte die Prinzessin Fiktivistiens die ehemalige Prinzessin Thebens: "Ich werde alles dafür tun, dass Ihr - Du und Papyrus - sicher und geschützt seid. Also - bitte geh mit Razul und findet euch im Nf'y-Berg ein… und zwar im Inneren der Struktur, die sich im Gebirge befindet. Du weißt, was ich meine. Da sollte man euch nicht finden können."
      Prinzessin Song hob den Blick, schaute zu Razul herüber: "Hast Du verstanden? Nf'y Gebirge - lass dich von Theti zu der Stelle führen und dann bewache mit deinen Männern den Eingang."

      Unverschämtheit, was erlaubte die sich eigentlich?! Wie konnte sie es wagen, ihm solche Befehle zu erteilen und ihm noch dazu die Taktik vorzuschlagen, die sie einsetzen sollten? Vor allem, wenn es dieselbe Taktik war, die er sich schon selbst ausgedacht hatte - abgesehen vom Betreten der Struktur.
      Ein Seufzen und ein "Das hatte ich sowieso vor, Prinzessin Song" konnte er sich nicht verkneifen. Dann ging er los, griff nach dem Zügel seines Pferdes und setzte es in Bewegung - dem Rest seiner Mannen entgegensausend.
      To be continued

      TBC

      PN-Liste
      RedlightBehaviour
      UndercoverAgent
      Ferchi
      Thank you, agentES.
      Was passiert, wenn zwei Starfleetoffiziere Agrabah unsicher machen?
      Huhu! Au ja, es geht wieder weiter- mit einer Aussage, die ich dir lange mal wieder sagen wollte: Herzlichen Glückwunsch zum neuen Thread! ;) Und sorry, dass ich so spät dran bin… und der Grund, dass erst mal wieder die bewährte Salamitaktik herhalten muss, ist nicht, dass es mir zu viel wäre, sondern weil an anderer Stelle schon… na ja, wäre das eine Schnitzeljagd, hätten wir hier schon (mindestens) das zweite Schnitzel. :D
      Aber los geht’s. ;)


      Kapitel 30.2


      Sich aus der Dunkelheit wieder ins Licht, die Helligkeit des Bewusstseins zu kämpfen, stellte sich für Timothy McGee als im Ersten aller Momente nicht unbedingt sonderlich praktikabel heraus. Wann immer er das Augenwerk aufzustemmen versuchte, merkte er, wie unendlich müde er eigentlich war und wie sehr sein eigener Körper ihm die Behandlung, die er gerade eben erhalten hatte, verübeln wollte.

      Klingt nach einem klassischen Werktagsmorgen… ;) Und "Augenwerk" ist auch sehr schön. Wie Läutwerk. ^^

      Sicher - er schien eine Kugel in den Rücken bekommen zu haben.
      Natürlich, sowas war mit Schmerzen verbunden.
      Aber - er war immer noch lebendig, selbst wenn sein Körper ihn deswegen jeden Atemzug schmerzhaft spüren lies.

      Gut, DAS eher weniger- wobei so ein Aufwachen durch Wadenkrampf auch nicht gerade…. na ja, okay.

      Wieso war Abby hier? Das war doch garantiert wieder irgendeine Falle. Man hatte sie alle wieder betäubt und an diese komischen Gerätschaften angeschlossen - oder sie waren gar nicht wirklich frei gewesen.

      Tjaaaaaaa… da hat er nicht mit Abbys Sorge, gepaart mit Unternehmungslust, gerechnet… oder damit, wie schnell sich Nachrichten verbreiten… oder damit, dass auch Director Vance ein Verfechter der alten Marineregel „Never leave a man behind“ ist….

      Einerseits seine komplette Orientierungslosigkeit in diesem Gebäude. Er war doch eigentlich ein guter Fährtenleser, da müsste es doch möglich sein, sich in einem Haus zu orientieren.

      Oh, Mc Gee- sich draußen und drinnen gut orientieren können sind zwei Paar Schuhe. Spreche aus Erfahrung- auch bezüglich dessen, dass das Drinnen mehr Probleme bereiten kann… ;)

      Zweitens: Der alte Cal. Sicherlich - McGee hatte akzeptiert, dass er in einer Star Trek Story war, hatte akzeptiert, dass Starfleetoffiziere gerne mal in der Zeit umherreisten und das Cal, nach dem was Sam Carter ihm erzählt hatte, ein regelrechter Doctor Who war, wenn es darum ging, im zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert aufzutauchen.

      Regelrechter, als du glaubst, Tim. Geronimoooooooo….

      Aber ein SO alter Cal?

      Och- ein Cal aus der Zukunft? Immerhin haben wir ja sogar Matt Smith ziemlich mummelgreisig besichtigen dürfen. ;)

      Drittens: Kurz bevor Felicity Cat ihn ausgeknocked hatte, sah sie aus wie Mirage/Morgana aus Disneys Aladdin.

      Gut, DA wird’s jetzt ein bisschen schwieriger mit den logischen Begründungen… ;)

      sie generell und in großem Stil zu foppen.

      Auch so was, das ich an deinen Geschichten so liebe. Du benutzt auch etwas in Ehren ergraute ^^ Ausdrücke, OBSCHON sie zu so manchem Sprachgebrauch nicht mehr so wirklich gehören. Aber so was darf nicht in Vergessenheit geraten!

      Aber nicht mit ihm - nisch mi’m Command… äh … nicht mit Timothy McGee.

      ^^

      Endlich schaffte er es, sich ins Land der Wachen zurückzukämpfen,

      Wieso? Sind Razul und seine Mannen anwesend?
      *zwinker* Kleiner Scherz am Rande. ^^

      Abigail Sciuto weilte in Washington, sicher und vor allem beschützt durch den NCIS. Niemals würde sich die Chefforensikerin nach Dubai begeben um…

      "Direktor Vance ist getroffen worden.", meldete sich die rauchige Stimme der hübschen Laborgoth und Tim musste erneut den Kopf schütteln. Das alles stimmte nicht, das alles war eine Lüge. Warum sollte sich denn ausgerechnet Director Vance nach Dubai begeben?
      Welchen Sinn, welchen Zweck hatte dies?
      Tim wusste es nicht - er wusste nur, dass er der Sachlage jetzt nicht unbedingt traute (und das war noch ein krasser Euphemismus).

      Stimmt schon- wenn die einzige Begründung (wenn man sie so nennen kann), die FÜR die Anwesenheit von Abby und Vance spricht, „Warum NICHT?“ lautet, ist das wirklich ein bisschen wenig… Aber- siehe oben. ;)

      "Das würde mich auch mal interessieren"
      Mit diesen Worten schaltete sich Gibbs in die Unterhaltung ein. Er blickte zur Labor-Goth, ließ die Waffe sinken und warf dann einen Blick in die Richtung, in die Abby gedeutet hatte. Dann rannte er los.

