[Mibbs] We will meet again

      [Mibbs] We will meet again

      Name der Fanfiction: We will meet again
      Autor: Foedhrass
      Genre: Songfic
      Beta Leser: Mrs. Mallard
      Pairing: Hollis Mann + Jethro Gibbs
      Inhalt: Hollis ist nach Hawaii gezogen, an den Ort ihrer Kindheitsträume – allerdings sieht die Realität nicht ganz so traumhaft aus und sie merkt, dass ihr etwas bzw. jemand sehr fehlt.
      Disclaimer: Alle Charaktere und sämtliche Rechte an Navy CIS gehören CBS, Paramount und Belisarius Productions. Diese Fanfic wurde lediglich zum Spass geschrieben und nicht um damit Geld zu verdienen. Jegliche Ähnlichkeiten zu lebenden und toten Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt.
      Der Songtext und der Titel gehören zum gleichnamigen Lied von Bosson. (Letzte Strophe hab ich gaaanz bissl abgewandelt).





      It's hard to say goodbye
      It hurts to be alone


      Hollis lehnte sich mit geschlossenen Augen an die Wand. Sie saß auf ihrem Bett in einer kleinen Hütte auf Hawaii – dem Ort ihrer Träume seid frühester Kindheit. Ihr ganzes Leben lang hatte sie sich vorgestellt, wie es wäre, morgens in einem kleinen von Palmen umgebenen Häuschen aufzuwachen. Und doch war sie alles andere als glücklich.
      In den Träumen war sie nicht allein in diesem Paradies gewesen; die Realität sah leider anders aus. Nicht strahlend, wärmend und sonnig, sondern traurig, trüb und einsam. Dabei hatte sie e s gehabt. Für eine kurze Zeit hatte sie geglaubt, endlich permanentes Glück gefunden zu haben. Noch nie hatte sie sich jemandem so nahe gefühlt wie dem grauhaarigen Chefermittler des NCIS. Aber dieser unbeschwerte Zustand hatte nicht lange gewährt. Wie sehr es doch schmerzte, ihn verlassen zu haben!

      And all that is left is a memory
      To love and to keep as a part of me
      It's you, no one else but you
      Say what can I do
      I miss you so


      Alles an ihm hatte sie so lebendig in Erinnerung, dass sie ihn sehen, sogar riechen konnte, wenn sie die Augen schloss. Der Geruch nach Sägespänen und seine strahlenden blauen Augen. Mal hell vor Freude, mal dunkel vor Leidenschaft. Sein Blick, der mal töten konnte, mal unvergleichbar zärtlich war. Und dieser verschlossene Gesichtsausdruck, den sie so gefürchtet hatte. Wenn sie nicht zu ihm durchdringen konnte.
      Wie sollte sie diese Eindrücke jemals vergessen?

      It's hard to let you go
      It's hard to ease my pain
      But I'll do it all for you
      Because I know you'd do the same
      And how hard it all may seem
      You're always in my dreams


      Sie hatte seinen zutiefst verletzten Blick an diesem einen schicksalhaften Abend in seinem Keller in Erinnerung, als wäre es erst gestern geschehen. Seine Qual zu sehen, hatte ihr fast körperlich wehgetan. Ihre Anwesenheit hatte ihn buchstäblich in die Ecke gedrängt. Er hatte mit dem Rücken zur Wand gestanden und war von den fürchterlichen Ereignissen in seiner Vergangenheit eingeholt worden. Sie hatte keine Wahl gehabt. Sie hatte Lebewohl sagen müssen – auch wenn es ihr so schwer gefallen war wie nichts zuvor.
      Im Nachhinein musste sie zugeben: Sie hatte die Rechnung ohne ihre eigenen Gefühle gemacht. Nachdem sie Hals über Kopf nach Hawaii umgezogen war, hatten sich ihre Gedanken zunächst nur darum gedreht, welche psychischen Schmerzen Jethro hatte erdulden müssen. Doch als sie begonnen hatte, von ihm zu träumen, hatte die Erkenntnis sie mit voller Kraft getroffen. Sie hatte den Mann verlassen, den sie liebte...

      We were meant to be
      In perfect harmony
      But every day that goes by is reminding me
      There're so many things that you left by me

      You see
      And every little thing
      Has it's own story


      Obwohl sie sich dafür verfluchte, spürte sie, wie ihre Augen feucht wurden. Egal was sie ansah, egal, was sie tat – bei allem drängte sich sein Bild vor ihre Augen. Holte sie einen lässigen Pullover aus dem Schrank, erinnerte sie sich an ein sorgenfreies Wochenende mit Boot, Bourbon und einem Ausflug auf den Baseballtrainingsplatz. Lehnte sie sich an eine der Palmen vor ihrer Haustür, um dem wilden Spiel des Meeres zuzusehen, liebkoste schwacher Holzgeruch ihre Nase. Lag sie am Strand, um die Sonne zu genießen, fühlte sich der Sand unter ihren Fingern an wie das raue Schleifpapier, das Jethro ihr hin und wieder vertrauensvoll übergeben hatte.