      Das ist typisch Gibbs- hätte zwar gern eine Antwort, aber wenn Gefahr im Verzug ist, gehen die zeitlichen Prioritäten ganz klar in eine andere Richtung.

      Vance war sein Kommandant. Als solcher hatte er im Hauptquartier zu sitzen, die Berichte im Beamtendekathlon - also lesen, verstehen, kopieren, tackern, lochen, abheften, Kopien dem Büroboten zukommen lassen, Kaffee trinken und entspannen - zu besiegen,

      Den merk ich mir! Genial!

      Was NICHT zu seinem Aufgabenfeld zählte, war einem x-beliebigen Team hinterherzureisen, wenn dieses auf einer eher semi-offiziellen Mission verschütt gegangen ist.
      Allerdings - und das hatte Gibbs schon sehr zeitig mitbekommen - war Vance nicht unbedingt die Sorte Direktor, die sich sklavisch an die Dienstvorschriften hielt. Er war schon mal selber vor Ort, ging Risiken ein, was man von Jenny Shephard jetzt so nicht hatte behaupten können.

      Eben, eben…

      "Uff", konnte sich Gibbs ein erleichtertes Aufatmen nicht verkneifen, "Sie leben noch, Leon."
      Sprachs und tat etwas, das er vermutlich in der wirklichen Fernsehserie nie machen würde, weil man sich damit über die Kommandokette hinwegsetzte - er verpasste Leon einen Headslap.

      Ha! Klasse! OOC und doch nicht OOC… eigentlich ja, aber in einer absoluten Ausnahmesituation könnte man sich diese Handlung eben doch vorstellen. ;)

      Der Direktor öffnete die Augen, blickte seinen Untergebenen an und erhob sich: "Ich nehme an, Sie haben einen Grund für diese Handlung, Special Agent Gibbs?"
      "Nur den, dass ich es bei meinen Untergebenen auch getan hätte, wenn sie sich auf eine derart dumme Aktion eingelassen hätten."
      Vance blickte sein Gegenüber aus braunen Augen an, in denen Gibbs nicht direkt sehen konnte, wie es um seinen emotionalen Zustand bestellt war: "Ich bin keiner Ihrer Untergebenen."
      "Das stimmt. Und dennoch war diese Aktion nicht unbedingt militärisch einwandfrei."

      Da sind sie wieder, Gibbs und Vance, wie sie leiben und leben… ;)

      Japp, er war gerade in den Rücken geschossen worden und - lebte immer noch.

      Was natürlich wieder für McGees Annahme einer generierten Pseudorealität spräche- auch wenn dem ja wohl nicht so ist…

      Viele Grüße und bis (möglichst nicht so sehr viel ;-)) später,
      Redlight

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      Heyho! Zugegeben, der letzte Happen war eher ein Chickennugget als ein Schnitzel- aber dafür gibt es jetzt auch schon Nachschub. ;)

      Kapitel 30.3


      Tim musste den Kopf schütteln. Richtig, so - oder so ähnlich - stellte er sich die sieben Bilder vor, die Comicgeschichte geschrieben hatten. Der Anschlag des Jokers auf Barbara Gordon in "The Killing Joke" - der dazu führte, dass Barbara Gordon von der Hüfte abwärts gelähmt war und bis vor kurzem als Oracle die Position der Chefin einer Gruppe innehatte, die "Birds of Prey" - Raubvögel - genannt war.

      Puh, und im ersten Moment dachte ich: Wie??? Wieso erschießt Magnum jetzt Agatha?!?

      Doch das vor einem Monat geendete Event Comic "Flashpoint" hatte alles verändert, eine neue Realität geschaffen - oder, wie es klarer genannt werden müsste: einen Reboot.

      Scheint irgendwie gerade die große Mode zu sein- ich sag nur Abrams- Trek.

      Seitdem sind einige Charaktere der Batfamily verschwunden, andere haben ihre alte Position wiedererhalten - zu ihnen zählt auch Barbara Gordon, die inzwischen nicht mehr gelähmt ist.

      Wie hat sie das denn gemacht? Oder findet in dem Reboot das o.a. Attentat auf sie nicht statt?

      Vermutlich, aber - das Verblüffende war, dass er sich zwar fühlte, als habe man ihn durch sämtliche Heiß-, Trocken- und sonstigen Mangeln gedreht, die man auf der Welt finden konnte - aber er dennoch seine Beine spüren konnte.

      UND den restlichen Körper. Autschn…

      Sollte ein Schuss in den Rücken nicht irgendwelche Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben?

      A shoot in the back can be a bit unhealthy, but bullets are a guy`s best friends...
      Zumindest in Amiland. Frei nach Marilyn Monroe, sozusagen. ;)

      "Hab ich auf dich geschossen?", fragte sie mit einer Stimme, in der sich Traurigkeit, Sorge und Panik Bahn brachen, "Hab ich… Oh Gott, McGee, das tut mir so leid."

      Ach du liebes Bisschen… Arme Abby. Und armer McGee...

      Erneut merkte der Computerfreund, wie die Schwerkraft deutlich mehr sein Freund wurde,

      :)

      Abby hatte auf ihn geschossen. Warum? Weswegen?
      Doch als sie ihn ansah, mit diesen großen Augen, aus denen immer mehr Tränen flossen, konnte er nicht anders, er musste sie in den Arm nehmen, ihr sanft den Kopf streicheln und zuflüstern "Es wird alles wieder in Ordnung."

      Och Mensch… Hmmmmm… was für eine Waffe war das denn noch mal gleich? Auch ein Intar?

      Der Rücken schien eine unheimliche Begegnung der dritten Art mit einer Waffe gehabt zu haben, die General Hank Landry vom SGC einen Intar genannt hatte und die anscheinend ein Vorläufer der EM-33 war, die noch während der ersten Mission von Jonathan Archer Verwendung fand.

      Noch einer, der Rücken hat. ;)

      Sollte dem Autoren übrigens die Serie NCIS nicht durch irgendwelche Rückblenden aus Vances Kindheit dazwischengrätschen, wissen wir natürlich nichts über dieselbe - und wenn dann doch mal: Naja, dieser gesamte Storybogen ist ja sowieso als Alternate Universe anzusehen.

      *grinst* Das ernenne ich hiermit offiziell zum echten einzig wahren.

      "Star Trek: The Next Generation" - also Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert, was auch ein Beweis dafür ist, wie man einen Serientitel so komplett verhunzen kann -

      Das kannst du laut sagen… Gut, schlimmer geht’s immer, aber ein Geniestreich wars nicht.

      was bedeutet, dass sich Vance dieses mal mit dem Phänomen Star Trek beschäftigen musste und sich fragte, wer - zum Teufel - da die undichte Stelle war, welche die beinahe komplett-korrekte Zeitlinienentwicklung an Paramount weitergab.
      Der Mann, der mit beiden Sendungen und den entsprechenden Filmen in Verbindung gebracht wurde - Gene Roddenberry - war Vance nicht bekannt. Und an Zufälle wollte er nicht glauben.

      Schon mal etwas, das er mit Gibbs gemeinsam hat. ;) Aber die komplett korrekte Zeitlinienentwicklung wäre auch wirklich ein bisschen zu viel des Guten- da würden selbst Zufallsgläubige(re) skeptisch.

      "Special Agent", lächelte er und hob seine linke Hand: "Wieviel Finger?""Drei."

      Wenn das Cal gewesen wäre, hätte er gesagt: zwanzig, wie immer. Oder so. ;)

      "Kommen Sie hoch. Sie sind nicht tödlich getroffen worden und auch nicht gelähmt. Man hat sie mit einem Intar angeschossen."

      Also doch! Na, das beruhigt.

      "Korrekt", nickte der Chef des NCIS, blickte sich dann um und deutete in Richtung Tür: "Also, dort geht es raus, ich würde vorschlagen, wir gehen, bevor uns das gebäude auf den Kopf fällt."

      Glück gehabt- jetzt haben sie einen mit Inhouse- Orientierungssinn mit dabei. ;)

      "Moment", sagte er, sah sich ebenfalls um und legte den Kopf schief: "Wir können noch nicht gehen."
      Director Vance blieb stehen, blickte seinen Untergebenen - der gar nicht sein Untergebener war - verblüfft an: "Und… wieso nicht, Senior Special Agent Gibbs?"
      "Jemand hat Agenten des NCIS entführt und mich würde interessieren wieso und weswegen."

      Generell eine sehr gute Frage und wert, dass man ihr nachgeht… aber…

      In einem Brennenden Gebäude eine Gruppensitzung abzuhalten, ist vielleicht nicht die Klügste aller Möglichkeiten, ein Verbrechen aufzulösen oder eine Frage zu klären.

      Ich wusste, da war was. :)

      Hier, jetzt, in diesem Moment erschien es Leroy Jethro Gibbs jedoch als einzig gangbare Lösung.
      Das schien auch McGee so zu sehen,

      Hoffen wir das Beste, dass das Feuer noch nicht (oder nicht mehr) allzu sehr auf dem Vormarsch ist. Leutz, wenn euch gleich die Köpfe qualmen, könnte es sein, dass das nicht vom Denken kommt…

      "Nun, ich weiß auch nicht… könnte es nicht sein, dass wir hier über etwas gestolpert sind, über das wir nicht hätten stolpern sollen?"
      McGee runzelte die Stirn: "Wer sollte etwas dagegen haben, dass wir die Dragonfly finden? Ich meine, wir sind hierher geflogen, weil wir von Cal persönlich darauf hingewiesen wurden, dass sein Schiff hier ist."
      "Demselben Cal, das uns hier eingesperrt hatte.", merkte er nach ein paar Sekunden der Überlegung an, "Aber… das alles ergibt keinen Sinn."

      Oberflächlich betrachtet nicht- aber was ist, wenn sie es eben NICHT mit demselben Cal zu tun haben…? Gibt ja ein paar Möglichkeiten… ;)

      In Kürze geht’s weiter, und liebe Grüße,
      Redlight
      Huhu! Und auf zum nächsten Häppchen. *mjam* ^^

      Kapitel 30.5


      "Was meinen Sie, Doktor Mallard?", erhob Jimmy Palmer die Stimme, als er seinem Lehrmeister gegenüber Platz genommen hatte und die Stimme gesenkt.

      Völlig logisch- man kann etwas erst erheben, wenn man es vorher gesenkt hat. ;)

      In der Kantine des NCIS war zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwar kaum jemand - wenn man von Lewis, dem Kantinenwirt und Doug, dem Kellner absah

      So auf die Schnelle komme ich da ja nicht drauf, aber die Namen sind, wie ich dich kenne, auch nicht völlig aus dem luftleeren Raum gegriffen, oder? ;)

      aber dennoch war das, was dem jungen Coroner gerade durch den Kopf schoss, nichts, was man in normaler Zimmerlautstärke diskutieren sollte.

      Dienstliche Interna, hm? Ja, die in der Öffentlichkeit zu diskutieren, könnte ins Auge gehen…

      Sicher, sie hatten die neue Pathologie schon einmal besichtigen dürfen - und sie war wirklich ein Meilenstein architektonischer Baukunst.

      Jetzt rächt sichs, dass ich von den neuen Folgen noch nichts gesehen habe... ;)

      Die Laufwege wurden extra-kurz gehalten, das Equipment war auf dem aller-aller-neuesten Stand und man hatte aus dem Stromausfall-Debakel vor einigen Jahren gelernt und sogar einen Kühlschrank eingebaut, der im Falle eines Falles von den Mitarbeitern verwendet werden konnte, verderbliche Ware zu kühlen.

      Ich hätt jetzt gedacht, dazu gibt’s in der Pathologie schon diese seltsamen Fächer… *pfeif*

      Natürlich würde dieser erst im wichtigen Fall in Aktion gesetzt werden. Das hatte man den Erbsenzählern versprechen müssen, die den gesamten Umzug abgesegnet hatten.

      Na sicher doch, wo kommen wir denn da hin? Behörde bleibt Behörde… *grinst* … wobei ich nicht glaube, dass die freie Wirtschaft in Sachen Mitarbeiterwohl so wirklich größer kariert ist… ;)

      Auf seinem Gaumen explodierte eine Bombe schlechten Geschmacks. Das Hühnchen war zu trocken, die Soße war definitiv zu Sauer und die Konsistenz beider ließ einen auf gar keinen Fall einen Nachschlag holen wollen.

      Neeeeeee… das ist selbst für ne Kantine übel; auch wenn die ja ohnehin eher selten Anwärter auf Sternendekoration sind. Aber ein paar gute durfte ich schon erleben. :)

      "Ich denke, dass sie die Dragonfly gefunden haben werden - ansonsten wären sie nicht angegriffen worden und man hätte sie nicht für tot gehalten."

      Liegt wohl nahe- warum jemanden angreifen, so lange der ohnehin im Dunkeln tappt? Und auch, dass ein im 21. Jahrhundert aufgetauchtes Raumschiff von einer gewissen Brisanz ist, auch in nicht so ganz koscheren Kreisen…

      "Das glaube ich auch", nickte Jimmy, "Nur - was meinen Sie in welchem Zustand das Schiff ist?"