      They're tellin' me
      An hour seems so long
      Help me to be strong
      You were the meaning of my life
      And I can't go on without
      I am shouting out my pain
      There must be a way


      Die erste Träne fand den Weg über ihre Wange zu ihrem Kinn und kitzelte dann ihren Hals. Krampfhaft versuchte Hollis, den Kloß in ihrer Kehle herunterzuschlucken, ihre Fassung zu bewahren, doch es wollte ihr nicht gelingen. Sie fuhr sich mit dem Handrücken über die Wange, als könnte sie die salzigen Tropfen damit aufhalten. Vergeblich.
      Was hatte sie nur getan?! Wie hatte sie sich selbst dieses Antriebs, dieser Lebensfreude berauben können? Wie hatte sie nur der Illusion erliegen können, dass sie auch gut ohne Jethro zurechtkommen würde? Dass sie so weitermachen konnte, wie in den Jahren, bevor sie diesen Mann kennen gelernt hatte? Was für ein naiver Gedanke – es war seitdem doch nichts mehr so, wie es einmal gewesen war!
      Noch nie hatte sie sich jemandem so verbunden gefühlt. Und nun hatte sie ihn verloren.

      As a friend
      As a brother
      As a passionate lover
      As a husband
      As a partner
      You had me climbing up your tower
      As my guardian angel
      Under your protection
      As the light of my life
      You gave me so much affection
      I´m so lucky that once I got to know you
      It was hard for me to say it
      But I totally adored you
      Is life fair
      I´ll never stop believing
      Our time will come
      Because there must be a meaning


      Jethro war das perfekte Gegenstück zu ihr gewesen. Sie hatten sie sich vollkommen ergänzt. Jede seiner Seiten, ob Freund, leidenschaftlicher Liebhaber, fürsorglicher Mann an ihrer Seite oder Partner im Einsatz, hatte sie kennen und lieben gelernt. An seiner Seite hatte sie sich geborgen gefühlt, behütet und verstanden. Natürlich hatte es auch Momente gegeben, in denen sie ihn nicht verstanden hatte, in denen er sie unbarmherzig aus seinem Leben ausgeschlossen hatte. Aber jetzt wusste sie wieso – und sie konnte es nachvollziehen.
      Sollte sie all diese Augenblicke wirklich komplett vergessen? Sollte sie sich seiner und ihrer eigenen Feigheit geschlagen geben? Ihn aufgeben?
      Sollte all die glückliche Erfahrung bedeutungslos sein? War ihre Beziehung nichts als ein zufälliges und banales Intermezzo in seinem Leben, in ihrem Leben?
      Wie konnte es?! Es gab keine Zufälle!

      We we will meet again
      Far beyond the stormy weather
      Far beyond the cloudy skies
      We we will meet again
      When we do we will last forever
      When we do we will stay together
      You and me


      Hollis seufzte leise und öffnete ihre Augen, als ein Windstoß die Fensterläden zuschlagen ließ und heftiger Sturzregen einsetzte, wie so oft in der kurzen Regenzeit auf Hawaii. Das stürmische Wetter spiegelte perfekt ihre Stimmung wieder. Sie war hin und hergerissen zwischen Verzweiflung und Hoffnung. Trauer über den Verlust und die irrwitzige Zuversicht, dass ihr Treffen mit ihm Schicksal gewesen war. Dass es doch nicht s o enden konnte. Ein stiller Abgang, zwei verletzte Seelen.
      Nein, es würde so nicht aufhören. Sie würden sich wiedersehen – oder?

      "Der Fluch des Schlangenmenschen" - mein erster Fantasy-Roman!

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      Huhu Foe! :)

      Da habe ich mich also dank dir tatsächlich auch mal in die Poesie- Ecke gewagt. Es ist eine wunderbare, schöne und traurige Geschichte, die uns dieser Song da erzählt, er passt einfach wunderbar zu Holly und Jethro.

      Ich sehe sie richtig vor mir, wie sie in dieser sturmumtobten Hütte unter den Palmen sitzt und an die schönen Zeiten zurückdenkt, und im Hintergrund läuft diese ruhige Musik... genial.

      Das du auch Hollis Zweifel und die Erinnerung an die Probleme mit eingebaut hast, fand ich sehr gut, weil es sonst zu einseitig geworden wäre. Die beiden sind für einander geschaffen, aber beide haben ihre Herausforderungen...

      Meine Lieblingsstelle war diese hier:
      Seine Qual zu sehen, hatte ihr fast körperlich wehgetan. Ihre Anwesenheit hatte ihn buchstäblich in die Ecke gedrängt. Er hatte mit dem Rücken zur Wand gestanden und war von den fürchterlichen Ereignissen in seiner Vergangenheit eingeholt worden.

      Das geht ohne Umwege direkt unter die Haut... jedenfalls unter meine.

      Ich hoffe, wir bekommen noch viele solcher wunderbaren Kreationen von dir zu lesen!!!