      Leicht angefeuchtet. :)

      Im Jahr 1933 - also im Jahr seiner Geburt - fand man im Hamble, einem Fluss in Hampshire, das Wrack der Grace Dieu. Nein, das ist so nicht ganz richtig - man hatte das Schiff schon vorher (im Jahr 1847) gefunden, allerdings konnte man es 1933 erst richtig zuordnen. Leider hatte er nie herausgefunden, in welchem Zustand das Schiff damals war, als man es bergen konnte und heute ärgerte es ihn. Schließlich hätte man so Parameter gehabt, nach denen man die Kondition der Dragonfly einigermaßen hätte vorhersagen können. Andererseits hatte man sicherlich gerade in der Zukunft vollkommen neuartige Technologien zur Verfügung, weshalb die Vorhersagen doch recht fehlerhaft gewesen wären.

      Kommt ja auch drauf an, wie lange das Schiff schon da unten liegt. Aus Anlass des Films (das war seine gute Seite ^^) gab es ja einige Dokumentationen über die Titanic, und selbst deren reiner Schrottwert ist schon sehr… gesunken (bruha). Und die Dragonfly ist ja noch ein kleines bisschen ausgiebiger gewässert worden…

      Daher musste der alte Mediziner mit den Schultern zucken: "Ich weiß es nicht, Mister Palmer. Aber erwarten Sie lieber nicht allzu viel - sie könnten enttäuscht werden."

      Kann man tatsächlich schwer voraussagen. Außerdem- woraus sind die Raumschiffe der Föderation noch mal gebaut? Könnte natürlich um einiges rostfreier sein als die Materialien, mit denen wir es sowohl jetzt als auch in früheren Zeiten so zu tun haben/ hatten. Aber dank der Exkursion von Ziva, Tony, Lara, Sidney & Co. wissen wir als Drollinge… ähem… Leser ja schon mal mehr. ;) Hat sich also ganz gut erhalten- immer vorausgesetzt, es fällt nicht beim Herausheben oder beim Kontakt mit FRISCHLUFT ^^ in sich zusammen…

      Liebe Grüße,
      Redlight
      Heyo, let`s goin`on! ;)

      Kapitel 31 - Ra thought he was a god-

      … but all said to him: “No, you are not.”
      He wasn`t relieved
      cause no one believed,
      so he went to Egypt- that`s the plot.
      Bisschen rumgespielt. Deins ist besser. ;)

      Kapitel 31.1.


      "Beruhigen? BERUHIGEN?", schoss es aus Calvin Cats Mund und er wirbelte herum:

      Die regen mich nicht auf. DIE NICHT!!! :)

      Die ganze Nummer, in der wir uns befinden, wird die Zeitlinie dermaßen von durcheinander bringen, das ist nicht mehr komisch."

      Seit wann hindert ihn DAS denn? :D

      während der Sternenflottencaptain wie ein aufgescheuchter, ruhe- und rastloser Tiger im Raum umherlief.

      Das würde ich zu gerne sehen. Und Raja tigert ihm auf dem Fuße hinterher. :-Da empfehl ich zur Entspannung doch mal nette Musik- für das besondere Erlebnis von Schweinehu… äääääähm… Tigern unter sich. :D Cal in Action :D

      "Naja - wir hätten gar nicht hier sein sollen. Vielleicht ist das so ein Schmetterlings-Effekt-Ding. Kleine Ursache, große Wirkung. Wir sind hier, dadurch ändert sich die Vergangenheit und die Zukunft gleich sowieso."

      Das ist es doch immer bei den Veränderungen der Zeitlinie… Muss ja gar nichts Spektakuläres sein wie jemanden retten (siehe „The City on the Edge of Forever“) oder das Gegenteil davon (siehe Großvaterparadoxon).

      Die arabische Prinzessin seufzte: "Ist es Dir schon einmal in den Sinn gekommen, dass Ihr damit nichts zu tun haben könntet? Ich meine - Ra ist nicht hinter euch her. Er möchte 'das, was ihm gehört', also Papyrus und Theti. Und die beiden wären auch ohne euer Zutun nach Agrabah gekommen."

      Da hat sie allerdings recht.

      Zwar fanden sich in den ganzen historischen Aufzeichnungen keine Berichte darüber, dass Jasmin, Aladdin und Agrabah real waren

      Im Unterschied zu anderen „historischen Aufzeichnungen“, die GERADE implizieren, dass bestimmte Leute real waren und sind- bei Grabthars Hammer! ;)

      - andererseits hatte man das auch eine zeitlang über die Götter der anderen Kulturkreise gedacht, bis zumindest Ra, Apophis, Sokar und wie sie alle hießen, sich dazu entschlossen, mal "Tach" zu sagen.

      Tach auch! :) Bzw.: siehe ganz oben. ;)

      Bis die Vulkanier im Jahr 2063 für alle sichtbar auf der Erde landeten, waren Kontakte zwischen Menschen und Außerirdischen eher auf der Theorie der "Alien Abduction" - oder "Entführung durch Ausserirdische"- basierend. Die Entführten wurden in der Regel als Spinner und Verrückte abgetan, aber nach dem Jahr 2063 fand ein relativ großes Umdenken statt und man bewertete so manches neu.

      *daumendrück* Velcome, Vulcans! ;) (Ja, der Dreckfuhler ist Absicht). Ein (und eigentlich DER) Grund, weshalb ich mit „Abrams-Trek“ nicht warm werde, ist, was er mit den armen Vulkaniern gemacht hat…

      Dass sich daraus nicht eine Welt entwickelt hatte, die sich vor lauter Furcht ans große Aufrüsten und danach auslöschen begab, war etwas, das selbst den Captain erstaunte und gleichzeitig beruhigte. Egal wie sehr man die Menschen auch gerne als Barbaren angesehen hatte - und die Menschen hatten im Laufe der Geschichte ziemlich barbarische Sachen getan - der Fakt, dass nach der Offenbarung, dass ausserirdisches Leben existierte, die gesamte Menschheit nicht wie ein Mann zur nächsten Waffenkammer schritt und sich bewaffnete, zeigte, dass der Doktor - wenn auch nur eine Fernsehfigur - recht hatte, wenn er das Potential dieser Rasse sah.

      It is DEFENDED- ganz ohne Massenaufrüstung… Ja, das ist eine wirklich schöne Zukunftsvision.

      Er hatte keine Ahnung, was zu tun wäre. Aber… andererseits stellte sich die Frage, wie sich dies von der normalen Situation unterschied.

      Der zweite Satz kam, bevor ich was nahezu Inhaltsgleiches schreiben konnte. ;)

      Jasmin war die Kompetente. Selbst gezeichnete Figuren waren kompetenter als er.

      Aaaaaarmer Cal…

      "Schau doch einfach auf den Bildschirm und atme - aber halt die Klappe."

      Das ist böse…

      Das wäre in der Tat die realistischere Fassung - aber, um mal den großen Philosophen Michael Mittermeier zu zitieren: "Hier geht es nicht um Realismus."

      Realism, grim and gritty- in a movie? Just a bitty. :)

      Mutterschiff der Goa'Uld

      Nach dem Bazillen- jetzt das Parasiten- Mutterschiff. ;)

      Nachdem der Vorhang gefallen war, hatte sich Jasmin umgedreht, betrachtete den Mann vor ihr lange und lächelte: "Das macht tatsächlich Spaß."Und sie konnte in seinen Augen sehen, dass er nicht den Hauch einer Ahnung davon hatte, was sie gerade meinte.

      Im Kirk`schen Sinne? ;)

      aber wie oft landet schon einmal eine fliegende Pyramide auf dem Dach des Palastes?

      Wenn Mechanikles nicht schon mal so was Ähnliches gebaut hat oder bauen wird- nicht gar so oft. ;)

      "Kann es sein, dass Du mich gerade ein wenig vernatzt?"

      Wieder ne neue Vokabel gelernt. :)

      "Da staunt der vordere Orient.", grinste Cal, griff er nach der Tischdecke, zog sie mit einem Ruck von selbigem und legte sie auf den Boden.

      *pfeif… ;) Wo wir gerade beim Lernen waren- damit wüssten wir also auch, wie die Prinzessin von Agrabah mit vollem Namen heißt. Jasmin Suleika Keinennamen. :D (Oder doch Jasmin Elfriede? :D Nee, besser nicht. ;-)). Jedenfalls: Bildungsauftrag erfüllt. *grinst*

      "Cal - wann solltest Du das denn bitte machen?

      Was mich zur naheliegenden Frage bringt: Wo wir jrad dran sind- Cal, was MACHST du da? ;)

      "Das ist der Palast, die Weintrauben stellen die Stadt vor uns dar und die Bananen sind das 'Kraftfeld'."

      Aaaaalles klar!

      "Da staunt der hintere Orient.", machte der Sternenflottenoffizier und blickte sich um - als ob er was suchen würde.

      :D

      Jasmin hob den Kopf: "Alles klar?"

      Sagte ich doch gerade°! ;) :)

      "AU!", machte der Kommandant der Dragonfly , griff nach dem Flugobst: "Hättest Du was dagegen, mir nicht den Apfel auf die Birne zu werfen?"

      Zumindest, wenn weit und breit kein Landvogt rumlungert. :)

      "Da staunt einjeder der sie kennt", grinste der Captain, warf einen Blick auf die Frucht in seiner Hand - "Wenn wir Schatten euch beleidigt" - und positionierte den Apfel dann wieder als Palast von Agrabah.

      Er hats heute mit den Zitaten, der Liebe. :)

      Wenn das die Pyramide ist, müssten wir doch einfach nur dorthingehen, das Kraftfeld abschalten- damit wäre der Weg frei."Sprachs, griff sich eine der Bananen und wollte sie gerade schälen, ehe sie überlegte: "Aber… das wäre viel zu einfach, oder?"

      Richtig. Eine dieser Lösungen, die jeden Film- oder jede Folge einer Serie- einen brutal schnellen und unspektakulären Tod sterben ließe.

      Mit einem Apfel hatte damals alles angefangen - mit einem Apfel und einem Lied.

      ;)

      "Captain", setzte Jasmin an, warf ihm einen Blick zu und zwinkerte dann: "Wie sieht es aus - können Sie sich vorstellen, uns auszubilden?"

      Uns Cal? ;) Aaaaaaber gut- zum einen hat er die Erfahrung späterer Jahrhunderte (und vieler anderer Zeiten), zum anderen wäre er dann beschäftigt. ;)

      Liebe Grüße,Redlight
      Uppps… da ist mir doch glatt zwischendurch ein Kapitel entwischt. Böses Kapitel! Böses, böses Kapitel! :)
      Okay, also jetzt the lost one:

      Kapitel 30.4


      Es war wie in einem dieser schlechten - oder vielleicht auch besseren - Filme. Plötzlich schien die Zeit still zu stehen, die Luft sich nicht mehr zu bewegen und die Lautstärke signifikant verringert zu werden.

      Oder wie kurz vor einer Ohnmacht…

      Das Aufprallen der Kniescheiben Cals auf dem Boden war objektiv nicht zu hören, subjektiv für Daniel aber laut wie Donner. Und als der Starfleetoffizier dann mit dem Gesicht nach vorne auf den Boden knallte, glaubte er das Brechen einer Nase zu hören.

      Ach du Sch…ande! Armer Oppa-Cal!

      Als er die wehenden dunkelbraunen Haare sah, wusste er, dass Felicity Cat an ihm vorbeistürmte und als sie den Mann, der ihr Vorfahre war, auf den Rücken drehte, ihn schüttelte und entsetzt seinen Namen keuchte, konnte er sehen, wie sich a) das Gesicht Cals entspannte und Leere in seine Augen trat und b) konnte er hören, dass sich Felicity tatsächlich um den Gefallenen sorgte.

      Hmhm- was nun wieder sehr danach klingt, dass es „die Echten“ sind oder zumindest Anteile haben. Sieht mir nicht nach zwei zufällig zusammenarbeitenden Schurken aus- es sei denn, die heißen Bonnie und Clyde. ;)

      ' Ruf den Notarzt, ruf den Notarzt. ', wiederholte die Stimme in des Anthopologen Ohr, ' Ruf den Notarzt, ruf den verdammten Notarzt. '

      Wie war das noch mal- kann Daniel Arabisch? Ich meine schon, oder?

      Nun war es an ihm, in die Knie zu sinken, nach Cals Puls zu tasten - er war nicht mehr vorhanden - und zu seufzen.

      Och Mensch… :(

      Der Wissenschaftler blickte zu seiner Entführerin, die ihn mehrfach betäubt hatte, verschleppt und mit einem Intar angeschossen und tat etwas, das vielleicht die Meisten verwirren mochte, Daniel aber aus tiefstem Herzensgrunde tun wollte. Er umarmte sie, legte ihr tröstend eine Hand auf den Hinterkopf und murmelte beruhigende Worte.

      Manchmal ist er wirklich zu gut für diese Welt, uns Daniel. ;)

      Daniel runzelte die Stirn, warf einen Blick in den Rückspiegel - mehrere Autos folgten ihnen, alle das selbe Fabrikat, wie er gerade feststellte. Und dann fiel ihm auf, dass diese Wagen, bis auf den Krankentransporter, nicht nur alle das Fabrikat teilten - es waren Autos, die dem Gefährt, in dem er unterwegs war, aufs Haar glichen - auch wenn Autos keine Haare haben.

      Höchstens am Fuchsschwanz… ähem… wenns Mantas wären. :) Jetzt ist es also ein ganzer Konvoi? Wo kommen die denn auf einmal her?