      Ganz liebe Grüße
      die Vicky

      RE: [Mibbs] We will meet again

      Oh Foe, was hast Du denn da Wundervolles fabriziert? Ich bin hin und weg oder auch anders gesagt, ich bin sprachlos. Luft hol und weiter. Erstmal schon die Liedwahl ist genial. Das kannte ich noch gar nicht und bin schmilze gerade dahin. Und dann Hollis Gedanken, so traurig und einfühlsam, dass man ihr die ganze Zeit zurufen will... Nun mach endlich, steig in den nächsten verdammten Flieger.

      Meine absolute Lieblinsstelle ist...
      Lag sie am Strand, um die Sonne zu genießen, fühlte sich der Sand unter ihren Fingern an wie das raue Schleifpapier, das Jethro ihr hin und wieder vertrauensvoll übergeben hatte.


      Und um es mit Mrs. Mallards Worten zu sagen, auch bei mir gingen die Sätze geradewegs unter die Haut.

      Herzlichen Glückwunsch, geniale Songfic, wovon ich auf jeden Fall auch unbedingt mehr haben will. =)

      Lieben Gruß :)
      Kathrin
      Hallo Foe!

      Dies ist wirklich eine sehr, sehr schön SongFiction. Ich neige oft dazu,
      dass ich bei diesem Genre nur die selbstgeschriebenen Absätze lese...
      So auch hier. Ich habe den eigentlich Songtext nur kurz überflogen.
      Es passt. Natürlich passt es zusammen! Aber deine Zeilen sprechen mich
      viel, viel mehr an, als ein Song, der für eine andere, wenn auch ähnliche
      Situation geschrieben wurde.
      Du hast die Beziehung der beiden Charaktere sehr schön in deine Worte
      und deinen Spannungsbogen gepackt. Eigentlich perfekt, aber für mich
      wären noch mehr Umgebeungsbeschreibungen, wie sie am Ende vor
      kamen noch eine schöne Ergänzung gewesen.

      Leo :)


      I got lost on the way, but I'm a supergirl and supergirls don't cry.
      Hallo :)

      Deine wunderbare songfic hat mir unheimlich gut gefallen und das Lied passt wirklich toll zu den beiden, auch wenn ich den Songtext, ähnlich wie Leo, nur überflogen habe. Ich fand einfach das, was du dazu geschrieben hast, interessanter.^^
      Du hast die Gefühle wirklich unglaublich gut beschrieben und auch mir ging die Intensität wirklich unter die Haut. Die Stelle die Mrs. Mallard genannt hat, fand ich auch sehr toll, die Worte sind einfach richtig gut gewählt, so dass es richtig zu Herzen geht. Mir hat Hollis so leid getan.

      Aber ich fand diese Stelle so richtig schön und wirklich "lebendig", ich konnte die Sägespäne selber fast riechen.

      Alles an ihm hatte sie so lebendig in Erinnerung, dass sie ihn sehen, sogar riechen konnte, wenn sie die Augen schloss. Der Geruch nach Sägespänen und seine strahlenden blauen Augen. Mal hell vor Freude, mal dunkel vor Leidenschaft. Sein Blick, der mal töten konnte, mal unvergleichbar zärtlich war. Und dieser verschlossene Gesichtsausdruck, den sie so gefürchtet hatte.


      Was ich auch toll fand, ist dass auch das Wetter so stürmisch am Schluss ist und so perfekt zu ihrer Stimmung passt.

      Eine sehr schöne Songfic und ich bin wirklich gespannt, was ich noch alles von dir lesen werde.

      Lieben Gruß Sue

      PS: Danke schön für die pN und ich würde mich wirklich freuen, wenn du mir auch das nächste Mal wieder eine schreibst, wenn du etwas postest, egal ob Mibbs oder nicht. Ich übersehe so schnell etwas.
      Ava by Michi. Danke *knuddel*
      Hey, :)

      Danke, dass du mir bescheid gegeben hast. Deine Story ist mal wieder super! Die Beschreibung ihrer Gefühle und dann die Gedanken an Gibbs, einfach klasse. Genau wie ihre Hoffnungen und ihre Selbstvorwürfe.
      Da konnte man sich richtig in ihre Situation versetzten und mitfühlen. So stelle ich mir ihre Gefühle wirklich vor und wie sie die Beziehung gesehen hat, auch wenn man in der Serie darüber ja weniger erfährt. Das ist eben deine Schreibkunst!
      Und der Satz am Ende lässt ja vielleicht auch Platz für eine Fortsetzung?

      Benachrichtige mich auf jeden Fall wieder, wenn du eine neue Geschichte schreibst.

      Eli tot! Ziva unter Mordverdacht! Tony verzweifelt!
      Vorbeischauen!
      Hey, hallo!

      Finde ich eine prima Idee, auch mal die andere Seite, sprich Hollis´ Gedanken, zu beleuchten. Ich kann sie so richtig sehen, wie sie da steht und ihr alles durch den Kopf geht. Du hast die Stimmung sehr schön eingefangen, da habe ich eine richtige Gänsehaut bekommen.

      Wird es denn eine Fortsetzung geben? Falls ja, würde ich mich über eine Benachrichtigung freuen, weil ich hier bei ffs in Deutsch sonst nur zufällig mal reinschaue...

      Viele Grüße :)
      ducky72