      Der Anthropologe seufzte, wandte sich an Felicity: "Was habt ihr vor?"
      "Den Captain retten."
      "Retten?"

      Steht da in der Wüste irgendwo ein Sarkophag mit Sonderausstattung rum? Oder gar ein zylonisches Auferstehungsschiff? Hey, was heißt hier unwahrscheinlich?? Ein anderes Raumschiff verbirgt sich ja auch in der Gegend, je nach Zeitleiste im Berg eingebacken oder im Ozean getaucht.

      Er stockte, als sie eine Pistole zog."Wo hast Du die wieder her?"

      Jetzt mal abgesehen davon, dass die Frage, selbst wenn sie beantwortet würde, ihm in der aktuellen Situation nicht so wirklich weiterhilft: neben die Begriffserklärung für „vertrauenswürdig“ würde ich IHR Foto nicht gerade plazieren…

      Calvin Nathan Cat wurde in einem Rollstuhl hereingeführt, sah sein Gegenüber an und seufzte: "Sorry, ich glaube, wir beide sind nicht totzukriegen, kann das sein?"

      Zum ersten: SOLLTE Daniel denn umgebracht werden? Zum zweiten: CAAAAAAAAAAAL! *freu*

      Daniel runzelte die Stirn, erhob sich aus dem Krankenbett, in das man ihn gelegt hatte und schüttelte den Kopf: "Weißt du eigentlich, dass unsere Leser inzwischen vermutlich kaum noch mitkommen, was echt ist und was falsch? Was ist wahr? Was ist gelogen?"
      "Was wahr ist, Doktor? Alles ist wahr."
      Der Anthropologe seufzte: "Komm mir nicht mit der Garak-Nummer und sag jetzt nicht 'besonders die Lügen' denn ansonsten werde ich dir, ob alter Mann oder nicht, in den Hintern treten."
      "Kann es sein, dass Du ein bisschen angesäuert bist?"

      Na, die beiden Cats machen das für Daniel mittlerweile durchaus so konfus, dass sogar ein Konfuzius die Contenance verlieren könnte… ;)

      "Wie kommst Du darauf, Cal? Ich hab nur gedacht, ich sehe wie ein alter Freund von mir stirbt und würde von seiner Nachfahrin ins Gesicht geschossen, aber ansonsten gehts mir gold."

      Nö, also eigentlich war gar nix los. :D

      Cal grinste: "Gut."Damit drehte er sich um und rollte los, ein "Folg mir" sagend.
      Weswegen Daniel dies tat, weswegen er tat, wie ihm geheißen, verstand der Anthropologe selbst nicht - aber er tat es. Er folgte dem Rollstuhlfahrenden Captain wie ein braves Hündchen.
      Vielleicht würde er es ihm ja irgendwann auch verraten. oder nicht.

      So quasi „Folgen Sie mir, ich weiß, was ich tue“ – und das von Cal… Wahrscheinlich ist Daniel nach den ganzen Geschehnissen einfach nur noch kaputt wie tausend Mann und fertig mit der Welt- und selbst bei mehr Energie: wo sollte er mitten in der Wüste auch hin? Dann doch lieber versuchen, herauszufinden, was es mit dem ganzen Zauber auf sich hat- abgesehen davon, dass ihm die besagten neugierigen Leser da auch gerne unauffällig folgen. ;)

      Liebe Grüße,Redlight
      Huhu! Die Reihenfolge hat uns wieder. ;)

      Kapitel 31.2


      Keine holografische Simulation, sondern das, was anglophone Personen gerne als "the real deal" bezeichneten - irgendwann im frühen 21. Jahrhundert musste ein Werbefachmann, der seine Reklame an die Warenhauskette "Real" verkaufte, auch festgestellt haben, dass "real" und "deal" sich schriftlich und (englisch-)sprachig reimten und musste wohl auf die Idee gekommen sein, ein besonders günstiges oder gutes Angebot als "Real Deal des Tages" zu bezeichnen - leider schien er dann vergessen zu haben, den Gag, dass man "Real Deal" englisch aussprechen sollte, weiterzukommunizieren, was zu der gemischten Aussprache "Real Diehl des Tages" führte. Oder vielleicht war genau das der ganze Gag an der Kiste.

      So nach dem Motto: wenns geschrieben gut aussieht, reicht das- Aussprache ist zweitrangig. Erinnert ein bisschen an so manches, was derzeit als Kindername auf Heckscheiben prangt. ;)

      Xena, die Kriegerprinzessin, stand also direkt vor ihr und Agatha Silverbird konnte sich ein Lächeln kaum verkneifen. So wie andere eventuell Jeanne D'Arc als Vorbild haben mochten, Louis Pasteur oder James T. Kirk, so war Xena eines ihrer Vorbilder gewesen.

      Kann man sich durchaus vorstellen. :)

      Und was hatte sie gleich den ersten Auftritt der Kriegerprinzessin cool gefunden - dieses "Ich habe gerade die Blutzufuhr zu deinem Gehirn unterbrochen" und so weiter…

      Das IST ja auch mal cool. Und angesichts der ganzen temporalen Paradoxien fragt man sich doch, wann der erste Kontakt- ja, DER erste Kontakt!- tatsächlich stattgefunden haben mag. Die Ähnlichkeiten zum vulkanischen Nervengriff sind ja durchaus nicht unfrappant. ;)

      "Du willst doch irgendwann einmal zur Starfleet-Academy?", hieß es dann meistens, wenn sie sich beschwerte, "Die akzeptieren nur die Besten und die Klügsten."

      Ähem… und wie kam dann der Capt… *schluck* Er steht hinter mir, oder? Hi, Cal! *unschuldig lächle*

      Und ihre Eltern mussten es wissen - Agathas Mutter kommandierte die U.S.S. Rosas , ihr Vater war auf diesem Schiff als Kommunikationsoffizier tätig.

      Auch schon eine Starfleet- Dynastie sozusagen… ja dann…

      besonders, dann, wenn um ihren Geburtstag herum, der Großteil der Region beschloss, gemeinsam durchzudrehen, sich zu verkleiden und Spaß zu haben.

      Dann ist also auch im Kreißsaal zu Agathas Geburt der denkwürdige Satz gefallen: „Wolle mir se rauslasse?“ :D

      Wer die Fassenacht in Hessen, den Karneval in Köln und Düsseldorf oder den Fasching in München überlebt hatte, den konnte auch die rote Stunde auf Beta II nicht schrecken.

      Kann ich mir vorstellen- aber Hauptsache, es bringt Spaß. ;)

      Natürlich hatte Agathas Leben keine großartigen Härten - zu musste sie nicht unter einer Treppe wohnen, wie Kollege Harry Potter, war nicht mit einem Paket ausgeliefert worden, wie Jim Knopf und überhaupt konnte sie sich nicht allzusehr beklagen - wie gesagt: Wenn man davon absah, dass sich Agathas Freizeit damals tatsächlich etwas spärlich ausnahm.

      Stimmt- das ist schon generell, und für eine fiktive Gestalt noch mehr, eher ein Luxusproblem. ;)

      Aus dem Grund konnte sie den Jungen aus der Parallelklasse schon mal gleich gar nicht leiden. Dessen Eltern, ein Künstler-Ehepaar, schienen ihren Sproß machen zu lassen, was er wollte - oder sagen wir mal so - zumindest schien er einige mehr Freiheiten zu haben, als sie. Und irgendwie fuchste sie das, da er auch noch diese lockere, unbekümmerte Attitüde hatte, die ihr so auf die Nerven ging - und während sie sich auf die Bücher warf (oder eben eine Episode von Xena schaute)… gut, hatte er auch ein PADD in der Hand, in dem er las, aber im Gegensatz zur Literatur, die Agatha konsumierte, handelte es sich bei der Lektüre des Jungen aus der Parallelklasse um so genannte Mangas.

      Ich hätt da so ne ganz dumpfe Ahnung anzubieten… :D

      Ihre Eltern hatten ihr den Konsum von Mangas jetzt nicht unbedingt verboten, aber als sie ihren Eltern von "Sailor Moon" erzählte, war die Reaktion darauf relativ verhalten - ein "Aha" und die Frage, wie weit sie mit ihren Hausaufgaben sei.

      Yepp, das hätt von meinen auch kommen können.

      Wie wichtig war da die Freundschaft zu Uschi Nietnagel - die sie, ganz in der Tradition ihres Vorfahren, zu einigen Späßen und Streichen animierte und dazu brachte, der Serie "Xena - Warrior Princess" eine Chance zu geben.

      Dann also, weils Agatha ist, als Lümmel von der ersten Bank, nech? ;)

      Und nun stand Xena vor ihr, die blauen Augen strahlten kampfbereit und sie, Agatha, wollte am Liebsten einfach nur noch einen Kampfschrei ausstoßen, wie es Xena immer tat, um in die Schlacht zu ziehen.

      Hat Agatha auch mal einen Fangirling- Moment- und das nicht nur beim Anblick ihrer Sonic-Screwdriver-Sammlung. :)

      "Prinzessin Jasmin und Prinz Doktor von Fiktivistien sind hinter den feindlichen Linien gefangen. Wir müssen sie herausholen und den Feind besiegen."

      Kurz, knapp, sachlich, Ansage. Da merkt man die Sternenflottendynastie. ;)

      Ein Blitzen in Xenas Augen, sie schien die Situation in sich aufzunehmen, dann blickte sie zu Hercules, der nickte: "Dieses goldene Licht - worum handelt es sich genau?"
      "Magie - im weitesten Sinne.", meldete sich Aladdin zu Worte.
      Sicher - aus seiner Sicht war diese fortschrittliche Technik von Magie nicht zu unterscheiden.
      Gabriella räusperte sich: "Und wie wollen wir dagegen angehen? Wir wissen nicht, wer diese Magie einsetzt."
      "Ra", schaute Theti zu ihr herüber, trat auf sie zu und reichte ihr die Hand: "Ich bin Prinzessin Theti, Tochter des Pharaos Mehren-Re, dem Herrscher der beiden Länder."
      "Sehr erfreut", lächelte die Bardin und beste Freundin Xenas, ehe sie zu eben jener Kriegerprinzessin herübersah, die immer noch nachdenklich dreinblickte, was Iolaus dazu brachte, laut los zu lachen: "Und die beiden haben einen Plan."

      Einer dieser Abschnitte, bei denen das Crossoverherz hüpft. :) Jetzt hoff ich nur, dass sich die Kavallerie hier nicht aus Zyklonen- soll heißen Zylonenklonen- windiger Spruch, das!- zusammensetzt… ;)

      Die angesprochene Prinzessin des Landes, das später Ägypten benannt werden sollte, nickte.

      Wollte gerade fragen, wie es denn sonst heißt- aber das hat sie kurz zuvor ja schon beantwortet. Die Bezeichnung „Ägypten“ war also tatsächlich noch nicht in Gebrauch?

      Hercules fixierte die hübsche Rothaarige kurz, betrachtete sie und lächelte: "Und darf ich fragen, woher Sie das wissen?"
      Ja, wie sollte man das jetzt erklären, ohne sich großartig verdächtig zu machen, mit Ra zu paktieren? Und gerade, als sie etwas sagen wollte, meldete sich die klare Stimme Thetis: "Sie ist auf unserer Seite, das sollte eigentlich reichen."
      "Sollte es", nickte Hercules.
      Und wenn man genau hingehört hätte, wäre einem aufgefallen, wie Agatha Silverbird ein ganz leiser Stoßseufzer entfleuchte.


      Richtig. Aber wenn man nicht, wie wir, weiß, auf welcher Seite uns Agatha zu verorten ist, kann man schon auf Ideen kommen- zu viel „Feindeswissen“ macht verdächtig. Hier heißt die Quelle aber ja schließlich ganz einfach „Zukunft“- auch wenn Agatha und auch Cal mit den weiteren Informationen über sich nur häppchenweise rausrücken (können).
      Und recht habt ihr- kein Maulwurfn ist unter euch, jetzt (mit kleinem Bezug zum Vorgenannten) frisch, fromm, fröhlich, frei ans Befreiungswerk! :D

      Liebe Grüße,
      Redlight
      Heyo again, bzw. frei nach Celine Dion: My review will go on. ;)

      Kapitel 31.3


      Razul war wenig erbaut darüber, als Nebencharakter behandelt zu werden - respektive: Am Nf'y-Gebirge stehen gelassen und dann vergessen worden zu sein.

      Okay, das kann man ihm kaum verübeln. :)

      Daher kann man sich vorstellen, dass ihm irgendwann die Lust fehlte und er sich mit seinen Mannen aufmachte, die Wüste gen Heimat zu durchqueren - wobei da es da nun nicht SO viel zu durchqueren gab.

      Vielleicht wäre abwechslungsreicher gewesen, die Wüste zu durchKÄMMEN… :D

      Und gerade, als sie auf halber Strecke waren füllte unter einem unglaublichen Gedröhn eine fliegende Pyramide den Himmel über ihnen aus - so tief, dass sich die 40 Räuber und Razuls Mannen auf den Boden warfen. Einzig Cassim und Razul selbst blieben aufrecht sitzen und warfen einander einen wissenden Blick zu.

      Mutig, mutig- oder sind sie einfach durch Mechanikles und Konsorten schon Kummer gewöhnt? ;)

      "Würde mich auch wundern, wenn es bei einer Baustelle geblieben wäre", lächelte Aladdins Vater und gab seinem Pferd die Sporen.

      Und so wurde das Baustellenschild erfunden… :D Alles drin: Pyramide, ein Jaffar, der im N`fy-Berg rumstochert- jaaaaa, der Berg is n bissl klein, aber halt Zymbollik von die dritte Kompanie, nech? :)

      Doch nicht mit ihm. Schnell tätschelte er seinem Hengst die Seite, murmelte ein "Wir wollen uns doch nicht von Razul und "Wind" schlagen lassen, oder?" in das Ohr des Pferdes und hielt sich fest, als dieses sich plötzlich aufbäumte und noch schneller wurde.

      Nicht mitm… erm… Räuberhauptmann? ;)

      Erst blieben die beiden Rösser - "Wind" und "Blitz" - auf der Stelle stehen, während ein goldener Lichtschein Agrabah einzuhüllen schien. (…)aber beide hielten sich krampfhaft im Sattel fest und konnten ihren Pferden keinen Vorwurf machen, als sie die unmenschlich-laute Stimme vernahmen, die über die weite Ebene hallte:

      Na ja, passt ja auch, wenn es zu Wind und Blitz jetzt auch noch der Donner kommt… :D

      "Volk von Agrabah! Ihr habt genommen, was mir gehört. Ich will die Abgesandten haben - ansonsten werdet Ihr vernichtet. "

      „…wir nehmen nur, was uns gehört…“ *pfeif* Immerhin droht bei den Urhebern DIESER Zeile nicht Tod und Vernichtung, der „worst case“ beläuft sich da lediglich auf „wir nehmen euch alles weg“. Wobei das „alles“ ja bei unserem Katzenauge auch nicht wirklich wörtlich zu nehmen ist, oder? ;)

      "Sie haben sich gerade gefragt, was die Stimme meinen könnte, hm? So gern ich ihren Sohn auch aus dem Palast werfen wollen würde…"
      "Sehr freundlich, Razul, sehr freundlich. Ich hoffe, Sie vergessen nicht, dass er der nächste Sultan wird."
      "Erinnern Sie mich nicht dran, Cassim.", schnitt der Hauptmann der Wachen eine Grimasse, seufzte, fuhr fort: "Es gibt eine Menge Schwierigkeiten, die direkt oder indirekt mit ihrem Sohn zu tun haben und für die ich ihn mit der größten Härte des Gesetzes bestrafen wollen würde - aber das da " - Razul deutete auf die Pyramide, die auf der Kuppel des Sultanenpalastes gelandet war - "hat mit Ihrem Sohn nichts zu tun."
      "Was bin ich froh, dass wir uns da einig sind", sprach Cassim, klopfte "Wind" nocheinmal auf die Seite, spürte, dass er sich beruhigt hatte und gab ihm erneut die Sporen.

      Wenn DIE zwei älter werden, geben sie ein herrliches Pärchen à la Waldorf und Statler ab… :D

      Beide Pferde flogen förmlich über den brennend heißen Wüstensand

      „… so schön, schön war die Zeit…“ *durchatme* Der lag auf der Hand- oder doch auf dem Sand? :)

      das sie in dem Moment erreichten, in dem sie sahen, wie ein Pegasus landete und vier neue Personen abstiegen."Definitiv zu viele neue Gesichter hier.", murmelte Razul leise,

      Hätten auch Sailorkriegerinnen sein können... :) Der Pegasus überrascht ihn wahrscheinlich weniger, was? Ist aber auch sehr unruhig im agrabahnischen Luftraum- Pyramiden, Libellen und fliegende Teppiche (:-D), fliegende Pferde landen am Strand… bzw. auch im Sand… *hust* So langsam setzt sich der Wüstenstaub echt ins Hirn- und führt als Nebenwirkung zu unkontrollierten Xangsausbrüchen. :D

      Der Hauptmann der Wachen gab ein "Hooo" von sich und stieg ab.

      Das noch mal eingebaut und den eben erwähnten Ausruf mal drei, und du hast ein prima Weihnachtskapitel. :)

      "Straßenköter, wo ist Prinzessin Jasmin? Und was sind das für Figuren?"
      Keine Zeit für Höflichkeiten und Formalitäten - das war sowieso nicht seine Welt - lieber direkt zum Punkt kommen.

      Oh ja- aber so was von… ;) Nicht seine Weeeeelt- Moment, das ging anders... ;)

      "Die Prinzessin ist im Palast", sagte sie mit einer rauchigen, dunklen Stimme die mit ihrem Aussehen korrespondierte,

      Und ihrem Outfit- aber das wäre doch ZU obvious für einen männlichen Autoren. *grinst*. ;)

      "Und ich bin sicher, der jetzige, als auch der künftige Sultan würden es nicht gutheißen, wenn Sie Aladdin auch nur ein Haar krümmen würden."

      Zumal es dann im Zweifel gar nicht erst zum künftigen Sultan kommt- zumindest nicht diesem. ;)

      Weiter sollte er nicht kommen.Schmerz explodierte in seinem Körper, als die Dunkelhaarige mit schnellen Fingerschlägen, einige Druckpunkte berührte."Ich habe die Blutzufuhr zu deinem Gehirn unterbrochen…", setzte sie an, "in 30 Sekunden wirst Du tot sein …"

      Wenn noch ein leiser Zweifel über ihre Identität bestanden hätte… ;) Ist ja auch eine geniale Kampftaktik. :)

      Dann hörte er die Stimme des hochgewachsenen Mannes: "Xena, lass das. Du hast nachher noch genug Zeit zum Spielen."
      Die Antwort - ein "Nur, wenn sich dieser Schleimbeutel entschuldigt" - klang nicht so, als hätte man jemanden zur Ordnung gerufen und dieser wüsste, was er falsch gemacht hätte, mehr so, als sähe die Frau ihn als eine Art "Spielzeug" an.

      Stimmt- wobei- „sich von Razul nichts gefallen zu lassen“ ist EINE Nummer, die man in Anbetracht der Kampferfahrungen und –fähigkeiten von Xena & Co. tatsächlich unter „Spielereien“ fassen könnte- die Jaffa hingegen sollte man lieber nicht unterschätzen…

      "Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen - wir wollen nur helfen, Agrabah zu befreien."

      Und da kann man gar nicht genug Leute dafür haben! Ganz besonders solche Recken wie diese hier- man stelle sich vor, die einzige Verteidigungsphalanx bestünde aus den Einwohnern Agrabahs, die keine oder nur eine sehr begrenzte Kampfausbildung genossen haben- heyyy, Captain, mein Captain, ist ja gut, ich meine doch ZEITLICH begrenzt! Aaaaarmer Cal… ;)

      Liebe Grüße,
      Redlight

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